Uns gehört die Nacht

Buchseite und Rezensionen zu 'Uns gehört die Nacht' von Jardine Libaire
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Als Elise Perez an einem trostlosen Winternachmittag in New Haven den Yale-Studenten Jamey Hyde kennenlernt, ahnt keiner, dass hier und jetzt ihrer beider Schicksal besiegelt wird. Was als obsessive Affäre beginnt, wird zu einer alles verändernden Liebe. Doch Elise ist halb Puerto-Ricanerin, ohne Vater und Schulabschluss aufgewachsen, und Jamey der Erbe einer sagenhaft reichen Familie von Investmentbankern. Wie weit sind sie bereit zu gehen?

Format:Taschenbuch
Seiten:464
Verlag: Diogenes
EAN:9783257300727

Rezensionen zu "Uns gehört die Nacht"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Okt 2018 

    Feuer und Benzin

    Elise und Jamey, Jamey und Elise, ein Paar wie Feuer und Benzin. Sie entstammen völlig unterschiedlicher Welten. Elise, die junge Ausreißerin, ohne Schulabschluss, Halbpuertoricanerin, aufgewachsen in einem Ghetto der South Bronx und Jamey Hyde, Spross einer Bankerdynastie, Yale Student, der sein junges Leben lang noch keinen Finger krumm machen musste. Obsessiv ist ihre Beziehung, anfangs gesteuert nur von Begierde, sexueller Lust. Und doch gedeiht da eine unerschütterliche Liebe zueinander. Sie entziehen sich aller gesellschaftlicher Zwänge, führen eine Leben miteinander bis zu letzten Konsequenz
    Uns gehört die Nacht ist eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art. Es ist keine kitschige Geschichte vom Traumprinzen, der das Mädchen aus der Unterschicht in sein Schloss führt. Hart, schmutzig, grausam erteilt das Leben Jamey und Elise Lektionen. Diese zu meistern stellt beide immer wieder vor hohe Herausforderungen. Jardine Libaire zeigt uns diese rückhaltlose Liebe schonungslos unverschnörkelt. Dazu gehören explizite Sexszenen genauso wie berührende Momente. Dazu bildet die 80er Jahre Kulisse den passenden Hintergrund, Yuppies vs. White Trash. So ist auch der englische Titel „White Fur“ treffender als der deutschsprachige. Schade finde ich auch, dass das Cover zwar ansprechend ist, aber die abgebildete Frau mit Elise gar nichts gemein hat. Davon abgesehen ist für mich dieses Buch bislang das Highlight des Sommers.