The Underground Railroad

Buchseite und Rezensionen zu 'The Underground Railroad' von Colson Whitehead
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Broschiertes Buch
#1 NEW YORK TIMES BESTSELLER and a NEW YORK TIMES BOOK OF THE YEAR NATIONAL BOOK AWARD WINNER FOR FICTION 2016 'Whitehead is on a roll: the reviews have been sublime' Guardian 'Luminous, furious, wildly inventive' Observer 'Hands down one of the best, if not the best, book I've read this year' Stylist 'Dazzling' New York Review of Books Cora is a slave on a cotton plantation in Georgia. All the slaves lead a hellish existence, but Cora has it worse than most; she is an outcast even among her fellow Africans and she is approaching womanhood, where it is clear even greater pain awaits. When Caesar, a slave recently arrived from Virginia, tells her about the Underground Railroad, they take the perilous decision to escape to the North. In Whitehead's razor-sharp imagining of the antebellum South, the Underground Railroad has assumed a physical form: a dilapidated box car pulled along subterranean tracks by a steam locomotive, picking up fugitives wherever it can. Cora and Caesar's first stop is South Carolina, in a city that initially seems like a haven. But its placid surface masks an infernal scheme designed for its unknowing black inhabitants.And even worse: Ridgeway, the relentless slave catcher sent to find Cora, is close on their heels. Forced to flee again, Cora embarks on a harrowing flight, state by state, seeking true freedom. At each stop on her journey, Cora encounters a different world. As Whitehead brilliantly recreates the unique terrors for black people in the pre-Civil War era, his narrative seamlessly weaves the saga of America, from the brutal importation of Africans to the unfulfilled promises of the present day. The Underground Railroad is at once the story of one woman's ferocious will to escape the horrors of bondage and a shatteringly powerful meditation on history.

Format:Taschenbuch
Seiten:400
Verlag: Fleet
EAN:9780708898406

Rezensionen zu "The Underground Railroad"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Sep 2017 

    Weg in die Freiheit

    Schon ihre Mutter Mabel hat die Flucht ergriffen als Cora noch ein Kind war. Sie hat Cora einfach zurückgelassen. Doch Cora hat sich einen Platz unter den anderen Sklaven erkämpft. Und als Ceasar sie zum ersten Mal fragt, ob sie sich mit ihm auf den Weg in die Freiheit machen will, sagt sie: Nein!. Schließlich ist er neu auf der Plantage und was kann er ihr schon versprechen. Doch nur kurze Zeit später kommt es zu einem Zwischenfall, der für Cora in einer üblen und ungerechtfertigten Bestrafung endet. Ceasars zweiter Anlauf wird daher positiv beschieden und eines Abends verlassen die beiden Sklaven die Plantage.

    Amerika in den Jahren vor dem Bürgerkrieg, die Südstaaten mit ihren großen Baumwollplantagen halten an der Sklaverei fest, während die mehr industrialisierten Nordstaaten bereits zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Beschäftigung von schlecht bezahlten aber freien Arbeitern wirtschaftlicher ist. Das Wohl der Menschen hat vermutlich keiner im Sinn, dennoch zieht es Sklaven in die Freiheit und nach Norden. Auf ihrem beschwerlichen Weg, der keinesfalls immer mit einer glücklichen Ankunft im gelobten Land endet, benutzen sie die sogenannte „Underground Railroad“ - ein System von Helfern und Treffpunkten, deren Begrifflichkeiten an die der aufkommenden Eisenbahn angelehnt sind. Wenn man sich die Berichte im Internet betrachtet gab es tatsächliche Bahnlinien wohl nicht, aber die Fluchtrouten und deren Organisation kann durchaus Ähnlichkeiten mit dem System der Eisenbahn aufgewiesen haben.

    Vor diesem Hintergrund entspinnt sich Coras spannende und schreckliche Geschichte. Misshandelt und verletzt, aber ungebrochen, will Cora mehr. Die Farm ist nicht ihr Platz, sie will frei sein, sie will eine Familie, sie will lesen und schreiben können, für ihr Ziel will sie hart arbeiten. Auf der Farm erlebt sie Unbeschreibliches. Doch auch während ihrer Flucht gerät sie in Situationen, in denen sie verächtlich behandelt wird. Immer wieder gibt es Rückschläge und Schicksalsschläge. Kaum ein Fünkchen Hoffnung verbleibt. Jedoch, Cora gibt nicht auf.

    Was kann ein Mensch an Verlusten, Misshandlungen, Gewalt und Verachtung ertragen? Was riskieren Menschen um Flüchtlingen wie Cora zu helfen? Wie konnten Menschen dazu kommen andere Menschen als Sache anzusehen? Aufs Eindringlichste schildert Colson Whitehead die zwar fiktiven, aber doch auf viel Wahrheit beruhenden Ereignisse um Coras Flucht. Manchmal scheint es fast unglaublich wie hier Menschen mit Menschen umgehen. Doch leider gibt es auch in jüngerer Vergangenheit Beispiele ähnlich menschenverachteten Verhaltens, so dass man zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen muss, dass nichts in diesem Roman allzu weit hergeholt ist. Ein wenig Hoffnung gibt die Underground Railroad, auf deren Linien wenigstens ein kleiner Silberstreif am Horizont aufglimmt. Dennoch wirkt dieser Roman wie eine Tour de Force, von der man allerdings keine Sekunde, kein Wort und keinen Satz missen möchte.
    4,5 Sterne