Tote Schwaben leben länger: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Tote Schwaben leben länger: Kriminalroman' von Max Abele
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Tote Schwaben leben länger: Kriminalroman"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:400
Verlag: Emons Verlag
EAN:9783740812331

Rezensionen zu "Tote Schwaben leben länger: Kriminalroman"

  1. Eugen Querlinger läuft zu Höchstform auf

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 11. Okt 2021 

    Im Federsee bei Ulm werden eher zufällig zwei Leichen gefunden, es braucht ein wenig, bis das Team um Hauptkommissar Eugern Querlinger die Identität wenigstens eines der beiden ermitteln kann, die zugrunde liegende Tat liegt bereits Jahrzehnte zurück. Gleichzeitig versetzt eine Mordserie an Obdachlosen die Stadt in Angst und Schrecken. Nach und nach dämmert es den Ermittlern, dass die alten und die neuen Fälle offensichtlich miteinander verbunden sind, zumal alle Opfer ein Tatoo in Form eines fünfblättrigen Kleeblattes aufweisen. Doch Verwirrung stiften DNA-Spuren, die nahelegen, dass eines der beiden Opfer von damals der Täter in den aktuellen Fällen zu sein scheint. Querlinger muss all sein Können aufbieten und sogar mit fragwürdigen Methoden (Undercover-Aktionen und "Geheimwaffen") agieren, um einen menschenverachtenden, selbstsüchtigen Täter zu überführen.

    Wie schon im Vorgängerroman "Nur Tote Schwaben schweigen" überzeugt der Autor Mayx Abele mit einer gelungenen Mischung aus Spannung und Humor, insbesondere, was Darstellung der Abneigung gegen ein mit seiner Frau befreundetes Ehepaar betrifft, die an die Kombination Kluftinger-Langhammer erinnert.

  1. Das fünfblättrige Kleeblatt und der Tod im Moor

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Okt 2021 

    "O schaurig ist's, übers Moor zu gehn, wenn tote Schwaben auferstehn. Hier geht der Kleeblattmörder um, gibst du nicht Acht, macht er dich stumm." (Annette v. Droste-Hülshoff)
    Zwei Männer werden getötet und anschließend im Federsee versenkt. Über 30 Jahre später werden durch Zufall die Überreste der beiden Toten von zwei Studenten gefunden. Nun muss das Team um Eugen Querlinger Hauptkommissar der Ulmer Kripo, sich um diesen Fall kümmern. Gar nicht so leicht den wie soll man nach so vielen Jahren noch herausfinden, wer die Toten waren, geschweige den ihren Mörder finden? Doch dann gibt es einen weiteren Fall, bei den Obdachlosen werden in kurzer Zeit zwei Männer getötet. Auffällig ist, dass sie jeweils dasselbe Tattoo am Rücken aufweisen. Nun muss die Kripo weitere Morde verhindern, die ebenfalls so ein Kleeblatt Tattoo haben.

    Meine Meinung:
    Der alte Steg mit einem Objekt aus den Ermittlungen passt wunderbar als Cover zu diesem schwäbischen Krimi. Der Schreibstil ist flüssig, informativ, interessant, humorvoll und mit viel Dialekt versehen, was mir sehr gut gefällt für einen Regionalkrimi. Im Plot geht es um einen Mordfall vor über 30 Jahren, bei dem man zwei Männer ermordet hat. Das sich allerdings dieser Krimi so entwickeln würde und der Autor dem Leser immer neue Rätsel aufgibt, hatte ich nicht erwartet. Nicht genug, dass dieses Kripoteam mit dem Fall aus der Vergangenheit schon genug zu tun hat, bekommt es noch einen Weiteren dazu. Den es werden innerhalb kürzester Zeit zwei Obdachlose ermordet, die ein Kleeblatt Tattoo am Rücken aufweisen. Das kann doch kein Zufall sein, denkt sich Querlinger und vermutet, dass drei weitere Kleeblattträger in Gefahr sind. Nur gut, dass einer der Toten vom Federsee einen Klumpfuß hatte und deshalb einen orthopädischen Schuh tragen musste. Da müssen sich doch sicher neue Hinweise finden lassen. Jedoch die DNA Analysen bringen immer mehr Kurioses an den Tag. Und so ist sich die Kripo nicht mal mehr sicher, ob nicht gar ein Toter gemordet hat. Max Abele hat mit seinem zweiten Regionalkrimi nicht nur ein Stück schwäbische Heimat und einen wirklichen kniffligen Kriminalfall herausgebracht, sondern glänzt vor allem durch seinen humorvollen Schreibstil. Speziell das Kripo Team bringt mich oft zum Lachen, mitunter kommt es sogar zu Auseinandersetzungen, vor allem mit den beiden Bödele und Heinerle sind zwei wirkliche Streithähne mit im Boot. Mit Janine von Eulenburg ist außerdem noch eine toughe Frau mit im Team. Dabei erinnert mich Querlinger ein wenig von seiner ganzen Art her an den Allgäuer Kommissar Kluftinger. Querlinger hat oft einen Schalk im Nacken, besonders wenn es um unliebsame Reporter wie den Oxheimer und die Weißeneggers einem befreundeten Ehepaar seiner Frau Luise geht. Was er sich hier oft ausdenkt und leistet, da muss man einfach herzhaft lachen. Grandios finde ich vor allem die vielen Wendungen, die diesen Krimifall bis zum Schluss spannend macht. Von der Auflösung am Ende bin ich dann wirklich überrascht, den damit habe ich nicht gerechnet. Alles in allem ein toller Krimi, bei dem sich Dialekt, Kriminalfall und Humor die Waage halten und dem ich gerne 5 von 5 Sterne gebe.