Tödliche Algarve

Buchseite und Rezensionen zu 'Tödliche Algarve' von Carolina Conrad
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Tödliche Algarve"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:327
Verlag:
EAN:

Lesern von "Tödliche Algarve" gefiel auch

Rezensionen zu "Tödliche Algarve"

  1. Das Ende kam viel zu schnell....

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Jul 2020 

    Auf einem uralten Pilgerweg verschwinden innerhalb kurzer Zeit drei Wanderer. Für Chefinspektor João Almeida besonders heikel: Eine der Vermissten ist seine Halbschwester Liliana. Dann wird eine Leiche gefunden, von Wildschweinen verstümmelt. Doch es ist nicht Liliana. Almeida übernimmt die Ermittlungen, bekommt aber einen Maulkorb. Um den Tourismus in der Region nicht zu gefährden, heißt die Devise: Kein Wort von Mord. Auch im dritten Band der Krimireihe bittet er die deutsche Journalistin Anabela Silva – mittlerweile seine Freundin – um Unterstützung. Nicht ahnend, dass sie so ins Visier eines kaltblütigen Mörders gerät.

    Schon die ersten beiden Bände dieser Reihe haben mir sehr gut gefallen, aber dieser Krimi ist aus meiner Sicht noch besser als die Vorgänger. Das Ende kam viel zu schnell – ich hätte noch stunden- oder tagelang weiterlesen können. Wie immer sehr gute Kenntnisse in Bezug auf Land und Leute, ein flotter und humorvoller Schreibstil, stimmige Figuren. Und dieses Mal viele kriminaltechnische Details – auch hier wurde genau und sauber recherchiert. Carolina Conrad schafft es trotz des leichten Tons ihrer Hauptfigur Anabela Silva, auch ernste und aktuelle Themen einzubinden. Dieser Krimi verdient großen Erfolg.

  1. Gefährliche Via Algarviana

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 28. Jun 2020 

    Anabela Silva ist in Deutschland aufgewachsen, hat studiert und als Journalistin gearbeitet. Die Eltern kehrten schon vor einiger Zeit nach Portugal zurück und nun erkrankte ihr Vater an Alzheimer. Die Eltern brauchten ihre Unterstützung und Anabela zögerte nicht lange und zieht zurück in ihr Heimatland. Dort fühlt sie sich nun sehr wohl und arbeitet als freiberufliche Übersetzerin. So kann sie ihren Eltern mehr Zeit widmen. Liiert ist sie mit João Almeida, den seit dem ersten Fall kennt, in dem sie der Polizei als Übersetzerin helfen konnte.

    Der Via Algarviana war eine uralter Pilgerstrecke und ist nun ein vielbesuchter Wanderweg. Die Tourismusbehörden und die am Wegesrand liegenden Dörfer sind sehr auf Tourismus erpicht. Da passt es überhaupt nicht, dass eine englische Touristin erschossen aufgefunden wurde und zwei weitere Wanderer vermisst werden. Von Mordermittlungen darf nicht die Rede sein und die Policia Judicaria soll möglichst diskret ermitteln. Da ein Vermisster Deutscher ist, wird Anabela wieder als Übersetzerin einbezogen und hat bald ganz eigene Ermittlungsansätze.

    Ich finde es interessant, dass Portugal immer öfter Hintergrund für Krimis wird. Schön, dass nicht immer nur Frankreich oder Italien beschrieben wird. Ich kannte den ersten Band und bin trotz der längeren Pause sofort wieder heimisch geworden. Anabela ist eine lebensnah beschriebene Protagonistin. In Deutschland sozialisiert, ist sie selbstbewusst und offen, aber auch genug Portugiesin um den Wert der Familie sehr hoch zu schätzen. Diese sehr sympathische Konstellation ist ein gelungener Hintergrund für die Krimis von Carolina Conrad.

    Der Plot ist behutsam aufgebaut, wenn anfangs noch die Möglichkeit eines Jagdunfalls im Raum steht, wird es im Lauf der Geschichte immer vielschichtiger und temporeicher. Auch, dass Joãos Halbschwester ebenfalls auf dem Wanderweg unterwegs sein soll und sich seit Tagen nicht meldet, steigert die Spannung.

    Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, sehr flüssig zu lesen und mit ihren Landschaftsbeschreibungen lässt sie dem Leser die Algarve und das Hinterland lebendig werden. Man merkt sofort, dass sie kennt und liebt, worüber sie schreibt.

    Ich hoffe, dass Anabela noch oft in Kriminalfällen an der Seite von João Almeida ermitteln kann.