Todeszeichen: Ein Fall für Leitner und Grohmann

Rezensionen zu "Todeszeichen: Ein Fall für Leitner und Grohmann"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 08. Mär 2015 

    Der Künstler...

    Im ersten Band der Thriller-Reihe um das Ermittler-Duo Jennifer Leitner und Oliver Grohmann erschüttert ein Serienmörder die Idylle von Lemanshain, einer beschauliche Kleinstadt im hessischen Spessart. In einer Grube im Wald werden die Überreste einer zerstückelten Frauenleiche gefunden. Schon bald steht fest: Sie ist ein weiteres Opfer des "Künstlers", der bereits fünf Frauen entführt, tagelang gequält und ihnen bei lebendigem Leib rätselhafte Bilder in die Haut geschnitten hat. Kommissarin Jennifer Leitner und Staatsanwalt Oliver Grohmann ermitteln fieberhaft, um den grausamen Killer endlich zu stoppen...

    Eine unangepasste, nicht immer umgängliche Kommissarin mit unkonventionellen Ermittlungsmethoden. Ein ruhiger, besonnener Staatsanwalt, der nicht für die Schreibtischarbeit geschaffen ist. So umschreibt Saskia Berwein selbst ihr Ermittler-Duo, das der Leserschaft in diesem Debüt erstmals vorgestellt wird. In jedem Fall sehen beide ihren Lebensschwerpunkt in ihrem Beruf, denn weder Feierabend noch Wochenende halten sie von weiteren Ermittlungen ab.

    Sie sind eine verdammt gute Polizistin, und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, Ihren Einsatz nicht zu schätzen. Aber Sie gehen viel zu weit. Sie brennen nicht nur an zwei Enden. Sie stehen komplett in Flammen. Seit Monaten, seit Jahren.

    Das Buch beginnt mit dem Fund des sechsten Opfers, steigt also ein, als die Ermittlungen längst angelaufen sind. Ungewöhnlich an dem Fund des sechsten Opfers ist, dass der "Künstler" hier von seinem üblichen Vorgehen abgewichen ist. Vielleicht ein neuer Anhaltspunkt?
    Während der Leser mit den Ermittlern lange im Dunkeln tappt bezüglich des Serienmörders und seiner Motive, erhält man ein wenig Einblick in das Leben und die Person der Kommissarin Jennifer Leitner. Doch auch die Tochter des zuletzt gefundenen Opfers spielt hier eine gewichtige Rolle - der Grund dafür erschließt sich erst später. Somit bleibt Zeit, um die Charaktere etwas näher kennenzulernen; die Spannung entsteht erst später, etwa im letzten Drittel, und ab da fällt es schwer, das Buch noch aus der Hand zu legen.

    Die Schreibeweise von Saskia Berwein gefällt mir gut und lässt sich flüssig lesen. Gut gefallen hat mir auch der Wechsel der Perspektiven, wodurch der Leser Einblick in verschiedene Aspekte erhält, die sich z.T. erst viel später als wesentlich herausstellen.

    Ich gehe da jetzt rein. Sie bleiben im Wagen, egal, was passiert. Sie warten auf die Verstärkung. Sollte unser Mann die Hütte verlassen und hier vorbeikommen, überfahren Sie ihn. Am besten gleich mehrmals.

    Für mich reichte die Spannung nicht aus, um das Genre 'Thriller' hier gelten zu lassen. Aber für einen guten Krimi reichte es allemal aus.
    Gestört hat mich die hartnäckige Weigerung der Obrigkeit des kleinen Örtchens Lemanshain, im Fall des Serienkillers polizeiliche Unterstützung anzufordern. Um den Ball flach zu halten und den Fall keine großen Wellen in der Öffentlichkeit schlagen zu lassen, werden eher weitere Opfer in Kauf genommen, als der alleine ermittelnden Kommissarin und dem Staatsanwalt hier unter die Arme zu greifen. Für mich - nach dem sechsten Opfer - wenig plausibel und glaubwürdig.

    Ein mäßig spannendes Debüt, das mit einigen Überraschungen aufwartet und das neugierig macht auf die weiteren Folgen der Reihe. Entwicklungspotential ist allemal vorhanden.

    © Parden

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Apr 2014 

    Spannender Thiller

    Ein spannender Thiller, der von Anfang an fesselt. Er zeigt einfach, dass Thiller nicht komplett blutig sein muss um ein guter Thiller zu sein und die Spannung hoch zu halten.