Todestag

Buchseite und Rezensionen zu 'Todestag' von Martin Bühler
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5 von 5 (3 Bewertungen)

Carolin ist verheiratet, hat einen elfjährigem Sohn und ist erfolgreiche Managerin in Hamburg. Im Alter von 37 Jahren erkrankt sie unheilbar an Knochenkrebs. Sie entscheidet sich für den Freitod, sie will in der Schweiz die dort legale Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Der Tod kommt unaufhaltsam näher, er nimmt keine Rücksicht auf äußere Umstände. Ich begleite Carolin bis zum letzten Atemzug in der Schweiz. Das Intimste der Welt ist der Tod, der uns alle früher oder später heimsucht. Lassen Sie sich von mir die Geschichte einer Reise erzählen, zu der ich spontan aufbreche und die mich fast an meine Grenzen führt.

Format:Kindle Edition
Seiten:96
EAN:

Rezensionen zu "Todestag"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Aug 2015 

    Regt zur Diskussion an!

    Mich hat das Buch sehr berührt und zu Beginn sehr aufgewühlt, da ich noch den selben Vorname wie die Protagonistin habe. Zwar bin ich nur an Multiple Sklerose erkrankt aber Depressionen gehören auch zu meinem Leben, da bleibt es leider oft nicht aus, über den Sinn des Lebens nach zudenken oder über Suizid. Der Autor begleitet eine Frau bis zu ihrem Tod und es erfordert seine ganze Kraft, aber ich finde es sehr bemerkenswert und menschlich, spricht für viel Herz. Gerne hätte ich mit Menschen, die das Buch gelesen haben, diskutiert.
    Zum Glück wird die Gesellschaft etwas offener mit dem Thema Suizid und Sterbebegleitung bzw. Sterbehilfe. Warum soll der Mensch nicht selbst wählen dürfen wann sein Weg zu Ende ist, denn ich denke da macht es sich niemand leicht, so aus dem Leben zu gehen besonders wie in diesem Buch, wo ein Kind zurück gelassen wird. Ich bin immer noch sehr erschüttert und traurig, aber doch froh die so traurige Geschichte von Carolin gelesen zu haben. Ich hoffe sehr, dem Junge geht es einigermaßen gut und wünsche ihm alles erdenklich Gute.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Aug 2015 

    eine sehr berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt

    Die Geschichte von Carolin, die unheilbar an Knochenkrebs erkrankt ist, hat mich sehr berührt. Sie fasst den Entschluss, ihren Todestag selbst zu bestimmen, nimmt Abschied von ihrer Familie. Die Seelenqual, die alle erfasst, ist spürbar. Vor allem der elfjährige Sohn leidet. Er ist zu jung, den Entschluss seiner Mutter zu verstehen und ich wünsche ihm von ganzem Herzen, dass er trotz dieses schlimmen Lebensabschnittes, sein weiteres Leben gut meistern kann.
    Carolin bat Martin Bühler, sie zu begleiten. Welche gewaltigen Emotionen das auch in ihm weckte, kann jeder selbst nachlesen. Mich hat diese Geschichte regelrecht erschüttert und ich bin Martin Bühler sehr dankbar, dass er den Mut aufgebracht hat, darüber zu berichten. Denn nur so werden die Menschen aufgerüttelt und auch für das Tabu-Thema Tod sensibilisiert.
    Ich kann nachvollziehen, dass Carolin lieber den Freitod gewählt hat, statt ewig lange qualvoll warten zu müssen, bis der Tod so gnädig ist, sie endlich zu erlösen. Wie viel Mut dazugehört, diesen Weg zu wählen und letztendlich auch bis zum Ende zu gehen, kann jeder erst nachvollziehen, wenn er selbst mit der Diagnose einer unheilbaren Krankheit konfrontiert wurde und trotz langem Kampf ein menschenwürdiges Weiterleben aussichtslos ist.
    Das Leben sollte keine Qual sein und jeder sollte selbst entscheiden können, wann die Qual für ihn ein Ende haben darf.

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 13. Jul 2015 

    Gefühlvoll geschrieben

    Das Thema Tod ist in unserer Gesellschaft ein großes Tabuthema. Solange wir uns nicht damit beschäftigen müssen, liegt es in weiter Ferne. Ich persönlich habe mich viel mit dem Thema Tod auseinandergesetzt, da sich mein Sohn das Leben nahm.
    Martin Bühler ist freiwillig den Weg gegangen und hat eine krebskranke Frau bis in ihrem Tod begleitet.
    Die Gedanken und Gefühle, die er in sich trug, hat er sehr feinfühlig beschrieben.
    Vielen Dank für den Einblick, der uns in diesem lesenswerten Buch gewährt wurde.

    Ich schicke einen lieben Gruß aus Essen rüber,
    Annette Meißner