Teori: Die Geschichte des Georg Forster (Unionsverlag Taschenbücher)

Buchseite und Rezensionen zu 'Teori: Die Geschichte des Georg Forster (Unionsverlag Taschenbücher)' von Andreas Kollender
4
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Inhaltsangabe zu "Teori: Die Geschichte des Georg Forster (Unionsverlag Taschenbücher)"

Format:Taschenbuch
Seiten:224
Verlag: Unionsverlag
EAN:9783293206359

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Rezensionen zu "Teori: Die Geschichte des Georg Forster (Unionsverlag Taschenbücher)"

  1. Um die Welt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Jan 2021 

    Im Jahr 1773 startet die zweiter Forschungsreise von James Cook. Mit an Bord ist der erst 17jährige Georg Forster als Assistent seines Vaters Reinhold, der einen wissenschaftlichen Bericht über die Reise verfassen soll. Georg ist Feuer und Flamme, schon einmal durfte er mit dem Vater Russland bereisen und wieder will er die Welt sehen. Dabei ist seine Sicht auf die Dinge durchaus anders als die seines Vaters. Das Leben auf See ist allerdings nicht ganz einfach, wie Georg bald feststellen muss. Manche der Matrosen haben eine recht nachlässige Einstellung zum Leben und George selbst macht die Seekrankheit zu schaffen.

    Der Chronist, mit dessen Sicht die Handlung umrahmt ist, trifft Georg Forster im Jahr 1794 in Paris. Dort fordert die Revolution ihre Opfer. Gerade nach Paris ist Forster geflohen. Seine Erinnerung an die Reise in den Reihen von James Cook ist aber noch sehr lebendig. Und so erzählt er wie die Zeit damals erlebt hat. Die Querelen des Sohnes mit dem Vater, welcher hin und wieder ein überhebliches Verhalten an den Tag legt. Cook erscheint dagegen als Vorbild, weil er doch meistens ruhig bleibt. Auch unter den Reisegenossen finden sich einige, mit denen Georg sich gut austauschen kann.

    Bei Georg Forster handelt es sich um eine historische Person, die tatsächlich an der zweiten Fahrt Richtung Südsee von James Cook teilnahm. In diesem Roman lässt der Autor hauptsächlich den jungen Forster zu Wort kommen, der trotz seiner Jugendlichkeit manchmal fast lebensweise wirkt. Er beobachtet und denkt sich sein Teil zum einen, zum anderen kommt auch sein Hunger nach Leben zum Ausdruck, seine Neugier und seine Wissbegier. Damit schafft es der Autor, Bilder zu zeichnen, die das Gefühl vermitteln, so könnte es gewesen sein. Ein Reisebericht, der keinesfalls trocken ist, nein, man merkt, es waren Menschen, die reisten und Menschen wurden aufgesucht.