Stumme Tränen - Ostfrieslandkrimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Stumme Tränen - Ostfrieslandkrimi' von Elke Bergsma
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Stumme Tränen - Ostfrieslandkrimi"

Ein neuer Fall für Büttner und Hasenkrug



Verfolgt von einem zunehmend bedrohlich auftretenden Stalker, flüchtet sich die erfolgreiche Kölner Autorin Helen Rössling auf den Bauernhof ihrer Freundin Jutta im vermeintlich beschaulichen Ostfriesland. Doch schnell ist es auch hier mit der Idylle vorbei, als am Trockenstrand von Upleward die Leiche eines Mannes aufgefunden wird. Zum Entsetzen von Sebastian Hasenkrug wird Helen, mit der er Jahre zuvor eine kurze romantische Beziehung hatte, zur Hauptverdächtigen in diesem Mordfall. Obwohl Hasenkrug fest von Helens Unschuld überzeugt ist, sprechen auch im Laufe der weiteren Ermittlungen, die die Polizisten bis ins zwielichtige Emder Rotlichtmilieu führen, viele Indizien gegen sie - auffallend viele, wie Hauptkommissar David Büttner findet.

In der Büttner/Hasenkrug-Reihe erschienen sind auch: „Windbruch“, „Das Teekomplott“, „Lustakkorde“, „Tödliche Saat“, „Dat witte Lücht“, „Puppenblut“, "Schweigende Schuld", "Fluchträume"

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:356
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Stumme Tränen - Ostfrieslandkrimi"

  1. Großstadtprobleme im ruhigen Ostfriesland

    Zum siebten Mal ermitteln Büttner und Hasenkrug nun schon im idyllischen Ostfriesland. Diesmal haben sie es mit einem Großstadtproblem zu tun, dass ihre Heimat aufmischt.

    Inhalt:
    Die Bestsellerautorin Helen Rössling wird von einem Stalker belästigt. Sie flieht aus Köln zu ihrer Freundin Jutta ins idyllische Ostfriesland. Wenige Tage später wird eine Leiche am Trockenstrand von Upleward entdeckt. Die Ermittlungen führen zu Helen, die sich als alte Bekannte Hasenkrugs entpuppt. Sie wird schwer belastet und obwohl die Kommissare an ihre Unschuld glauben, wird der Fall immer verzwickter und führt schließlich ins Emder Rotlichtmilieu.

    Setting und Stil:
    Überraschend beginnt das Buch in Köln und wechselt erst dann nach Ostfriesland. Beide Handlungsorte werden ausführlich beschrieben und es fällt leicht, sich dorthin zu versetzen. Das ruhige und entspannte Leben in Ostfriesland steht im Gegensatz zu dem Kriminalfall und so wird es nie langweilig auf dem flachen Land.
    Elke Bergsma hat einen angenehm erzählenden Schreibstil, bei dem ausführliche Gespräche der Charaktere nicht fehlen dürfen. Die Sichtweise wechselt häufig. Die Kapitel enden gerne mit einem Cliffhanger und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

    Charaktere:
    David Büttner und Sebastian Hasenkrug sind ein eingespieltes Team und während der eine seinen Hund hat, der gerne mit in Wohnungen hinein genommen wird, hat den anderen eine Liebesbeziehung aus seiner Vergangenheit eingeholt. Beides solide Charaktere, die ihren Job ernst nehmen und sich, egal welche Richtung der Fall auch nimmt, zurecht finden.
    Ansonsten steht vor allem Helen Rössling im Mittelpunkt. Sie hat einiges durchzumachen und es scheint ihr jemand etwas Böses zu wollen, der vor nichts zurückschreckt.
    Ihr Mann, ihre Freunde, Feriengäste und Einwohner erwachen vorm Auge des Lesers und erfüllen das Buch mit Leben. Dazu gesellt sich natürlich der Täter und danach wird einmal kräftig durchgemischt und das spannende Miträtseln kann beginnen.

    Geschichte:
    Stalking, Rotlichtmilieu und Morde mischen sich zu einem funktionierenden Potpourri, das man zu Beginn des Buches in keinster Weise vermutet hätte. Ein bisschen gestört haben mich die Ermittlungs-, bzw. Verhörmethoden der Ermittler. Auf dem Land mit kleiner Besetzung scheint es da etwas anders abzulaufen, als man vermutet. Die privaten Momente für das Ermittlerteam sind für den siebten Band einer Serie ziemlich eingeschränkt. Die Gespräche enthalten manchmal Wiederholungen durch wechselnde Gesprächspartner.
    Die Handlung ist in sich abgeschlossen und lässt keine Fragen offen. Der nächste Fall kann also kommen.

    Fazit:
    Elke Bergsma ist es erfolgreich gelungen, mich in ihr Ostfriesland zu entführen. Das Buch liest sich flüssig und dank der vielen Spannungsmomente ist es kaum aus der Hand zu legen. In der Handlung steckt weit mehr, als man anfangs vermuten mag und so kann ich jeden Krimifan nur ermutigen, zum Buch zu greifen. Der Ausflug nach Ostfriesland zeigt, dass es auch auf dem flachen Land einige Geheimnisse geben kann.

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  1. Lesestoff

    Elke Bergsma: Stumme Tränen

    Eine erfolgreiche Schriftstellerin, ein Stalker, ein starkes Ermittlerduo, ein undurchsichtiger Journalist und allerlei fragwürdige Gestalten. Das sind die Zutaten für diesen Ostfrieslandkrimi.

    Elke Bergsma schreibt flüssig mit gekonntem Spannungsverlauf. Alle paar Kapitel endet eines mit einem rechten Cliffhanger. Da kann man dann wirklich nicht aufhören.

    Wer zwischendurch was anderes tun will, zum Beispiel Atmen, Essen, Trinken, der soll sich eine Stelle inmitten eines Kapitels suchen und ja nicht das Kapitel zu Ende lesen wollen, denn dann …

    Eigentlich müsste ich ja jetzt die Story erzählen, das tue ich aber nicht, denn ich denke, dieses Buch will gelesen werden.

    Empfehlung für alle Krimifreunde: Lesestoff!

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