Spiel der Zeit

Buchseite und Rezensionen zu 'Spiel der Zeit' von Jeffrey Archer
3.65
3.7 von 5 (3 Bewertungen)

Die Schicksale zweier Familien. Eine verborgene Wahrheit. Das Ringen um Freundschaft und Liebe.

England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind ...


»Spiel der Zeit« ist der erste Band von Jeffrey Archers großem historischen Familienepos »Die Clifton-Saga« ...


Format:Taschenbuch
Seiten:560
Verlag: Heyne Verlag
EAN:9783453471344

Rezensionen zu "Spiel der Zeit"

  1. bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 21. Jul 2016 

    Leider nicht mein Buch

    KARLS REZENSION

    Klappentext

    Die Schicksale zweier Familien. Eine verborgene Wahrheit. Das Ringen um Freundschaft und Liebe. England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. 'Spiel der Zeit' ist der erste Band von Jeffrey Archers großem historischen Familienepos 'Die Clifton-Saga'.

    Der Autor
    Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos Die Clifton-Saga stürmte die englischen und amerikanischen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheirat, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.

    Meine Meinung

    Story
    Der aus armen Verhältnissen stammende Harry Clifton bekommt die Chance auf eine Eliteschule zu gehen, was für ihn eine einmalige Chance ist aus seinem Leben mehr zu machen, als das vorbestimmte Leben eines Hafenarbeiters. Dieses ist für seine Mutter eine große Belastung, denn sie muss trotz Stipendium vieles Bezahlen und das Geld ist immer knapp.

    Schreibstil
    Jefferey Archer wählt einen Schreibstil, der auch für mich neu ist und der mir persönlich absolut nicht gefallen hat. Er erzählt die Geschichte zunächst aus Sicht von Harry Clifton, dann nochmal aus der Sicht von seiner Mutter sowie aus der Sicht von anderen Charakteren. So wird einiges immer wieder wiederholt, wie in einer Endlosschleife und die Spannung flaut dadurch total ab.

    Charaktere
    Die Charaktere werden gut und verständlich beschrieben, wirken aber teilweise sehr blass. Ich konnte wenig mitfühlen und keine Sympathie aufbauen. Solche Charaktere hat man Irgendwo schon einmal gesehen.

    Mein Fazit

    Ich nehme es vorweg, ich bin von dem Buch sehr enttäuscht. Ich hatte mich so sehr auf die Serie gefreut, ein guter Autor, eine Sage die das 20.jahrundert abdeckt und dann sowas. Es ist eine reine Familiensaga, keinerlei bezugnehmend auf historische Ereignisse (zumindest im ersten Teil). Die Saga wurde mir Ken Follett`s Jahrhundert Saga verglichen, welch ein Frevel. Für Leser die reine Familien Sagas mögen, mag die Serie vielleicht interessant sein aber für Leser, die mehr erwarten als familiäre Intrigen, ist die Serie eine Enttäuschung. Hinzu kommt der ungewöhnliche Erzählstil, bei dem man alles immer wieder doppelt erfährt. Das Buch hätte mit der Hälfte der Seitenzahl auskommen können. Schade drum, aber ich kann leider nur zwei von fünf Stern / Leseratten geben und kann das Buch nicht empfehlen. Aber macht euch selber ein Bild, das ist immer das Beste.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Mai 2016 

    Der Beginn einer wunderbaren Familiengeschichte

    Schon durch das wunderbare Cover bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Im ersten Moment kommt einem der Gedanke an die Titanic. Aber die war ja zu der Zeit in der das Buch spielt, bereits längst versunken. Auf mich wirkt es, wie ein Bild aus einer anderen Zeit. Damals sind Menschen aus den verschiedensten Gründen ausgewandert - meist nach Amerika, meistens mit dem Schiff. Die elegante Frau, die auf das Schiff zugeht, sieht schon so aus, dass sie sich die damals teure Schiffspassage gut leisten kann. Das Bild läßt einen weiter träumen und nachdenken. Denn scheinbar geht es um eine Familiengeschichte. Dann der Buchtitel "Spiel der Zeit", es wird also über einen längeren Zeitraum gehen. Vielleicht erfahre ich auch etwas über verschiedene Generationen in den jeweiligen Epochen. Das waren so meine Gedanken beim Betrachten des Buches. Und dann habe ich mir auch den Rest angesehen. Schön, dass im Klappumschlag vorn und hinten, jeweils ein Familienstammbaum der handelnden Personen ist. So kann man sich besser zurecht finden. Und ich habe auch noch vor dem Lesen gesehen, dass das Buch weitergeht, denn hinten ist ja bereits die Ankündigung für den 2. Band der großen Clifton Saga.

    Es geht um Harry Clifton. Er wird 1920 in England geboren. Seine Mutter Maisie muss ihn allein großziehen, da ihr Ehemann unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist. Das ist für die Mutter unter den damaligen Umständen gar nicht leicht. Sie wohnt mit Harry bei dem Rest ihrer Familie, alles ist eng und es ist nur wenig Geld vorhanden. Am Hafen, wo er sich oft herumtreibt, lernt er Old Jack kennen. Dieser erkennt das Potential in dem Jungen und unterstützt Maisie in den Bemühungen Harry zu fördern. Ein Stipendium verhilft Harry zu einer guten Schulbildung. An der Eliteschule befreundet er sich Giles. Durch ihn er lernt er auch Emma kennen und verliebt sich in sie. Doch Harry hat einen mächtigen Gegner. Hugo, der Vater von Giles und Emma, versucht alles um Harry und Maisie zu schaden.

    Wie alles weitergeht, wie sich die Geschichte und die Charaktere weiterentwickeln, dass muss jeder selbst lesen. Und es kommt ja noch mehr, denn das war nur der erste Teil einer Trilogie, der ein wirklich dramatisches Ende hatte.

    Der Schreibstil und der Aufbau des Buches gefallen mir ausgesprochen gut. Es liest sich flüssig und gut hintereinander weg. Ach ja und die Idee, das Buch aus den verschiedenen Perspektiven, also erst aus Harrys Perspektive, dann aus der von Maisy zu schreiben, finde ich genial.

    Das Ende war dann grandios. Jetzt stehe ich mir offenem Mund da und möchte eigentlich, natürlich und vor allem sofort lesen, wie es weitergeht!
    Hier also die absolute Leseempfehlung an alle.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Dez 2015 

    Im Verborgenen wirken

    Schon als Kind sticht Harry Clifton aus der Masse hervor wie ein Leuchtfeuer. Lieber als die Schule besucht er seinen Freund Old Jack Tar, der in einem ausrangierten 1. Klasse Bahnwagon wohnt. Dieser wagen steht auf dem Gelände der Handelsschifffahrtslinie der Barringtons. Erst als sich herausstellt, dass sich Harrys Stimme bestens als Solo-Stimme für den Chor eignet, die Chorleiterin aber nur Kinder, die Lesen und Schreiben können in ihren Chor aufnimmt, kann Harry überzeugt werden, in die Schule zu gehen. Von dort aus bekommt er wegen seiner Stimme und auch wegen seiner inzwischen außerordentlichen schulischen Leistungen ein Stipendium an einer weiterführenden Schulde. Dort lernt er Giles Barrington kennen, der sein bester Freund wird.

    Natürlich ist Harry in allem eine Ausnahme, eine tolle Stimme, seine Intelligenz, sein freundlicher Charakter. Trotz seiner einfachen Herkunft scheint ihm eine glänzende Zukunft vorbestimmt. Immer wieder finden sich Förderer, die sich seiner annehmen und seiner Mutter ist kaum ein Opfer zu groß, um den Teil seiner Bildung zu finanzieren, der nicht durch Stipendien gedeckt ist. Dabei bleiben Harry und Giles treue Gefährten. Unerklärlich scheint,weshalb Giles´ Vater so eine starke Abneigung gegen Harry empfindet.

    In den Jahren 1920-1939 angesiedelt fühlt man sich an die Bilder aus Downton Abbey erinnert. Die Zeit zwischen den Kriegen, in der althergebrachte Sitten langsam von neuen Ideen abgelöst werden. Standesunterschiede beginnen nach und nach ihre Bedeutung zu verlieren. Dennoch ein Prozess, der nur langsam vorangeht. Mit Begeisterung folgt man Harry durch seine Schulzeit bis zu seinem Weg nach Oxford. Manches mal fiebert man mit, wenn es um das Geheimnis um den Tod seines Vaters geht. Man empfindet mit ihm den süßen Schmerz seiner ersten großen Liebe und erträgt tapfer den Schicksalsschlag des Beginns des zweitens Weltkriegs, dessen Ausbruch alles ändert. Schon ist man durch diesen ersten Teil der Clifton-Saga geflogen. Ein Buch, von dem man sich nur ungern trennt und von dessen Fortsetzung man hofft, sie möge einen ebenso in den Bann ziehen wie dieses Werk. Im Übrigen ist die Reihe laut Autoren web.site auf sieben Teile angelegt, von denen bisher fünf erschienen sind. Man darf also gespannt sein, was der Autor für die Freunde von Harry und Giles noch in petto hat.
    4,5 Sterne