Something in the Water - Im Sog des Verbrechens: Thriller

Rezensionen zu "Something in the Water - Im Sog des Verbrechens: Thriller"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 09. Sep 2019 

    Großartiger Stil, langatmige Geschichte

    Catherine Steadman schreibt extrem ausdrucksstark und bildlich, trotzdem kann ihr Stil nicht über die Längen des Buches hinwegtäuschen. Der im Klappentext erwähnte Tauchgang des frisch verheirateten britischen Paares Erin und Mark beginnt erst auf Seite 130. Davor quält man sich durch fragmentarisch erzählte, langweilige Hochzeitsvorbereitungen und Einblicke in Erins Arbeit als Dokumentarfilmerin. Hier führt sie kurze und nichtssagende Interviews mit drei Häftlingen für ihre nächste Doku. Natürlich sind die Begegnungen später wichtig, aber im ersten Teil des Buches passiert kaum etwas und das Setup ist einfach viel zu lang. Auch nach dem geheimnisvollen Fund auf Bora Bora kann die Autorin die Spannung nicht kontinuierlich halten. Es gibt einige fesselnde Momente, für meinen Geschmack jedoch zu wenige für über 450 Seiten Thriller.

    Ein großes Problem war für mich dabei der Hauptkonflikt. Der lässt sich schnell zusammenfassen: Ein wohlhabendes, privilegiertes Pärchen hat nach einer Kündigung Angst, seinen hohen Lebensstandard zu verlieren und macht deshalb eine Menge dumme, illegale Sachen. Es fällt mir wirklich schwer, mit den beiden Protagonisten mitzufühlen. Sie nehmen den Fund aus dem Meer aus Gier an sich und werden anschließend immer leichtsinniger. Vor allem Mark ist mir von Anfang an unsympathisch, weshalb mich die Wendung am Ende nicht überrascht hat. Der Verlust seines Jobs als Finanzexperte soll vermutlich Dringlichkeit erzeugen, aber das rechtfertigt nichts, was das Paar tut. Sie konnten sich immerhin zwei teure Wochen Flitterwochen im Südpazifik leisten, da kann die finanzielle Not nicht allzu groß sein. Erin liefert als Ich-Erzählerin mehr Einblicke in ihre Gedankengänge, aber verstehen kann ich ihre Entscheidungen trotzdem nicht. Der wunderbare Stil der Autorin konnte da leider nicht viel rausreißen.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 13. Jul 2019 

    Gute Geschichte

    Der Prolog ist perfekt gelungen - Spannungsaufbau gleich zu Beginn des Buches, genau wie es sich in einem Thriller gehört. Für wen schaufelt Erin ein Grab? Führ ihren Ehemann?

    Daweil hat doch alles so toll begonnen - Hochzeit von Erin und Mark, und anschließend die Flitterwochen auf Bora Bora. Nichts trübt ihre Flitterwochen, bis sie eine folgenschwere Entdeckung auf dem Grund des Meeres machen und beschließen diese geheim zu halten.

    Zurück in London häufen sich seltsame Vorfälle - Erin weiß nicht mehr wem sie noch trauen kann. Von nun an muss sich das Paar ungeahnten Herausforderungen stellen.

    Die Geschichte ist wirklich gut erzählt - nach dem Spannungsaufbau im Prolog ist aber eher ein Spannungsrückgang gekommen. Eine gut erzählte Geschichte, in der ich aber Nervenkitzel und weitere Spannungsmomente vermisst habe. Manchmal wirken die beiden Protagonisten auch etwas zu naiv für meinen Geschmack.
    Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 02. Jul 2019 

    Hätte spannender sein können

    Erin und Mark verbringen ihre Flitterwochen auf Bora Bora und genießen die glücklichen, unbeschwerten Tage. Bei einem Tauchausflug stoßen sie auf eine Tasche mit wertvollem Inhalt. Die beiden beschließen, den Fund zu vertuschen und ihn zu behalten. Doch dann häufen sich beunruhigende Vorfälle.

    Auf diesen Thriller war ich sehr gespannt, weil er ein ansprechendes Cover hatte und auch die Beschreibung sehr spannend klang.
    Der Einstieg gelang mir nicht ganz so gut. Ich brauchte etwas, um in die Geschichte rein zu kommen und das Gelesene gedanklich zu ordnen. Auch fehlte mir zu Beginn die Spannung, die mich dazu bringt, weiterlesen zu wollen. Die Spannung insgesamt baute sich bei mir nur zögerlich auf. Gerade bei einem Thriller hätte die Spannungskurve für meinen Geschmack bereits viel früher deutlich nach oben gehen müssen.
    Die Charaktere wurden nicht klar genug beschrieben. Mehr Tiefe und mehr Details wären schöner gewesen. So konnte ich mich mit keinem identifizieren und auch nicht mit ihnen mitfiebern. Sie blieben mir insgesamt zu blass.
    Die Erzählvariante der Ich-Form aus Erins Sicht fand ich gut gewählt. Diese Perspektive mag ich durchaus gerne, weil ich dadurch meist sehr gute Einblicke in den Hauptcharakter und dessen Gedanken bekomme.
    Die Story selbst gefiel mir gut. Es gab auch interessante Wendungen, die passend in die Geschichte eingebaut wurden. Leider gab es auch ein paar Längen, durch die sich die Story doch etwas zog.

    Eine interessante Grundidee, die hätte spannender umgesetzt werden können. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.