So finster, so kalt: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'So finster, so kalt: Roman' von Diana Menschig
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5 von 5 (2 Bewertungen)

Als Merle Hansen nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes‘ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Format:Taschenbuch
Seiten:384
Verlag: Knaur TB
EAN:9783426514931

Rezensionen zu "So finster, so kalt: Roman"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 25. Feb 2015 

    Schön Düster!

    Ich habe eine Schwäche für eher düster Bücher, die sich mit Märchen Thematiken beschäftigen. Daher war Diana Menschigs Roman für mich natürlich perfekt *g* Sie baut eine schöne Atmosphäre auf und gerade das Vermischen von Realität und unheimlichen Elementen hat mir gut gefallen. Vor allem die Frage ob die Hauptfigur langsam anfängt durchzudrehen oder doch etwas mehr dahinter steckt, das war für mich glaubwürdig dargestellt und hat auch den Leser länger im unklaren gelassen was es nun wirklich damit auf sich hat. Dadurch wurde eine gelungene Spannung aufgebaut.
    Für meinen Geschmack hätte es zwar die romantischen Elemente weniger gebraucht, aber das ist eher persönliche Präferenz und hat daher nicht so viel mit dem Erzählstil zu tun - und der ist mir dann doch etwas wichtiger. :zwinker:

    Ich habe das Lesen jedenfalls sehr genossen und hätte noch Stundenlang darin schmökern können. Ich bin regelrecht in der Handlung versunken und gerade das ist für mich immer ein Indiz für ein wirklich gutes Buch!
    Einzig die Romantik war für mich einfach nicht nötig...

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Apr 2014 

    Ein gruseliges Märchen

    Inhalt:
    Die Großmutter von Merle Hänssler ist gestorben und ihr Vater macht gerade eine Reise mit dem Wohnmobil durch Kanada. So kümmert sie sich um den Nachlass und entdeckt dabei ein Dokument in dem es um die Geschichte des Hauses geht. Im 16. Jahrhundert soll ihr Vorfahr Hans mit seiner Schwester in dem Haus gewohnt haben und seltsame Dinge sind geschehen.
    Merle weiß das ihre Oma sich sehr mit dieser Geschichte beschäftigte und denkt es ist eins der üblichen Märchen doch dann verschwinden Kinder aus dem Dorf und Merle glaubt immer mehr an diese komischen Geschichten...

    Meine Meinung:
    Märchenadaptionen finde ich total Klasse und auch dieses hier musste ich lesen. Finden sich doch hier direkt mehrere Märchen wieder.

    Dabei beginnt das Buch recht normal. Wir begleiten meistens die Anwältin Merle, die unter Alpträumen leidet und deren Oma gestorben ist. Die Alpträume tut sie ab mit dem Stress wegen einem Prozess, der frischen Trennung von ihrem Freund und natürlich auch die Trauer um ihre Oma. Alles ein bisschen viel auf einmal. Sie reist in das kleine Örtchen im Schwarzwald und schon geht es ihr besser. Sie schläft wieder und fühlt sich trotz der Situation wohler und doch geht etwas merkwürdiges vor.

    Als Leser weiß man nie was ist nun Märchen was könnte genauso geschehen sein. Daniela Menschig hat eine Fantasygeschichte geschrieben die in manchen Teilen genauso Realität gewesen sein. Da fragt man sich als Leser schon wie viel Wahrheit liegt in einem Märchen.
    Diese Geschichte ist ganz nah an Hänsel und Gretel angelehnt und das merkt man doch immer wieder. Doch auch andere Märchen finden hier einen Platz An der STelle an der Hänsel und Gretel aufhörte geht es hier in dem Buch in einer Art weiter die einen gruseln lässt. Ein einsames Häuschen und sehr unheimliche Dinge ließen mich so manches Mal frösteln. Gepaart ist das ganze mit einer Vermisstengeschichte von Kindern. So fragt man sich aus mehreren Gründen wie das Ganze wohl enden wird.

    Die Kapitel sind nicht allzu lang und haben immer recht aussagekräftige Überschriften. Wir begleiten mal Merle aber auch mal Jakob, der später dazu kommt und lesen auch aus dem 16. Jahrhundert von Hans. So nach und nach schaut man tiefer in die Vergangenheit und kann so manche Eigenheit von Mago, der Großmutter von Merle verstehen.
    Der Schreibstil ist dabei flüssig und leicht zu lesen. Man taucht ein in ein Märchen für Erwachsene bei dem es alles gibt. Hexen, einen Wolf und Kinder die mehr wahrnehmen wie die Erwachsenen.

    Die Protagonisten sind dabei nicht sehr viel beschrieben, aber das ist auch gar nicht schlimm. Merle lernt man am besten kennen und bei ihr gibt es auch eine gewisse Tiefe.
    Die Großmutter dagegen ist nur durch Erzählungen präsent und auch die Kids haben eher eine Nebenrolle wenn auch eine sehr wichtige.
    Doch das ist gar nicht weiter schlimm, weil die Geschichte selbst das ist was wichtig ist. Die Geschichte und das Märchen.

    So finster, so kalt hat mich zum gruseln gebracht und mich manchmal zweifeln lassen was nun echt und was Märchen ist