So bitter die Schuld

Rezensionen zu "So bitter die Schuld"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Okt 2016 

    Wieder absolut großartig

    „Der Körper unter ihr regte sich nicht. Stattdessen gab er nach. Da, wo eigentlich Rippen den Brustkorb stärken sollten, war nichts als eine weiche Masse unter ihrer Hand zu spüren.“
    Als Josi erkennt, wer die bis zur Unkenntlichkeit entstellte Leiche ist, reißt es ihr den Boden unter den Füßen weg. Dieser Tote ist ihr bester Freund Dirk. Was hat ein geheimnisvoller Brief mit dessen Tod zu tun? Die Erklärung reicht zurück bis in Josis Vergangenheit im Kinderheim. Wenn Josi dieser nicht auf die Spur kommt, werden noch mehr Menschen sterben.
    Ein packender Thriller über Schuld, Verdrängung und die Dämonen der Vergangenheit von Bestseller-Autorin Melisa Schwermer. (Quelle Amazon)

    Mit dem Buch "So bitter die Schuld" hat Melisa Schwermer wieder einen Thriller geschrieben, der dem Leser den Atem raubt und ihn das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Zumindest ging es mir so. Von ihrer ersten Geschichte an bin ich ein großer Fan der Autorin und ihre Bücher wurden jedes mal noch besser. Wie das möglich ist, weiß ich nicht, aber der Autorin ist es jedes mal gelungen noch eine Schippe draufzulegen.

    Ihre Geschichte um die Machenschaften in einem Kinderheim und die Folgen bis in die heutige Zeit ist absolut stimmig und spannend und man fiebert mit den meist sympathischen Protagonisten mit. Ich konnte zwar nicht immer ihre Beweggründe nachvollziehen, aber ich war ja auch nie in einer vergleichbaren Situation und bin auch ganz anders aufgewachsen.

    Der Schreibstil der Autorin hat etwas ganz besonderes. Er ist so bildhaft, dass der Leser direkt in der Geschichte mit dabei ist. Man kann beim Lesen sogar den Regen riechen und die Geräusche wahrnehmen. Es tut mir ja fast schon leid, aber es gibt absolut nichts negatives zu berichten, außer vielleicht, dass das Buch leider viel zu schnell verschlungen war und wir wieder eine lange Zeit auf etwas Neues warten müssen.

    Darum geht es auch gar nicht anders und ich vergebe 5 von 5 Punkten und den Favoritenstatus plus Leseempfehlung an alle Thrillerfans. Lest die Bücher von Melisa Schwermer, sie sind der Hammer.

    © Beate Senft

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Sep 2016 

    Abrechnung mit der Vergangenheit

    Josie findet den bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten, leblosen Körper ihres Freundes Dirk vor der eigenen Tür. Warum legt der Mörder ihn genau vor ihrer Tür ab? Hängt es vielleicht damit zusammen, dass Dirk ihr kurz vor seinem Tod noch etwas mitteilen wollte? Was war es? Warum redete er von diesem merkwürdigen Brief, den er kurz vorher im Keller seiner Adoptivmutter gefunden hatte?

    Schon dieser Anfang hat es in sich und ich verspreche, die Geschichte lässt einen nicht mehr los. In einem Vergangenheitsstrang erfahren wir von Kindern, die in einem Kinderheim leben und denen es dort offensichtlich nicht gut geht. Was haben diesen beiden Erzählperspektiven gemeinsam? Welche Geschichte verbirgt sich dahinter?

    Melisa Schwermer erzählt uns hier eine Geschichte, bei der man sich von Anfang an Gedanken um die Geheimnisse der Protagonisten macht. Als Leser versucht man hinter die Geheimnisse zu kommen und eine Lösung zu finden. Jedoch macht sie es uns schwer die richtige Lösung zu finden. Es gelingt einem, durch immer wieder neue Erkenntnisse, lange nicht die Hintergründe der Ereignisse zu erkennen. Zudem wird mit psychologischer Raffinesse die Spannung von Kapitel zu Kapitel gesteigert. Die hohe Grundspannung des Geschehens sorgt dann dafür, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen mag und sich total gefesselt und gebannt wiederfindet.

    Für mich gibt es für diesen Thriller wieder verdiente fünf Sterne und die Empfehlung an alle - diesen Thriller muss man gelesen haben.