Sieben Tage voller Wunder: Roman

Rezensionen zu "Sieben Tage voller Wunder: Roman"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 08. Okt 2019 

    Überlebenskampf...

    Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt, mitten in Kanadas endlose winterliche Wildnis und das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan bei dem Flugzeugabsturz mit dem Leben davon, doch die nächsten Tage verlangen ihnen das Äußerste ab, vor allem, als mit jeder Stunde, die vergeht, die Hoffnung auf Rettung schwindet. In der verschneiten kanadischen Wildnis kämpfen sie ums Überleben. Wird ihnen gemeinsam gelingen, woran ein Einzelner scheitern muss?

    Nachdem ihr Freund sie betrogen hat, lässt sie ihn in London zurück und sucht für einige Wochen Zuflucht bei ihrer Schwester in Kanada. Als sie zurückfliegen will, verspätet sich der Abflug, weil das Flugzeug erst einmal von Eis befreit werden muss. Hannah entspannt sich aber, als das Flugzeug sich durch die ersten Turbulenzen des aufziehenden Sturms gekämpft hat und schläft schließlich sogar in ihrem Sitz ein.

    Diese Ruhe währt jedoch nicht lang - Hannah erwacht plötzlich vom kollektiven Aufschrei der Passagiere. Kurz darauf geschieht, was man sonst höchstens in den Nachrichten sieht: die Maschine stürzt ab. Hannah und der Mann neben ihr sitzen im Heck des Flugzeugs, das durch den Aufprall vom Rest der Maschine abgerissen wird - und sind fortan auf sich allein gestellt. Von den anderen Passagieren gibt es keine Spur, und es grenzt an ein Wunder, dass die beiden mit dem Leben davon gekommen sind.

    Weit und breit nur Schnee und Eis und als einziges Lebenszeichen die Spuren wilder Tiere - händeringend versuchen sich Hannah und Logan an ihre alten Pfadfinderzeiten zu erinnern und Möglichkeiten zu finden, weder zu erfrieren noch zu verhungern oder von Raubtieren gefressen zu werden. Jede weitere Stunde Überleben ist hart erkämpft, und der einzige Trost ist, dass sie in dieser Lage nicht allein sind. Doch besteht wirklich die Hoffnung auf Rettung?

    Für einen Roman von Dani Atkins weist dieser einen erstaunlich geringen Umfang auf. Nachdem mich ihre bisherigen Werke überzeugen konnten, war ich trotzdem neugierig, was die Autorin bei deutlich reduzierter Seitenzahl zuwege brachte.

    Nun, die Geschichte selbst ist so wie sie ist ausreichend erzählt - hier hätte ich mir keine weiteren Erläuterungen gewünscht. Leider blieben für mich die Charaktere zu sehr an der Oberfläche und kamen mir diesmal nicht wirklich nahe. Und was für mich ausschlaggebend für die 'nur-3-Sterne-Wertung- war, war die überraschende Wendung am Ende, die zwar eine deutliche Botschaft transportierte, mir aber zu gewollt und für mich nicht im Bereich des Vorstellbaren war.

    Alles in allem eine nette Unterhaltung, jedoch insgesamt kein Buch, das bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Für mich jedenfalls nicht Dani Atkins stärkster Roman...

    © Parden