Sibirischer Wind: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Sibirischer Wind: Thriller' von Ilja Albrecht
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Der Mörder, der aus der Kälte kam …


Bei seinem Morgenspaziergang am Wannsee wird der 72-jährige Industriemagnat Friedrich Lautenschläger brutal zusammengeschlagen und erschossen. Für Kiran Mendelsohn, der gemeinsam mit dem eigenwilligen Kommissar Bolko Blohm die Ermittlungen leitet, tut sich ein Abgrund aus illegalen Machenschaften, Waffen- und Menschenhandel auf. Doch nichts kann ihn vorbereiten auf die Skrupellosigkeit des wahren Killers, der eine Seite in Kiran weckt, die der junge Ermittler eigentlich für immer vergessen wollte.


Format:Taschenbuch
Seiten:320
EAN:9783442382279

Rezensionen zu "Sibirischer Wind: Thriller"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 28. Dez 2015 

    Sibirischer Wind

    Ilja Albrecht
    Sibirischer Wind
    Blanvalet

    Autor: Ilja Albrecht, 1967 in Frankfurt am Main geboren, zog 1988 für sein Studium nach Berlin und erlebte dort den Mauerfall. Als Diplom-Kommunikationswirt ist er seit 2000 im Bereich eMarketing für internationale Unternehmen tätig. Nach einer Station in den USA lebt Ilja Albrecht heute gemeinsam mit seiner Frau im südlichen Mittelmeer auf Malta. Sibirischer Wind ist sein erster Roman. (Quelle: Blanvalet)

    Kiran sitzt in seinem Stammlokal und freut sich schon über seine bevorstehenden Zwei Wochen Urlaub. Doch plötzlich kommt die Staatsanwältin, die gleichzeitig seine gute Freundin ist, Elenore ins Lokal und berichtet ihm von einem Mord an Friedrich Lautenschläger. Dieser ist ein sehr hochrangiges Tier, dass schon länger in Verbindung mit dubiosen Geschäften genannt wird. Bisher hat sich aber noch niemand getraut gegen ihn zu ermitteln. Elenore teilt Ihm ebenfalls mit, dass Sie möchte, dass er an den Ermittlungen teilnimmt. Und das, obwohl Kiran schonlange nicht mehr im Feld tätig war. Aus Freundschaft sagt er jedoch zu und hilft dem jungen Team bei deren Ermittlungen.

    Das Buch besteht aus 26 Kapiteln und einem Prolog, in welchem uns die Handlung erzählt wird. Dabei baut der Autor um die Hauptperson ein Mysterium auf, das einem zum Weiterlesen animiert. Natürlich bekommen wir auch Erklärungen geliefert, jedoch kommen diese nur Stück für Stück und sind selbst dann noch sehr indirekt. Das ist wirklich toll und baut eine Menge Spannung auf. Damit geht auch einher, dass wir über Kiran nicht alles zu Beginn erfahren, sondern sein Leben dem Leser nur sehr dossiert erzählt wird. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es sich bei Sibirischer Wind um einen sehr ruhigen Krimi handelt, der kaum Actionszenen besitzt. Wenn jedoch mal eine auftaucht, dann ist sie eher kurz gehalten, wird dafür aber sehr detailliert erzählt. Damit liest es sich teilweise, als würde man einen Actionfilm schauen, dies ist aber wirklich toll gemacht und passt zu dem eher ruhigen und überlegten Kiran. Allgemein lässt sich über die Charaktere kaum meckern, da sie wirklich sehr gut zusammenpassen.

    Cover: Das Cover ist grau/weiß gehalten und hat schwarze Umrandungen. Wir sehen einen Fernsehturm aus einer Stadt herausragen. Der Autor ist in Rot geschrieben und fällt somit auch sofort ins Auge. Mit dem Inhalt des Buchs hat das Cover nicht direkt was u tun aber dafür mit dem Schauplatz, in dem die Handlung spielt.

    Fazit: Sibirischer Wind ist kein actiongeladener Krimi, aber das muss es ja auch nicht immer sein. Alles in dem Buch ist aufeinander abgestimmt und passt hervorragend zusammen. Mir haben die knapp drei Tage wirklich Spaß gemacht, weshalb ich ohne lange zu Überlegen 5/5 Sternen gebe.

    Klappentext: Der Mörder, der aus der Kälte kam …
    Bei seinem Morgenspaziergang am Wannsee wird der 72-jährige Industriemagnat Friedrich Lautenschläger brutal zusammengeschlagen und erschossen. Für Kiran Mendelsohn, der gemeinsam mit dem eigenwilligen Kommissar Bolko Blohm die Ermittlungen leitet, tut sich ein Abgrund aus illegalen Machenschaften, Waffen- und Menschenhandel auf. Doch nichts kann ihn vorbereiten auf die Skrupellosigkeit des wahren Killers, der eine Seite in Kiran weckt, die der junge Ermittler eigentlich für immer vergessen wollte. (Quelle: Blanvalet)

    Titel: Sibirischer Wind
    Autor: Ilja Albrecht
    Genre: Thriller
    Verlag: Blanvalet
    Preis: 8,99
    ISBN: 978-3-442-38227-9
    Seiten: 320

    http://wurm200.blogspot.de/

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Okt 2014 

    Mörderisches Treiben in Berlin

    Der Mord an einem Großindustriellen wirbelt einigen Staub auf und das neue Ermittlerteam stößt auf Machenschaften, die gar nicht zu dem äußeren Bild des Opfers passen. Spannend, informativ und gute Leseunterhaltung.

    Inhalt:
    Der Industriemagnat Friedrich Lautenschläger wird am Wannsee erschossen, alles deutet auf einen Profi hin. Profiler Kiran Mendelson und Kommissar Bolko Blohm leiten die Ermittlungen und stoßen schnell auf Spuren, die sie zu illegalen Machenschaften führen, die in Richtung russische Mafia deuten. Die Jagd nach dem Täter beginnt und führt zurück in die Geschichte.

    Setting und Stil:
    Ilja Albrecht schafft es hervorragend, seine Handlungsorte vor den Augen des Lesers zum Leben zu erwecken. Man meint fast selbst vor Ort in Berlin zu sein und sich mit den Ermittlern auf Spurensuche zu begeben.
    Man folgt durchgehend Kiran und sieht nur seine Sicht des Falls. Neue Informationen kommen durch ausführliche Gespräche ans Tageslicht.

    Charaktere:
    Kiran und Bolko sind ein interessantes Ermittlerteam, das im Verlauf des Buches ganz gut zueinander findet. Dabei kommen mir Kirans Profiler-Fähigkeiten zu kurz, liegt aber vielleicht auch daran, dass der Täter schwer fassbar ist und traditionelle Polizeiarbeit besser greift. Vielleicht ändert sich das ja in den nächsten Fällen.
    Das restliche Team und die Vorgesetzen, die man nur erlebt, wenn Kiran anwesend sist, sind ebenfalls eine interessante Charaktermischung, die ruhig mehr Auftritte verdient hätte.
    Der Täter bleibt lange verborgen, ist eine Überraschung und bietet eine interessante Geschichte, die einiges an historischem Wissen vermittelt.
    Insgesamt eine Mischung mit Potential, der ich gerne wieder beim Ermitteln zusehen werde.

    Geschichte:
    Der Tod des Großindustriellen lässt die Polizei ziemlich große Geschütze auffahren. Der Fall zieht gewaltige Kreise, die Presse spielt ebenfalls eine Rolle und die Wurzeln alles Übels liegen etliche Jahre zurück. Eine gelungene Mischung, wobei mir das Mafia-Informationssammeln viel zu inszeniert und lang war.
    Ansonsten eine gute Mischung aus Fall und persönlichem Hintergrund, die den Leser fesselt.

    Fazit:
    Ilja Albrechts erster Thriller ist ein gelungenes Debüt. Ein interessantes Ermittlerteam, spannende Verwicklungen, ein herausfordernder Täter und ein Setting, mit dem viele etwas anfangen können. Ein spannender Roman mit Anspielungen auf die nicht zu lang zurückliegende Geschichte, den ich Thrillerfans ans Herz legen kann, die gerne miträtseln und sich auf Höhe der Ermittler befinden.