Seelen im Eis: Island-Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Seelen im Eis: Island-Thriller' von  Yrsa Sigurðardóttir
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Seelen im Eis: Island-Thriller"

Ist jetzt also der Tag der Abrechnung gekommen? Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen… Yrsa Sigurdardóttir hat einen gespenstisch gruseligen und unglaublich spannenden Thriller geschrieben, den man nur bei verriegelten Türen und Fenstern lesen sollte. Eiskalt, gespenstisch und fesselnd: Dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven

Format:Taschenbuch
Seiten:362
EAN:9783596195336

Rezensionen zu "Seelen im Eis: Island-Thriller"

  1. Gänsehaut-Feeling!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Mai 2016 

    Ódinn und Rún sind Vater und Tochter. Die beiden, aber vor allem Rún, haben den Tod von Ódinns Exfrau Lára zu überwinden. Sie ist aus dem Fenster gestürzt. - Ódinn findet die Todesumstände recht merkwürdig und bekommt deswegen immer wieder komische Anwandlungen: er hört und sieht Dinge, die eigentlich nicht da sind. Hinzu kommt, dass Ódinn den aktuellen Fall von seiner erst kürzlich verstorbenen Arbeitskollegin Róberta übernehmen muss. Bei diesem Fall handelt es sich um das Erziehungsheim in Krókur, wo es 1974 einen tragischen Unfall (oder Mord?) gegeben hat, bei dem 2 Jungen ihr Leben lassen mussten. Òdinn ahnt ja noch gar nicht, wie sehr er selbst und seine Tochter Rún einen Bezug zu den Geschehnissen von damals hat ...

    Dieses Buch wird kapitelweise und abwechselnd in der Gegenwart, in der Ódinn und Rún leben und in der Vergangenheit (1974), wo sich alles um das Erziehungsheim in Krókur dreht und wo die junge Protagonistin Aldís vorübergehend arbeitet, erzählt.

    Besonders gefallen haben mir aber die Abschnitte, die im Jahre 1974 spielten, denn da ging es einige Male ziemlich unheimlich und gruselig zu. - Bei einer Stelle habe ich sogar >die Gänsehaut meines Lebens< bekommen. ;D

    Also es war nicht nur spannend, interessant und unheimlich zu lesen. Auch der Schluss war eine Überraschung, die ich so gar nicht erwartet habe.

    Òdinn war mir zu Beginn gar nicht so sympathisch, seine Tochter dafür umso mehr. Im Laufe des Buches hat sich das aber umgedreht. Òdinn konnte an Sympathie gewinnen und Rún wurde immer unheimlicher, kühler/kälter und unnahbarer dargestellt.

    Alles in allem war das Buch aber zu meiner Zufriedenheit geschrieben. Mit dem Schluss hatte ich keine Probleme - den habe ich nun eben auch so akzeptiert.

    Deswegen vergebe ich hier gerne auch 5 Sterne!

  1. Eisiges Island

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 24. Aug 2014 

    Vor kurzem erst ist Odinns Ex-Frau bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben gekommen. Ein tragischer Unfall befindet die Polizei. Um sich gut um seine 11jährige Tochter kümmern zu können, nimmt Odinn eine andere Tätigkeit auf. In der Behörde ist die Tätigkeit zwar etwas öde, aber regelmäßig. Als eine Kollegin plötzlich stirbt, übernimmt Odinn ihre letzte Untersuchung, die sie nicht mehr abschließen konnte. Dabei geht es um die Vorgänge vor fast 40 Jahren in einer Art christlicher Besserungsanstalt für Jungen. Damals kamen zwei Jugendliche auf ungewöhnliche Weise ums Leben. Auch damals wurde die Sache als Unfall deklariert.

    Odinn ahnt nicht, welch unheilvolle Entwicklung er in Gang setzt. Nach dem Tod seiner Frau, sind er und seine Tochter noch lange nicht fertig mit der Trauer. Fast scheint der Geist Laras sie zu verfolgen. Beide schlafen schlecht und haben Albträume. Die Untersuchung verschlimmert die Sache beinahe noch, denn in der Unterlagen seiner Kollegin findet Odinn mehr Ungereimtheiten als vermutet.

    Voller düsterer Spannung liest sich dieser Roman wie ein Suspense-Thriller. Die Dunkelheit des nordischen Winters färbt die Bilder der Vorstellung schwarz-weiß. Dazu passend die niedergedrückte Stimmung Odinns und seiner Tochter. Auch wenn man vielleicht früh ahnt durch den Prolog noch bestärkt, welche Richtung ein Teil des Unheils nehmen wird, so ist man über andere Wendungen doch überrascht und bestürzt über die kleinbürgerliche Enge, die zu Ereignissen führt, die sich niemand jemals wünschen kann. Ein grausam packendes Buch, mit dem die Autorin ihre Leser nicht schont.
    3,5 Sterne