Schuld bist du: Psychothriller

Rezensionen zu "Schuld bist du: Psychothriller"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Jun 2016 

    Spannung der Extraklasse

    Inhalt:
    Jakob Auerbach ist Journalist und kommt gerade von einer Dienstreise aus Vietnam. Er freut sich auf seine Freundin und seine Tochter. Er ist ganz verwundert als er seine Wohnung leer vorfindet. Sämtlich Möbel sind verschwunden nur an einer Fensterscheibe steht mit Blut: Schuld bist Du! Hat sich seine Freundin Anne einen makaberen Scherz mit ihm erlaubt. Er macht sich auf die Suche nach den Beiden ohne dabei zu bemerken das er derjenige ist der gejagt wird.

    Meine Meinung:
    Jutta Maria Herrmann hat mich mit Hotline, ihrem Debüt überzeugt und ich sehnte den nächsten Thriller von ihr schon herbei. Schuld bist Du ist nun endlich erschienen und begeisterte mich nicht weniger als Hotline.

    Als Leser begleitet man zum einen Jakob Auerbach, zum anderen aber auch eine unbekannte Frau an einem Krankenbett eines Mannes, der im Koma liegt. Wie die beiden Stränge zusammenhängen erfährt man allerdings erst zum Schluss.

    Bis dahin liest man von der Suche von Jakob, aber auch von merkwürdigen Ereignissen. Es wird schon recht verworren, was hier die Spannung aus macht. Es ist schier unmöglich sich einen Reim auf alles zu machen und ich habe es irgendwann auch gar nicht mehr versucht. Denkt man man hat es, kommt wieder eine Wendung die alle Gedanken zunichte machen. So bleibt das Buch von Anfang bis zum Ende spannend und unterhaltsam, aber auch sehr rätselhaft. Fast jedes Kapitelende wird mit einem Cliffhanger beschlossen so das man am liebsten immer weiter lesen möchte.

    Die Figuren sind genauso geheimnisvoll wie die Story.
    Jakob ist Journalist und auf der Suche nach Freundin und Tochter. Mit der Zeit merkt man jedoch das mit ihm etwas nicht stimmen kann. Nur was nicht stimmt bleibt lange im Verborgenen
    Tamara ist eine Zeit lang seine Begleitung. Sie waren mal ein Paar und nun hilft sie ihm beim Suchen. Doch warum macht sie das?
    Anne und Mia sind die Gesuchten von Ihnen erfährt man nur das sie Freundin und Tochter sind.
    Die Frau im Krankenhaus erzählt dem Mann eine Geschichte. Eine Geschichte die auch erst zum Ende hin Sinn ergibt.

    So ist Schuld bist Du ein Buch der großen Verwirrung. Irgendwann weiß man als Leser nicht mehr was wirklich passiert, was Hirngespinste sind und wie es wohl weiter gehen könnte. Spannung der Extraklasse

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Jun 2016 

    Jäger und Gejagter in Berlin

    Der Journalist Jakob Auerbach kehrt gerade von einer achttägigen Geschäftsreise aus Vietnam zurück und kommt zurück in seine Berliner Wohnung. Diese findet er jedoch leergeräumt vor. Er glaubt erst an ein Versehen seinerseits, sollte der Umzug aufs Land doch erst morgen vonstatten gehen und dann an einen makabren Scherz seiner sieben Jahre jüngeren Ehefrau Anne. Anne war beleidigt und verletzt, dass er sie mit Umzugsvorbereitungen vollkommen allein gelassen hat. Am Fenster findet er eine Nachricht vor, rote Buchstaben sagen: „Schuld bist Du“. Als er immer noch unschlüssig in der Wohnung herumsteht, kommt eine Maklerin mit eigenem Schlüssel herein, in ihrem Schlepptau, ein Ehepaar, dass die Wohnung besichtigen möchte. Anne hat die Wohnung bereits zwei Tage zuvor an den Vermieter übergeben. Verunsichert aber auch verärgert begibt er sich nach Niederschönwalde zum neuen Heim der Familie. Er, der lieber in Berlin wohnen geblieben wäre, hatte dem Drängen Annes nachgegeben, da er einsah, dass es für die achtjährige gemeinsame Tochter Mia ein schöneres Aufwachsen bedeuten würde. Doch von diesem Augenblick an beginnt für Jakob eine Zeit des Suchens, Jagens, er macht seltsame Begegnungen, unverständliche Nachrichten und Anrufe gehen ein. Was hat das alles zu bedeuten?

    Die Autorin Jutta Maria Herrmann legt mit „Schuld bist Du“ ein wahres Kleinod der Thrillerkunst vor - alles kann, nichts muss sein wie es zuerst erscheint. Gekonnt spielt sie mit den Gefühlen von uns Lesern, lässt uns hoffen und zittern, führt uns in die Irre und lässt uns zweifeln – Hochspannung à la Hitchcock ist bei der Lektüre garantiert. Den perfekt angelegten Spannungsbogen kann die Autorin das gesamte Buch durch aufrecht erhalten, die Hintergründe bleiben lange nebulös. Die Sprache und der Schreibstil sind beachtenswert und flüssig, was das Lesen angenehm macht.

    Nur zu gerne vergebe ich diesem Psychothriller seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter an Leser, die starke Nerven haben und durchdachte Thriller mit tiefen Charakteren und einer brillanten Story lieben.