Scherbenkind: Kriminalroman

Rezensionen zu "Scherbenkind: Kriminalroman"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Dez 2016 

    Die Scherben der Vergangenheit

    Beim Stuttgarter Polizeipräsidium geht ein anonymer Anruf von einem Kind ein. Sie wisse, wer der Täter des Toten vom Schrebergarten wäre. In diesem alte Fall, den Hauptkommissarin Verena Sander gerade wieder neu bearbeiten muss, wurde der Tote bisher nicht identifiziert. Nach ersten Recherchen, stellt man fest das der Anruf aus dem Haus der Familie Lohmann kam. Verena Sander und ihr Kollege Messmer gehen dem nach, erfahren aber von der Familie nichts was ihnen weiter hilft. Doch bei Lohmanns Tochter Sina findet Verena einige Dinge in ihrem Zimmer die sie sehr sonderbar findet, jedoch keinen Anhalt auf ein kleines Kind. Auch die Mutter-Tochter Beziehung scheint nicht gerade gut zu sein, den die Mutter liebt nur ihre Hunde. Dieses Kind ist wie vom Erdboden verschluckt und unauffindbar zu sein. Lediglich ein Poster in Sinas Zimmer, zeigt eine Metal Band bei der, der Tote zuletzt ein Bandmitglied war. In den weiteren Ermittlungen, kommt Verena einer furchtbaren und fast unmöglichen Tragödie auf die Spur, bei der sie selbst an ihre Grenzen stößt.

    Meine Meinung:
    Nach Blutopfer, der zweite Fall von der Kripobeamtin Verena Sander aus Stuttgart, jedoch für mich das erste Buch der Autorin. Es ist ein unheimlich spannender, fesselnder und gut detaillierter Kriminalfall, der mich total in den Bann gezogen hatte. Man merkt an den Informationen, aber auch an den Handlungsweisen der Ermittler, das die Autorin sehr wohl weiß, wovon sie schreibt. Da Britt Reißmann selbst bei der Mordkommission tätig ist, sind ihre Recherchen gut ausgearbeitet und gründlich durchdacht. Dies habe ich bisher noch selten bei einem Krimi erlebt. Auch die Story selbst hat mich so sehr gefesselt und begeistert, das ich dieses Buch kaum mehr weglegen wollte. Natürlich hat die Geschichte mit fast 500 Seiten schon eine gewisse Länge, die man im Anbetracht der Spannung aber gar nicht merkt. Für mich war es ein faszinierendes Buch und sicher nicht das letzte von dieser Autorin. Das Cover hat dagegen recht wenig mit dem Titel und Inhalt des Buchs zu tun, ich nehmen an es ist eine Statue aus Stuttgart. Von mir gibt es für diesen psychologischen Kriminalfall 5 von 5 Sterne.

    Ich kann diesen Krimi nur weiterempfehlen!!!

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Okt 2016 

    Solider Ermittlerkrimi

    Klappentext
    Abgründig und beklemmend: Hochspannung aus Stuttgart

    Stuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur.

    Die Autorin
    Britt Reißmann war Intarsienschneiderin und Sängerin. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart, eine Erfahung, die auch in ihre Krimis einfließt. Für ihren Roman Der Traum vom Tod wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet.Scherbenkind ist ihr zweiter Krimi im Diana Verlag. Britt Reißmann lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.

    Meine Meinung

    Story
    Nach langer Zeit hatte ich mal wieder Lust auf einen Kriminalroman und so entschied ich mich für Scherbenkind. Worum es genau geht, könnt ihr im Klappentext lesen.
    Der Einstieg in den Roman begann schon mit einem spannenden und vielversprechenden Prolog. Leider hatte ich aber schon nach wenigen Seiten eine Vorahnung, die später leider bestätigt wurde. Britt Reißmann hat hier einen guten Ermittlerroman hervorgebracht, der spannend ist und sich mit dem Thema der Persönlichkeitsspaltung befasst, was die Autorin meiner Meinung nach gut recherchiert hat. Zudem führt die Autorin uns ein wenig in die Musik/Rocker Szene ein, was das Buch etwas aufgelockert hat.
    Man bekommt als Leser einen guten Einblick in die Ermittlungen der Kriminalpolizei und wie Verena und ihre Kollegen es mehr oder weniger gut schaffen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Für mich ein solider, durchschnittlich guter Krimi,

    Schreibstil
    Das Buch ist leicht zu lesen. Zu Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit den vielen Namen und diese richtig zu zuordnen. Dennoch ein guter, flüssig lesbarer Roman mit tolle Wendungen und hochaktuellen Themen

    Charaktere
    Die Charaktere in dem Roman waren gut dargestellt und sehr authentisch. So richtig für einen bestimmten begeistern konnte ich mich aber nicht. Was sicherlich am Genre Krimi liegt, welches ich nicht so oft lese. Trotzdem passten die Charaktere gut in die Handlung hinein. Vielleicht fehlt mir einfach das Wissen aus dem ersten Band "Blutopfer", um mir die Charaktere noch besser vorstellen zu können.

    Mein Fazit

    Für mich, die selten Krimis liest, ein guter, solider und gut recherchierter Krimi. So richtig packen konnte es mich aber dennoch nicht, was nicht am Buch, sondern an meinen Lesegewohnheiten lag.
    Britt Reißmann hat sich an ein schwieriges Thema gewagt und dieses gut eingearbeitet. Von Schizophrenie, über Missbrauch bis hin zum Mord ist alles vorhanden.
    Ich gebe dem Buch eine gute durchschnittliche Bewertung mit 3,5 von fünf 5 Leseratten/Sternen und eine Empfehlung für alle Leser, die gerne deutsche Ermittlungthriller lesen.