Schattenlicht: Biografischer Roman Teil 2

Buchseite und Rezensionen zu 'Schattenlicht: Biografischer Roman Teil 2' von Martin Bühler
5
5 von 5 (4 Bewertungen)

Lange erwartet die Fortsetzung der Schattenlicht-Trilogie mit dem zweiten Teil
Der Erste Teil ist ein Bestseller bei Amazon und lange auf Platz eins in der Kategorie Geschichte Deutschland

Dieser Teil erzählt die Geschichte meines Vaters während des zweiten Weltkriegs.
Mein Vater für den NS-Arbeitsdienst verpflichtet und anschließend zur Wehrmacht eingezogen. Zunächst noch in Deutschland stationiert, gelingt es meinem Vater, neben dem Kriegsdienst das externe Abitur zu erwerben. Sogar Chemie kann er studieren, auch noch während seiner Kommandierung nach Norwegen. Doch dann wird in seinem persönlichen Tagebuch seine Haltung gegen Nazis und Krieg entdeckt, es folgt eine Strafversetzung zu SS-Einheiten an die Ostfront...

Wie kam es zum ersten Teil der Schattenlicht-Trilogie?
Im Jahr 2001 entrümpelte ich nach vielen Jahren den Dachboden im Haus meines verstorbenen Vaters. In einer gut verschlossenen Holzkiste fand ich seine von ihm niedergeschriebene Lebensgeschichte. Ich setzte mich hin und begann zu lesen. Die Geschichten über die nostalgischen 20er Jahre, über die ich mir eigentlich nie Gedanken gemacht hatte, begeisterten mich. Ich tauchte ein in die Armut der Nachkriegszeit, aber auch in eine Zeit, in der ideelle Werte die oberste Priorität hatten.

Format:Kindle Edition
Seiten:223
EAN:

Rezensionen zu "Schattenlicht: Biografischer Roman Teil 2"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Aug 2015 

    "Geschichte" mal anders.........

    Ich habe bereits schon vor einiger Zeit "Schattenlicht 1" gelesen und war total begeistert. Endlich mal nicht diese "trockene Geschichte", so wie ich sie aus der Schule kannte.

    Ich höre sehr gerne zu, wenn mir Verwandte über diese Zeit etwas erzählen und manche Dinge kann ich mir kaum vorstellen. Diese Generation hat viele schöne Erinnerungen, aber wieviel Grausamkeit hat sie auch erlebt. Allerdings konnten sie nichts dagegen machen......."Befehlsverweigerung" hatte teilweise den eigenen Tod zur Folge. Also gegen den Strom schwimmen...........nein, das ging gar nicht. Selbst die ehemals "besten Freunde" wurden plötzlich zu "Feinden".
    Was doch eine Uniform aus manchen Menschen machte und wenn sie dann noch mit Orden bestückt war...........Heute sammeln Menschen solche Orden und bezahlen dafür sogar oft viel Geld. Z.B. das "Eiserne Kreuz" darf in keiner Sammlung fehlen......Unschuldige Menschen wurden getötet und Familien zerstört......was für ein Gefühl muß das eigentlich sein, wenn man solch einen Orden in den Händen hält....? Oft spürt man selbst im Urlaub heute noch den Hass gegen "die Deutschen" und das habe ich selbst schon erlebt. Anscheinend wurde aus der Angst während des Krieges purer Hass und obwohl Generationen zwischen uns liegen, wurde ich mit Worten angegriffen. Eigentlich kaum zu glauben.........

    Wie komme ich auf diese Aussagen.....?
    Während des Lesens von "Schattenlicht 2" sind mir diese Gedanken immer wieder durch den Kopf gegangen. Martins Vater wäre selbst gerne gegen den Strom geschwommen, aber das ging eben nicht. Was Martin Bühler in diesem Roman von seinem Vater schreibt, das kenne ich zum Teil aus den Erzählungen meiner Verwandten. Seine Gedanken und Gefühle...........teilweise kann man sogar seine Einsamkeit in dieser schweren Zeit ganz deutlich lesen. Er war ein Soldat, auch wenn er eine Luftwaffenuniform trug. Für ihn war diese Uniform unheimlich wichtig, denn er wollte sich damit eigentlich von den Soldaten etwas "abgrenzen". Die Bevölkerung in den anderen Ländern wollte nichts mit den deutschen Soldaten zu tun haben. Deshalb flüchteten sie natürlich auch vor Martins Vater und wiesen ihn an der Haustür ab..........und wie sehr hätte er sich doch den Kontakt zu diesen Menschen gewünscht. Er hätte alles für sie getan............Wie oft dachte er in solchen Situationen an seine Heimat und an sein Elternhaus.

    Allerdings hat Martins Vater in dieser Zeit auch unheimlich viel erreicht. Wer besteht schon während des Krieges sein Abitur und studiert Chemie......!? Jede freie Minute hat er gelernt, jede Mark hat er für seine Ziele ausgegeben........und seine Kameraden gingen feiern. Dafür muß ich Martins Vater wirklich bewundern. Harte Disziplin gegenüber sich selbst............

    Und was passiert Martins Vater in Norwegen...!?
    Seine Gutmütigkeit wurde von seinen Kameraden ausgenutzt und das Maschinengewehr war weg. Ihm saß die Angst im Nacken, denn solch ein Wachvergehen würde mit Sicherheit Konsequenzen haben..........und es kam noch viel schlimmer!
    Martins Vater vermißte plötzlich sein persönliches Tagebuch. Hier hatte er seine Haltung gegen Nazis und den Krieg aufgeschrieben.......
    Es folgte die Strafversetzung an die Ostfront zur SS-Einheit in der Tschechei. Überall hin, aber bloß nicht zur SS..........der Kompaniechef blieb jedoch hart. Tja, Martins Vater hatte eben die "falsche politische Einstellung"...........und er mußte sofort abreisen.

    In dieser Kaserne begann eine harte Zeit für ihn.........er wurde gedemütigt und sogar verspottet. Martins Vater zeigt immer wieder seinen starken Lebenswillen. Wahrscheinlich rettete dieser ihm sogar manchmal das Leben........

    Auch in "Schattenlicht 2" hat der Autor Martin Bühler wieder die Aufzeichnungen von seinem verstorbenen Vater verarbeitet und für mich ist es ein Bestseller geworden. Ein Roman mit einem flüssigem Schreibstil, der teilweise unter die Haut geht. Ich hatte oft das Gefühl, als ob sein Vater mir seine Lebensgeschichte selbst erzählt.

    Was mich etwas gewundert hat, aber nichts mit dem Inhalt des Romans zu tun hat......
    Es gibt keinen kurzen Rückblick auf "Schattenlicht 1" und warum schreibt man die Kapitelübersicht zum Schluß?

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 16. Jul 2015 

    große Klasse

    Unglaublich diese Geschichte, ich habe das Buch wieder in zwei Tagen und Nächte gelesen. Schon der erste Teil war einmalig geschrieben, fesselnd und authentisch. In diesen Büchern wird das Leben pur erzählt, ob es um geschichtliche Hintergründe geht oder das Leben des Vaters von Herr Bühler. Man taucht ein und am Ende schrie ich nach dem dritten Teil der hoffentlich bald auf den Buchmarkt kommt.

    Suchtgefahr ist groß wenn Sie liebe Leser das erste Buch lesen, aber mit diesem Teil sind Sie abhängig.

    Ich bin fasziniert von den Hintergründen und Willensstärke des Vaters, geschockt über die Gräueltaten der Nazizeit, habe mit gelitten, geschichtliches aufgezogen und ziehe den Hut vor dieser damaligen Generation. Es innert mich sehr über die Erzählungen meiner Großmutter und Tante. Schreibstilmässig große Klasse. Bestseller-Niveau!

    Viel Erfolg Herr Bühler und bitte schreiben Sie etwas schneller, mein Vater und ich können kaum stillhalten!

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Jul 2015 

    "Schattenlicht" 2, sehr interessant und berührend

    Nachdem mich der erste Teil in seinen Bann gezogen hatte, konnte ich die Fortsetzung der Biografie des Vaters von Martin Bühler kaum erwarten. Er berichtet weiterhin sehr realistisch und detailliert, sodass der Leser das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu stehen. Seine Gedanken über die Mitmenschen und die Geschehnisse im Land sowie seine Erlebnisse sind sehr ausführlich wiedergegeben. Auch die Schilderung seines Überlebenskampfes hat mich sehr berührt. Diese Biografie gibt einen interessanten Einblick in den schrecklichen Teil der Geschichte Deutschlands, der so in keinem Lehrbuch zu finden ist. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Jul 2015 

    Schattenlicht Teil 2

    Nachdem der Vater des Autoren Martin Bühler die goldenen 20er, die gar nicht so golden waren, und damit auch Kindheit und Jugend hinter sich gelassen hatte, standen ihm erst recht schwere Prüfungen bevor. Abitur, abgebrochenes Studium, Überlebenskampf an der Ostfront - ich litt mit ihm ung gönnte ihm einen erfolgreichen Neuanfang nach dem Krieg. Einiges machte mich doppelt betroffen, erinnerte es mich doch an die Lebensläufe meiner Eltern. Berührend geschriebene Geschichte. Ich freue mich auf den angekündigten Teil III.