Schattenbiest: Kriminalroman (Ein Fall für Amy Laszlo 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Schattenbiest: Kriminalroman (Ein Fall für Amy Laszlo 1)' von Wolf Heichele
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3 von 5 (1 Bewertungen)

Erfrischende Frauenpower und außergewöhnliche Fälle!
Die erfahrene Agentin Amy Laszlo und ihre junge Kollegin Alice Pepper arbeiten für eine Spezialeinheit der amerikanischen Polizei, die sich mit außergewöhnlichen Fällen beschäftigt.
Zu ihren Aufgaben gehört die Aufklärung rätselhafter bis esoterischer Fälle, aber auch das Überprüfen von Alien-Sichtungen oder das Einfangen geklonter Mischwesen aus Mensch und Tier.

In atmosphärisch dichten Abenteuern sorgt die geballte Frauenpower der zwei Detektivinnen in jeder Folge für ein spannendes erfrischendes Leseerlebnis – und natürlich für jede Menge Gänsehaut!

LESEPROBE:
Dreitausend Meilen weiter westlich ärgerte sich eine vor Energie strotzende, blonde fünfundzwanzigjährige Agentin über einen Roboter, der vor ihrem Motelzimmer stand:
»Was zum Teufel tust du denn da? Ich hatte eine Cola bestellt, kein Dr. Pepper!«
»Es tut mir leid, Miss Pepper! Es kam zu einer Fehlanalyse meiner Informationsdaten. Ich werde den Fehler sofort korrigieren.«
»Ja, tu das. Ich habe Durst! Verdammt noch mal, da hat man einmal ein paar Tage Urlaub, und dann geht alles schief.«
Der Roboter rollte surrend davon – nicht ohne dabei mehrmals gegen die Wände im Flur zu stoßen, während er sich entfernte. Alice Pepper warf sich gefrustet auf das Bett ihres Hotelzimmers und zog ihr Handy heraus.
»Ruf Amy an!«, befahl sie ihm.

Amy fühlte sich wie die Katze vor dem Sprung. Gleich würde es soweit sein! Die Sonne spitzelte schon hinter den Wolken hervor. Jetzt würde sich jenes Zwielicht zeigen, auf das sie gewartet hatte. Ihr rechter Zeigefinger schwebte ungeduldig über dem Auslöser. Ausgerechnet in diesem Moment begann ihr Handy eine vibrierende Pirouette über den Eichentisch zu drehen.
»Verdammt, falscher Zeitpunkt!«
Doch Amy blieb hochkonzentriert. Sie ließ sich nicht ablenken – das hatte sie in zwanzig Jahren Berufsleben bestens gelernt. Endlich! Die Wolken bewegten sich ein Stück weiter und – einer Erlösung gleich – fiel ein paradiesischer Lichtstrahl auf die Erde. Ein Strahl, der das Land leuchten ließ wie ein Gemälde von Monet. Die Szene war absolut vollkommen. Amy drückte ab. Das Bild war im Kasten! Es konnte ihr keiner mehr nehmen. Ihre grünen Katzenaugen flammten vor Zufriedenheit auf.
Dann ergriff sie ihr Handy:
»Hallo, Alice.«
»Hey, Amy! Wie geht es dir? Was macht die Fotografie?«
Amy grinste.
»Du wirst es nicht glauben! Just in diesem Moment habe ich mein Bild bekommen. Wurde auch Zeit! Zwei Tage musste ich darauf warten. Stell dir das mal vor! Zwei Tage. Du hast also genau im richtigen Moment angerufen – oder sollte ich sagen, im falschen? Mein Handy hat sich nämlich gerade aufgeführt wie ein verrückt gewordener Käfer.«
»Oh, sorry. Das lag nicht in meiner Absicht«, antwortete Alice, »aber hey, es freut mich sehr, dass es bei dir so gut läuft. Bei mir geht nämlich leider alles schief. Das Motelzimmer ist extrem schmutzig, mein Van blieb gestern liegen und diese überambitionierten Kalifornier verwenden neuerdings Getränkeroboter anstatt von Getränkeautomaten. Kannst du das glauben? Meiner befindet sich leider noch im Entwicklungsstadium und ist nicht in der Lage, mir eine Coke zu bringen, sodass ich hier demnächst verdurste.«
Amy hörte, wie sich im Hintergrund eine metallische Stimme meldete: »Ihr Seven-up, Miss Pepper. Zum Wohl!«
Sie hörte Alice laut fluchen:
»Verdammt noch mal! Ich will eine Coke! Kein Seven-up! Kein Doktor Pepper! Sondern eine Cola! Ach, ich gebe es auf. Es wird wohl besser sein, wenn ich mir mein Getränk woanders besorge.«

Format:Kindle Edition
Seiten:54
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Schattenbiest: Kriminalroman (Ein Fall für Amy Laszlo 1)"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 22. Mär 2017 

    Auf der Spur des Mantikors

    Klappentext:
    Erfrischende Frauenpower und außergewöhnliche Fälle!
    Die erfahrene Agentin Amy Laszlo und ihre junge Kollegin Alice Pepper arbeiten für eine Spezialeinheit der amerikanischen Polizei, die sich mit außergewöhnlichen Fällen beschäftigt.
    Zu ihren Aufgaben gehört die Aufklärung rätselhafter bis esoterischer Fälle, aber auch das Überprüfen von Alien-Sichtungen oder das Einfangen geklonter Mischwesen aus Mensch und Tier.
    In atmosphärisch dichten Abenteuern sorgt die geballte Frauenpower der zwei Detektivinnen in jeder Folge für ein spannendes erfrischendes Leseerlebnis – und natürlich für jede Menge Gänsehaut!

    Rezension:
    Amy ist eine sehr sportliche, junge, aber bereits erfolgreiche Mitarbeiterin einer Polizei-Spezialeinheit für übernatürliche und von Außerirdischen verübte Verbrachen. Meist bildet sie mit der älteren Alice ein Team. Nachdem sie sich mit der Festnahme eines schon lange gesuchten, telepathisch begabten Verbrechers eigentlich ein paar freie Tage verdient hätte, wird sie von Alice zu Hilfe gerufen, denn die ist fast vor der eigenen Haustür über einen Mantikor ‚gestolpert‘.
    Wolf Heicheles kurzes Fantasy-Krimi-Abenteuer erinnert von Aufbau und Länge an einen ‚Groschenroman‘, was auch der im Titel angedeutete Reihencharakter unterstreicht.
    Die der Reihe zugrunde liegende Idee ist natürlich nicht gerade als neu zu bezeichnen, kann aber – wie die Erfahrung lehrt – durchaus tragfähig sein. Bekanntermaßen gibt es nicht wenige Fans derartiger phantastischer Krimi-Abenteuer. Amy, Alice und die wenigen Kollegen, die der Leser in dieser Geschichte kennenlernt, bleiben bisher zwar noch sehr ‚Hintergrund-los‘, doch das könnte sich in kommenden Bänden natürlich ändern. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, kommt diesem Band wohl eher der Charakter eines Trailers zu, der den (zukünftigen) Leser an die Protagonisten und den grundsätzlichen Charakter der zu erwartenden Handlungen heranführt. Auch wenn die Handlung dieses Auftaktbandes noch etwas ‚dünn‘ ausfällt (was sich nicht auf die Länge der Story bezieht), bietet die Idee doch durchaus Potential.

    Fazit:
    Der Auftakt dieser Fantasy-Krimi-Abenteuer-Reihe zeigt noch Schwächen, bietet aber durchaus tragfähige Grundlagen für zukünftige Handlungen.

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
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