Schattenbach: Ein Carozzi-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Schattenbach: Ein Carozzi-Krimi' von Christoph Wagner
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Schattenbach: Ein Carozzi-Krimi"

Trügerische Idylle in der Landgemeinde Schattenbach

Eine verschwundene Madonnenstatue, ein abgetrennter Finger, eine Frauenleiche, mit einem Rosenkranz ans Chorgestühl der Dorfkirche gefesselt - im idyllischen Schattenbach inmitten der Weinberge der Wachau geschehen makabere Dinge.
Und mittendrin: Mario Carozzi, Archäologe und Genussmensch mit einem Hang zu ausgefallenen Chili-Rezepten. Um sich vom Verdacht zu befreien, selbst der Täter zu sein, beginnt er seine privaten Ermittlungen und muss bald feststellen, dass sämtliche Honoratioren des Dorfes, vom Bürgermeister bis zum Pfarrer, einiges zu verbergen haben.
Christoph Wagners Krimi-Debüt: Eine fesselnde Detektivstory aus der bigotten Welt der österreichischen Provinz, garniert mit viel schwarzem Humor - und einigen höllisch scharfen Rezepten.

"Die Hauptfigur Mario Carozzi, die nach jahrelangem Mexiko-Aufenthalt nach Niederösterreich zurückkehrt, kämpft gegen das Unrecht in der scheinbar idyllischen Landgemeinde Schattenbach. Dabei verstrickt er sich aber immer weiter in einen Mordfall. Seine Erinnerungen an Mexiko und die kulinarischen Genüsse, mit denen er sich immer wieder in ferne Welten zaubert, halten ihn über Wasser. Wo die weite Welt auf ein kleines Nest trifft, kommt es nicht selten zu Konflikten. Scharfer Lesestoff für alle, die gerne in die Ferne schweifen."

Diskussionen zu "Schattenbach: Ein Carozzi-Krimi"

Format:Kindle Edition
Seiten:329
Verlag: Haymon Verlag
EAN:

Rezensionen zu "Schattenbach: Ein Carozzi-Krimi"

  1. Die Madonna

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 26. Jul 2018 

    Museumsdirektor mag er sich nicht nennen, schließlich betreut er die kleine Kunstsammlung des Ortes Schattenbach alleine. Mit der Belebung des Museums, bei dessen Schmuckstück es sich eine Madonnenfigur handelt, kommt der Archäologe Mario Carozzi nicht so recht voran. Da ist es im beschaulichen Schattenbach fast schon eine Sensation als die Figur verschwindet. So wertvoll ist die Madonna doch auch wieder nicht. Aber wieso war sie nicht in der Kirche untergebracht. Eine Anzeige bei Bürgermeister und Dorfpolizisten bringt nicht viel, außer dass Carozzi selbst unter Verdacht gerät und nun selbst beginnen muss, nach der Heiligenfigur zu fahnden.

    Gerade erst frisch angestellt wird aus dem Archäologen eine Art Privatermittler. Der Dorfsheriff macht sich seine Welt so wie sie ihm gefällt, was mit ordentlicher Polizeiarbeit nichts zu tun hat. Als Täter kommen nur der Zugereiste oder die neue Putzfrau in Betracht. Die Lage verschlimmert sich als eine Leiche gefunden wird. Nun wird es wirklich Zeit, den dörflichen Sumpf und Stumpfsinn zu durchdringen. Vielleicht wird die Madonna schon am internationalen Kunstmarkt angeboten. Wo kann es weitere Informationen über eine Heiligenfigur geben, wenn nicht in der Kirche des Ortes. Dort entdeckt Carozzi zwar weitere Figuren, aber keine Spuren.

    Man merkt, dass der Autor auch Kochbücher geschrieben hat, denn sein Ermittler schwelgt des öfteren in kulinarischen Genüssen. Interessant, wenn die Mahlzeiten je nach Gemütszustand schärfer werden. Auch seine Unbefangenheit um Umgang mit den Bewohnern des Asylantenheims nimmt einen für Carozzi ein. Auch wenn es vielen am liebsten wäre, den Täter dort zu sehen, Carozzi bohrt weiter nach. Was er bei seinen Forschungen findet, bietet ein Abbild des dörflichen Lebens, das an der Oberfläche idyllisch scheint und bei dem, schaut man näher hin, zutage tritt, dass auch auf dem Dorf unter einem Deckmäntelchen so manches Unheil verborgen ist.

    Dieser eher ruhige Krimi bietet stimmige Unterhaltung von einem, der sein Handwerk versteht.

    3,5 Sterne