Rollmopskommando: Thies Detlefsen 3

Rezensionen zu "Rollmopskommando: Thies Detlefsen 3"

  1. Ein Banküberfall

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 15. Okt 2020 

    Krischan Koch "Rollmopskommando" dieses Mal gelesen von Hinnerk Schönemann.

    Ich schätze Hinnerk Schönemann als Schauspieler, ehrlich. Aber als Leser von Krischan Kochs Küstenkrimi hat es mich etwas irritiert. Die mir bekannten Figuren kamen bei mir nicht so an, wie bisher. Den Stimmen der Protagonisten wurden ganz anders betont und gelesen. War etwas gewöhnungsbedürftig. Dennoch hat er akzeptabel gelesen.

    Thies Detlefsen langweilt sich mal wieder zu Tode. Die Angst, seine Wache könnte geschlossen werden, ist immer dabei. Doch plötzlich überfallen Räuber im Nachbarort die Raiffeisenbank. Eine große Summe Geld wird gestohlen und es fällt sogar ein Schuss. Getroffen hat es die Zahnärztin aus dem Ort. Nicole Stapenbek aus dem Kommissariat Kiel eilt Thies zu Hilfe. Denn kurz darauf findet man eine 2. Leiche. Nun haben beide mächtig viel zu ermitteln.

    Der 3. Band der nordischen Krimireihe hat mir jetzt nicht so sehr gefallen. Deshalb werde ich dann demnächst mich an den nächsten Band wagen. 3 Sterne war er mir wert.

  1. Kein Reihenhighlight...

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 07. Mär 2020 

    Kurz bevor sich Polizeiobermeister Thies Detlefsen aus dem nordfriesischen Fredenbüll zu Tode langweilt, kehrt das Verbrechen aufs platte Land zurück. Im Nachbarort überfallen Räuber die Raiffeisenbank. Dabei wird Oma Ahlbeck als Geisel genommen und ein ordentlicher Batzen Geld gestohlen. Am Ende fällt sogar ein Schuss und die ortsansässige Zahnärztin liegt tot am Boden. Die Täter flüchten nach Fredenbüll – verkleidet als Cowboy und Indianer, wie Augenzeugen zu berichten wissen. Als kurz darauf eine weitere Tote gefunden wird, ist das Chaos perfekt und Thies froh, dass er auch diesmal wieder von der Kieler Kommissarin Nicole Stappenbek unterstützt wird.

    Dieses Hörbuch ist der dritte Band der Reihe um POM Thies Detlefsen - und bislang eindeutig der schwächste. Die Geschichte selbst kommt daher in Wild-West-Manier, was zu dem ansonsten beschaulichen Leben im kleinen nordfriesischen Dorf an der Küste nicht so recht passen will. Auch wenn der Dorfpolizist sich freut, dass endlich mal wieder was los ist und dass dadurch die Schließung der keinen Polizeistation zumindest erneut herausgezögert werden kann, war es mir diesmal des Guten zu viel.

    Bereits in den vorherigen Bänden ('Rote Grütze mit Schuss' und 'Mordseekrabben') wirkten Plot und Charaktere überzogen, in Band 3 aber wirkt alles nur noch comichaft gezeichnet und von Klamauk geprägt. Während aber in den ersten Folgen die Erzählung durch die skurrilen Figuren jeweils einen ganz eigenen Charme entwickelte, geht das diesmal voll nach hinten los.

    Der Grund: ein Sprecherwechsel. Statt Bjarne Mädel, der den Figuren ein herrlich schräges Leben einhauchte, saß diesmal Hinnerk Schönemann am Mikro. Für mich leider eine komplette Fehlbesetzung. Fürchterliche Betonungen an den falschen Stellen und arg gestelzte Stimmnuancen verliehen den größtenteils mittlerweile vertrauten Charakteren plötzlich ein ganz anderes Gesicht. Das geht für mich gar nicht! So können auch 359 Minuten sich wie Kaugummi in die Länge ziehen - hier war ich echt froh, als das Trauerspiel endlich ein Ende hatte!

    Wie ich gesehen habe, war die Lesung von Hinnerk Schönemann denn glücklicherweise auch eine 'Eintagsfliege'. Folge 4 wird zwar nicht wieder von Bjarne Mädel gelesen, aber immerhin vom Autor selbst. Der sollte ja wohl wissen, wie er seine Charaktere zum Leben bringt! Ich bin daher sehr gespannt...

    © Parden