Red Honey

Buchseite und Rezensionen zu 'Red Honey' von Carola Kickers
NAN
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„Genießen Sie Red Honey, den neuen Duft, der die Sinne betört und ihrem Leben eine neue Dimension schenkt.“

Gabriel Stark führt nicht nur einen mächtigen Konzern, er gehört auch einer uralten Vampirgilde an. Sein Ziel ist nicht nur die Herrschaft über die Menschen zu gewinnen sondern auch die Gilde unter seine Kontrolle zu bringen.

Zur gleichen Zeit untersucht die junge Kripobeamtin Evi Fischer eine Serie rätselhafter Morde und stößt bei ihren Ermittlungen auf den mysteriösen Ruben Stark, Sohn des mächtigen Gabriel Stark, der gerade das neue Parfum Red Honey promotet.

Doch welche Pläne verfolgen die Starks? Und was hat Red Honey mit den Morden zu tun? Wird es Evi gelingen, die finsteren Pläne Gabriel Starks zu vereiteln?

Wörter: 25.675

Leseprobe:

Kurz vor 18 Uhr fanden sich Thilo Weinberg und Evi Fischer in den nüchtern gekachelten Räumen der Gerichtsmedizin ein. Doktor Siegfried Krug, der Pathologe, hatte ganze Arbeit geleistet. Bei dem Anblick der geöffneten Körper war selbst Thilo das sonst so freche Lachen vergangen. Überhaupt sah der Mittdreißiger mit den kurz geschnittenen, braun gelockten Haaren eher aus wie ein Überbleibsel der 70er-Jahre, zumindest was sein Outfit anging. Da hatte er so etliche Modetrends verpasst. Evi dagegen war, wie immer, sachlich aber modern gekleidet.

Am liebsten trug sie Hosenanzüge, mit Röcken und Kleidern hatte sie dagegen nicht viel im Sinn, obwohl ihr diese bei ihrer schlanken und durchaus weiblichen Figur gut gestanden hätten. Aber die Lust an diesen Kleidungsstücken war ihr seit ihrer Arbeit bei der Sitte gründlich vergangen. Zu oft hatte sie ihre Reize öffentlich zur Schau tragen müssen.

„Also, warum ich sie hergebeten habe“, begann Dr. Krug zu erklären, „ist die Tatsache, dass diese drei Leichen wirklich so gut wie keinen Liter Blut mehr in den Adern haben. Ihre Arterien wurden wie bei einer Blutspende angezapft. Allerdings war am Tatort so gut wie kein Blut zu finden. Ansonsten waren alle Drei recht gesund, bis auf die Leber dieses Kerls hier“, er deutete dabei auf die männliche Leiche.

Evi schnaubte verächtlich. Alkohol hatte das Leben ihres Vaters ruiniert. „Erzählen Sie mir nicht, die haben das freiwillig gemacht“, warf sie ein.

Der Pathologe schüttelte den Kopf. „Sie wurden mit GHB betäubt, ein geruchs- und geschmackloses Mittel, auch als Vergewaltigungsdroge bekannt. Da kommt jeder Technofreak dran.“

Thilo versuchte immer noch, seine Blicke von den Toten abzuwenden. „Dann sind sie sozusagen friedlich entschlafen“, bemerkte er auf die gewohnt zynische Art.

Evi seufzte ergeben. Womit hatte sie den verdient?

Dr. Krug fuhr ungerührt fort. „Ansonsten gibt es keine weiteren Gemeinsamkeiten, wenn man davon absieht, dass alle drei die gleichen Duftstoffe benutzten und diese bestehen – jetzt wird es interessant – unter anderem aus Pheromonen.“

„Na, dann hatten sie doch noch mal richtig Spaß“, versuchte Thilo, zu scherzen.

Dr. Krug sah ihn strafend an. „Ich habe den Duft analysiert, er besteht aus Tonkabohne, Moschus und einigen Fruchtkomponenten. Außerdem habe ich eine mir unbekannte Substanz darin gefunden, die dem menschlichen Blutplasma ähnelt, nur sehr viel stabiler. Ich werde da noch einige Tests machen müssen. Der Duft selbst ist guter Durchschnitt, würde ich sagen. Alles in allem, es handelt sich um Red Honey.“

„Sagt mir nichts“, murmelte Evi.

„Ist ja auch nicht die richtige Qualität für deinen Job“, unkte ihr Kollege.

Evis Blick zu ihm sprach Bände. Sie würde um einen anderen Partner bitten, sobald ihre Prüfung gelaufen war. Soviel stand für sie fest.

Format:Kindle Edition
Seiten:0
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