Rachekult: Thriller (Fuchs & Schuhmann, Band 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Rachekult: Thriller (Fuchs & Schuhmann, Band 2)' von Frederic Hecker
4.75
4.8 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Rachekult: Thriller (Fuchs & Schuhmann, Band 2)"

Format:Taschenbuch
Seiten:512
EAN:9783734109287

Rezensionen zu "Rachekult: Thriller (Fuchs & Schuhmann, Band 2)"

  1. Rache um jeden Preis

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 27. Mär 2021 

    Im 2. Band um Kriminalhauptkommissar Joachim Fuchs und seine junge Kollegin, die Fallanalystin Lara Schuhmann, geht es, wie schon in Band 1 ,,Totenblass“ um sehr ungewöhnliche Morde.
    Der Autor Frederic Hecker kennt sich in der Rechtsmedizin aus, was man bei den Schilderungen der Obduktionen merkt – detailliert, dennoch sachlich und neutral.

    Im brütendheißen Frankfurt sorgt eine brutale Mordserie für Schrecken. Ein langjähriger Freund von KHK Fuchs wird auf sehr merkwürdige Weise getötet und stirbt an ominösen Verbrennungen. Schnell gibt es weitere Opfer, und immer handelt es sich um Beamte aus den Reihen der Polizei.
    Allmählich wird Joachim Fuchs klar, dass es sich bei allen Opfern um teils ehemalige Polizisten handelt, die bei einem SEK-Einsatz gegen RAF-Terroristen beteiligt waren, bei dem einer der Terroristen erschossen wurde. Auch Joachim Fuchs war damals Teil des SEKs und der Fall lässt ihn bis heute nicht zur Ruhe kommen. Als dann auch noch eine Art Bekennerschreiben der gerade erst aus dem Gefängnis entlassenen Ex-Terroristin Marlies Bonkert auftaucht, ahnt Fuchs, dass auch sein Leben in Gefahr ist.
    Während im ersten Band Joachim Fuchs und seine Kollegin Kara Schuhmann noch etwas blass blieben, bekommen sie nun etwas mehr Ecken und Kanten. Bei Fuchs erfährt man etwas mehr von seiner Familie und seinem Sohn, der sich gerade mehr um Drogen als um seine Schullaufbahn kümmert. Auch Lara Schuhmann bekommt etwas mehr Privatleben, was sie auf jeden Fall interessanter werden lässt.
    Spannung kommt vor allem dadurch auf, dass KHK Fuchs durch seine Vergangenheit stark persönlich von dem Fall betroffen ist.
    Kurze, knappe Kapitel fördern den Lesefluss, falsche Fährten und immer wieder überraschende Wendungen steigern die Spannung bis zum actionreichen Schluss, der mir dann allerdings etwas zu happy end-mäßig vorkommt.

  1. Gespenster der Vergangenheit...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Mär 2021 

    In Frankfurt herrscht drückende Hitze, als ein enger Freund von Kriminalhauptkommissar Fuchs an ominösen Verbrennungen stirbt. Während Fuchs gemeinsam mit der jungen Fallanalystin Lara Schuhmann in dem rätselhaften Fall ermittelt, geschieht ein weiterer Mord. Der perfide Killer arbeitet mit ebenso ungewöhnlichen wie brutalen Mordwerkzeugen, doch die Taten erscheinen willkürlich. Bis eine Spur mitten in die Reihen der Polizei führt. Fuchs muss sich dem dunkelsten Kapitel seiner Vergangenheit stellen, um weitere Morde zu verhindern – und nicht selbst zum Opfer zu werden.

    Hach, manchmal ist das Ding mit der 2. Chance und so doch eine gute Idee. Obwohl der erste Band der Reihe um KHK Joachim Fuchs und seine Kollegin Lara Schuhmann mich nicht unbedingt überzeugen konnte, wollte ich den zweiten Band doch gerne lesen, da ich neugierig war, wie sich die Charaktere im kommenden Fall entwickeln würden und welche Aufgaben dann vor ihnen lägen. Und siehe da: die Schwachpunkte der ersten Folge (über weite Strecken stümperhafte und dilettantische Polizeiarbeit, ein Überhang an medizinischen Sachverhalten und pathologischen Details sowie eine Überstrapazierung von Kommissar Zufall) tauchen in Band zwei zu meiner großen Freude nicht mehr auf.

    Ob nun Übung den Meister macht oder ob der Autor sich kritische Anmerkungen zu Herzen genommen hat - dieser Band konnte mich überzeugen! KHK Joachim Fuchs gewinnt hier an Profil und ist, wie bald deutlich wird, bei den Ermittlungen zu den neuen Fällen persönlich involviert. Glaubhaft schildert der Autor zunächst die emotionale Achterbahnfahrt aus Unglaube, Trauer und Wut, als ein enger Freund des Ermittlers Opfer eines Anschlags wird. Es dauert ein wenig, bis klar wird, dass einige Morde der letzten Wochen trotz unterschiedlicher Modi Operandi auf das Konto desselben Täters gehen. Doch das Motiv bleibt lange im Dunkeln.

    Frederic Hecker ist hier ein spannendes Verwirrspiel mit überraschenden Entwicklungen gelungen. Bei all den brutalen Morden, bei deren Inszenierung der Autor teilweise sehr ins Detail geht, scheint es um Rache zu gehen. Aber wer oder was steckt wirklich dahinter? Trotz immer neuer Erkenntnisse und Entwicklungen müssen Joachim Fuchs und die Fallanalystin Lara Schuhmann feststellen, dass vermeintliche Erkenntnisse im Sande verlaufen und Schlussfolgerungen durchaus auch in Sackgassen landen können. Nach einem eher beschaulichen Anfang nimmt die Handlung zunehmend an Fahrt auf und endet in einem Showdown, der mich stellenweise das Atmen vergessen ließ.

    Ein flüssiger Schreibstil sowie meist kurze Kapitel von wenigen Seiten sorgen für einen zügigen Lesefluss. Kleine Cliffhanger am jeweiligen Kapitelende machen zudem neugierig auf die folgenden Seiten, so dass ich das Buch phasenweise kaum aus der Hand legen konnte. So wirken auch über 500 Seiten nicht unüberwindbar, sondern lassen einen gelungen in die Erzählung eintauchen. Auch die Schilderung der Hauptcharaktere erfährt in diesem Band das rechte Maß, so dass die Personen authentisch wirken und Handlungen und Entscheidungen nachvollziehbar werden.

    Alles in allem sorgt der zweite Band um die Ermittler Fuchs und Schuhmann für spannende Unterhaltung, die - na klar - unbedingt Lust auf eine Fortsetzung macht!

    © Parden

  1. Sehr spannend und authentisch

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Mär 2021 

    In Frankfurt wird ein enger Freund von Kriminalhauptkommissar Joachim Fuchs auf schreckliche Weise getötet. Doch die Hintergründe werfen Fragen auf, denen Fuchs mit seiner Kollegin, der Fallanalystin Lara Schuhmann, nachgeht. Dann geschehen weitere perfide Morde und die Spur führt in die Reihen der Polizei. Und auch Fuchs muss sich seiner Vergangenheit stellen.

    Mich haben sowohl das tolle Cover als auch der spannend klingende Klappentext sehr angesprochen. Ich war total gespannt auf diesen Thriller. Es war bereits der zweite Band um Fuchs und Schuhmann, doch auch ohne Vorkenntnisse ließ sich dieser zweite Band hervorragend lesen.
    Der Schreibstil war sehr flüssig und bildhaft. Ich konnte mir alle Personen und Szenen prima vorstellen. Zusätzlich war der Schreibstil sehr mitreißend und fesselnd, so dass ich ganz schnell in einen super Lesefluss kam.
    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Insbesondere Fuchs und Schuhmann waren sehr sympathisch, so dass ich sie gerne begleitet habe. Ich fand die Einblicke in ihre Gedanken, Gefühle und Privatleben sehr gelungen. Dadurch wurden sie authentisch und lebendig und sehr greifbar. Die beiden waren ein tolles Team, von dem ich noch viel mehr lesen möchte.
    Der Fall war total spannend aufgebaut, so dass ich von Anfang an gefesselt war und unbedingt wissen wollte, wer hinter den Morden steckte. Die Mordvarianten waren perfide und grausam und für mich teils ganz neu. Sehr spannend, das zu lesen und sich vorzustellen. Was ich richtig klasse fand, war das enorme Fachwissen des Autors, das immer wieder durchkam und mich total fesselte. Das war einfach super authentisch.
    Die Spannung wurde hervorragend aufgebaut und hielt sich bei mir das gesamte Buch über. Besonders das Rätseln um den oder die Mörder hat die Spannung immer wieder angetrieben. Die Auflösung war dann sehr überraschend, dennoch absolut schlüssig und nachvollziehbar.

    Ein absolut gelungener und sehr spannender Thriller, den ich verschlungen habe. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  1. Brutale Vergangenheitsbewältigung bringt Fuchs in Gefahr

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Mär 2021 

    "Fiat iustitia et pereat mundus - Es soll Gerechtigkeit geschehen und gehe die Welt darüber zugrunde." (Buchauszug)
    In Frankfurt und Umgebung herrscht in diesem Sommer nicht nur eine brütende Hitze, sondern eine brutale Mordserie erschüttert die Region. Kurz zuvor wird ein toter Polizist, der unter verhängnisvollen Umständen getötet wurde, in einer Offenbacher Fabrik gefunden. Als kurz danach das Konrad Kröll ein langjähriger Freund von Hauptkommissar Joachim Fuchs, getötet wird. Kröll stirbt vor seinem Haus qualvoll an sehr undurchsichtigen Verbrennungen. Zusammen mit Fallanalytikerin Lara Schuhmann ermitteln sie in Krölls Fall, als es zu weiteren Morden kommt. Erneut trifft es einen Beamten aus den Reihen der Polizei. Ungewöhnlich sind besonders die perfiden und brutalen Mordwerkzeuge und Methoden, mit denen der Täter seine Opfer zu Tode quält. Fuchs wird erst hellhörig, als die Spur immer weiter in die Vergangenheit führt, bei der er selbst eine Rolle gespielt hat. Muss Fuchs selbst plötzlich um seine Leben fürchten?

    Meine Meinung:
    Die unscheinbare alte Kette auf dem Cover hat mich nicht neugierig gemacht, dafür der Klappentext umso mehr. Wie schon im ersten Band von den Ermittlern Fuchs und Schuhmann ist hier wieder der Schreibstil sehr unterhaltsam, spannend und fesselnd. Jedoch wieder hat es vereinzelt ein paar unnötige Längen, wo ich gern darüber hinwegsehe, weil mich diesmal der Plot absolut fesselt. Positiv überrascht bin ich, dass der Autor sich hier noch mehr auf seine Opfer und den Täter konzentriert und das es nicht so viele Fachausdrücke gibt. Beeindruckt und zugleich schockiert bin ich über die detaillierten Tötungsarten, die hier wirklich grausam und brutal sind. Hier merkt man eben wieder das große Fachwissen des ehemaligen Rechtsmediziners. So blieb es natürlich nicht aus, dass mir mein Kopfkino des Öfteren eine Gänsehaut beschert. Trotzdem bin ich überrascht, was sich der Autor hier hat einfallen lassen, um seinen Racheplan durchzuziehen. Es geht dabei um einen alten Polizeifall aus den 70er-Jahren, bei der es zu einigen Problemen kam im Zuge einer Festnahme von Terroristen. Kein Wunder also, dass Fuchs und Schuhmann recht schnell eine Verdächtige haben, die erst vor Kurzem aus der Haft entlassen wurde. Doch ist sie wirklich unsere Täterin? Ich dagegen habe eher den Eindruck, dass der Täter männlich ist. Interessant ist außerdem wieder der Konkurrenzkampf zwischen der Frankfurter und Offenbacher Kripo, die schon im ersten Band zum Tragen kam. Besonders gut gefällt mir das ausführliche Gespräch zwischen Joachim Fuchs und dem Pathologen Lehnhardt. Bei diesem ging es um die Mordmethodik, bei der Frederic Hecker sein ganzes Können zeigt. Sowie die fachliche Analyse des erhaltenen Drohbriefs durch Lara, die ich sehr stark fand. Erneut spiegelt sich da seine lange Erfahrung im Bereich der Rechtsmedizin wider. Zum Glück hat sich der Autor diesmal nicht ganz so extrem in medizinischen Fachausdrücken und Fremdwörtern verloren wie im ersten Band. Etwas schade dagegen ist, dass Lara gegenwärtig nicht so stark zur Geltung kommt. Was jedoch sicher daran liegt, da es in dieser Geschichte um die Vergangenheit von Fuchs ging. Überzeugt haben mich insbesondere wieder seine Charaktere. Allen voran natürlich Fuchs, der hier unter anderem seine sensible, mitfühlende Seite zeigen durfte. Lara, die noch mit den Nachwehen des letzten Falls zu kämpfen hat, blieb wie schon oben geschrieben etwas blass. Dafür finde ich diesmal den Pathologen Lehnhardt noch beeindruckender, insbesondere sein Engagement und Fachwissen. Ebenso wie die ganzen Nebenrollen, die der Autor hier sehr gut eingefügt und zur Geltung bringt. Alles in allem empfinde ich dieses Buch deutlich brutaler, fesselnder und hat mich noch viel mehr in den Bann gezogen wie das Letzte. Ganz besonders wegen der Geschichte aus Fuchs Vergangenheit und dem hohen Spannungsbogen. Deshalb von mir eine absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne für diesen herausragenden Thriller.