Puck sucht ihren Namen

Rezensionen zu "Puck sucht ihren Namen"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 08. Nov 2017 

    Nettes Kinderbuch mit vielen lehrreichen Botschaften...

    Jemandem einen Streich zu spielen, kann ganz schön lustig sein. Es gibt deshalb nichts, was Amona lieber tut. Nur schießt das Wichtelmädchen dabei ab und zu über das Ziel hinaus und überlegt sich vorher nie, dass es damit unabsichtlich auch einmal großen Schaden anrichten könnte. Dabei heißt es doch im Wichtelgesetz, dass man nichts sagen oder tun soll, dessen man sich später schämen muss. Um dieses Gesetz richtig zu begreifen, stellt sich Amona selbst eine Aufgabe. Sie will mit ihrer Freundin Salvit alle sechs Wichtelvölker von Waldenland besuchen und von ihnen lernen. Bis sie das Wichtelgesetz verstanden hat, will sie ihren alten Namen ablegen und stattdessen Puck heißen.

    Inge Peter war viele Jahre lang ehrenamtlich als Jugendleiterin bei den Pfadfindern Österreichs tätig. Die Geschichte von Puck in Waldenland schrieb sie eigens als Rahmengeschichte für die Arbeit auf den Kinderstufen Wichtel und Wölflinge. Dementsprechend spielt hier die Prämisse der Pfadfinder eine große Rolle, junge Menschen zu unterweisen, damit diese in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen können.

    Mit Amona vom Volk der Tillenwichtel hat Inge Peter ein jugendliches Wichtelmädchen erschaffen, das häufig übermütig ist und es liebt, Streiche zu spielen, dabei jedoch oft schneller handelt als nachdenkt, so dass manche Späße sich schließlich als gar nicht so lustig herausstellen. Oftmals schämt sich Amona im Nachhinein dafür, doch lernt sie daraus nicht, es beim nächsten Mal besonnener angehen zu lassen.

    Mit ihrer Freundin Salvit, einem Legolitiswichtel, reist Amona nach einer Sitzung mit dem Rat der Weisen schließlilch durch das Waldenland, um alle Wichtelvölker zu besuchen und dabei zu versuchen, das Wichtelgesetz wirklich zu verstehen. Nach und nach verabschiedet sie sich von Vorurteilen, lernt den Wert der Hilfsbereitschaft zu schätzen und versteht, dass kein Volk besser oder schlechter ist als das andere. Völkerverständigung, Toleranz und Nächstenliebe werden hier ganz nebenher vermittelt, doch eigentlich wird hier eine nette Geschichte erzählt.

    Eben ein nettes Kinderbuch mit vielen lehrreichen Botschaften, die aber nicht mit dem Holzhammer eingetrichtert werden, sondern eingebettet sind in eine kindgerechte Erzählung. Dank der kurzen Kapitel auch gut zum Vorlesen geeignet...

    © Parden