Prost, auf die Wirtin

Buchseite und Rezensionen zu 'Prost, auf die Wirtin' von Friedrich Kalpenstein
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Prost, auf die Wirtin"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:287
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Prost, auf die Wirtin"

  1. Einfach super!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Jul 2020 

    Kaum wird Hauptkommissar Tischler von München in die Chiemgauer Alpen versetzt, gibt es dort eine Tote. Die Wirtin des idyllischen Orts Brunngries wird im nahen Wäldchen tot aufgefunden. Tischler hat es bei seinen Ermittlungen nicht leicht, denn die Dorfbewohner sind so ganz anders als die Städter, mit denen er bisher zu tun hatte. Doch zum Glück hat er den übereifrigen Polizeiobermeister Fink an seiner Seite.

    Ich kannte bereits einige Bücher des Autors, die ich alle klasse fand, deshalb habe ich mich tierisch auf dieses Buch gefreut.
    Der Schreibstil war locker-leicht, sehr humorvoll und ließ sich flüssig lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und leider viel zu schnell war ich mit dem Buch fertig.
    Die Charaktere wurden allesamt super beschrieben und besaßen ihre ganz eigentümlichen Eigenarten, die sie besonders machten. Sowohl Tischler als auch Fink fand ich sehr sympathisch und sie brachten mich immer wieder zum Grinsen. Ein tolles Team, das sich trotz Gegensätze ergänzte.
    Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung war aufgrund des undurchsichtigen Plots durchgängig vorhanden. Ich konnte super miträtseln und mir meine eigenen Gedanken zum Täter und Hintergrund machen. Es gab natürlich auch mehrere Verdächtige, so dass ich immer wieder ins Schwanken kam. Neben der Spannung gab es auch einen ganz tollen Humor, der mich immer wieder lachen ließ. Eigentlich hatte ich wirklich die ganze Zeit beim Lesen ein Grinsen im Gesicht. Eine großartige Mischung!

    Ein klasse Auftakt zu einer neuen Provinzkrimi-Reihe, absolut lesenswert. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band. Von mir gibt's 5 von 5 Sternen.

  1. Zefix! Immer, wenn es am ungünstigsten ist.

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Jul 2020 

    "Tischler wurde in diesem Augenblick bewusst, dass es noch ein weiter Weg war, bis seine Kollegen eine gute Tasse Kaffee zu schätzen wussten. Vielleicht war es aber auch ein unlösbarer Fall." (Buchauszug)
    Hauptkommissar Constantin Tischler hat noch nicht einmal seine neue Wohnung in Brunngries eingeräumt, da bekommt er es schon mit seinem ersten Mordfall zu tun. Dass man zudem an einem Sonntag die Brunnenwirtin Franziska Leidinger ermordet hat, schmeckt ihm so gar nicht. Ihre Leiche wird ausgerechnet von Dackeldame Resi vom hiesigen Förster gefunden. Dass der Stadtmensch Tischler in Brunngries auf einige bayrische Urgesteine trifft, damit hatte er ja gerechnet, schließlich kennt er die Region aus seiner Jugend im Internat. In Polizeiobermeister Fink findet er zwar einen interessierten Kollegen, doch dieser tritt gerne von einem Fettnäpfchen ins andere. Doch erst mal muss Tischler so einiges am Arbeitsplatz ändern, in erster Linie Brunello den schlechten Kaffee. Je weiter Tischler die Ferienidylle Brunngries eintaucht, desto mehr merkt er, das hier einiges im Verborgenen liegt.

    Meine Meinung:
    Das bunte, humorvolle Cover mit typischen bayrischen Szenarien, lädt zur neuen Krimireihe nach Oberbayern ein. Der Schreibstil ist flüssig, locker, unterhaltsam und mit viel Humor. Besonders die vielen brillanten Dialoge, die hier mit viel Humor ausgedacht wurden, haben mich beeindruckt. Es geht um den Mord an der Brunnenwirtin Franziska Leidinger, der den ganzen Ort erschüttert. Natürlich wird recht schnell der alkoholsüchtige Ehemann verdächtigt, besonders weil er ein ganzes Waffenarsenal zu Hause hat. Doch der Autor beschäftigt sich nicht nur mit dem Mord, sondern insbesondere mit den Begebenheiten des Polizeireviers und den Menschen im Dorf. Allein schon das Auftreten von Felix Fink im Trachtenjanker kann ich mir bildlich vorstellen. Seine etwas tollpatschige, übereifrige Art bringt nicht nur ihn, sondern ebenso Tischler des Öfteren in Verlegenheit. Auch die Menschen im Dorf haben so einiges, was nicht mit rechten Dingen zugeht, sei es der hiesige Metzger oder der Kfz-Mechaniker die beide etwas zu verbergen haben. Gerade durch die lockere, humorvolle Art wird der Krimi zum richtigen Leseerlebnis. Ich selbst hab mich bis zum Ende gefragt, wer der Täter ist. Bei der unterhaltsamen Mördersuche amüsiere ich mich nicht nur bei Tagliatelle Verdure, Leberkässemmel und Trachtenjanker. Nein es gibt auch noch ein erstes Date von Tischler mit Dr. Britta Neufeld der Ärztin, die ihn versorgt und auf die er sofort ein Auge geworfen hat. Durch seine inzwischen vielen Bücher weiß Friedrich Kalpenstein mit seinen Protagonisten umzugehen, er haucht jedem seinen ganz eigenen Charakter ein. Besonders die Art von Felix Fink lässt mich manchmal hinwerfen vor Lachen, ich kann ihn mir bildlich gut vorstellen. Den naiven, kleinen Schülerbub, der sich oft zu unsicher ist, ob alles in Ordnung ist, was er tut. Ebenso gefällt mir Tischler sehr gut, er ist das genaue Gegenteil von Fink, sehr ehrgeizig und gewissenhaft. Am Ende wartet der Autor dann noch mit einigem Verborgenem auf, das mich neugierig macht, wie es in den nächsten Folgen in Brunngries weitergehen könnte. Für mich ein gelungener Krimiauftakt, den ich sehr gerne weiterverfolgen würde. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne für dieses lesenswerte Buch.