Peter Lundt und der Kniefall der Königin

Buchseite und Rezensionen zu 'Peter Lundt und der Kniefall der Königin' von Arne Sommer
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Zürück aus dem Urlaub. Zwei abgeknickte Ecken an einem Briefumschlag in der Post von Peter Lundt - das Zeichen für den blinden Detektiv, dass seine Assistentin Anna Schmidt in Schwierigkeiten steckt. Sie ist nach London geflogen, um einer adeligen Freundin zu helfen und steckt bald Hals über Kopf in der Klemme. Peter Lundt fliegt hinterher und muss sich nicht nur gegen ignorante Scotland Yard-Mitarbeiter durchsetzen...

Autor:
Format:Audio CD
Seiten:0
EAN:9783785736999

Rezensionen zu "Peter Lundt und der Kniefall der Königin"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Sep 2015 

    Adel verpflichtet...

    Peter Lundt kommt aus dem Urlaub ins Büro und findet einen Brief von Anna Schmidt in der Post. Zwei Ecken sind umgeknickt - das verabredete Zeichen, falls seine Assistentin in Schwierigkeiten steckt. Während Lundts Abwesenheit hat sich Anna auf eigene Faust nach London begeben, um einer adligen Freundin aus einer prekären Lage zu helfen. Dabei gerät sie selbst in den Strudel der Ereignisse. Lundt fliegt kurzerhand hinterher, um Scottland Yard seine Unterstützung anzubieten. Doch die haben nicht gerade auf die Hilfe eines blinden Detektivs gewartet! Aber wann hätte das Peter Lundt je abgehalten?

    Peter Lundt reist ja, wohin ihn seine Fälle treiben - Blindheit hin oder her. Diesmal ist es gar kein offizieller Fall, sondern er muss seiner Assistentin zu Hilfe eilen. Dabei ist sie gar nicht mehr auffindbar - ebensowenig wie deren adlige Freundin. Wenn ich schreibe 'Nur Lundt kann hier Licht ins Dunkel bringen' schließe ich mich mal der Gewohnheit für Blindenwitze an, die diese Hörspielreihe konsequent durchziehen. Peter Lundt ermittelt hier in Adelskreisen, und auch ein waschechtes Schloss darf da natürlich nicht fehlen. Endlich kann er mal einen Vorteil aus seiner Blindheit ziehen: in einem dunklen Kellerverlies nimmt es so leicht niemand mit ihm auf!

    Die Geschichte selbst ist diesmal sogar mehr als nur mäßig spannend, wenn auch nur halbwegs glaubwürdig und wohl wieder eher nicht ernst zu nehmen, aber das Drumherum macht einfach Spaß. Vermutlich der Blindheit Lundts geschuldet ist die wirklich gut ausgearbeitete Geräuschkulisse im Hintergrund. Hierzu gehört auch eine sprechende Blindenuhr, die den angenehmen Nebeneffekt hat, dass auch der Hörer weiß, wieviel Zeit in der Geschichte jeweils vergangen ist. Ein wenig nervig fand ich allerdings die Tatsache, dass die Stimme der Blindenuhr so klang, als spreche dort ein Taubstummer - eine Zeitansage mit einer sehr merkwürdigen Betonung...

    Das Gesamtkonzept und die trockene, humorvolle Art hat mich diesmal wieder überzeugen können. Der Schlagabtausch zwischen den Charakteren ist sehr unterhaltsam und der Besuch bei Tante Lizzy am Ende der Geschichte bietet noch eine gewaltige Überraschung - selbst für Peter Lundt...

    © Parden