Opfer: Thriller

Rezensionen zu "Opfer: Thriller"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Feb 2019 

    Spannendes Verwirrspiel

    "Anne Forestier ist zur falschen Zeit am falschen Ort. In einem Juweliergeschäft wird sie Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Da sie die Täter identifizieren kann, setzen die Verbrecher alles daran, die Zeugin zu eliminieren. Doch es gibt jemanden, der sich ihnen in den Weg stellt, um die Frau zu schützen, die er liebt: Kommissar Camille Verhoeven, Chef der Pariser Mordkommission." (Klappentext)

    Es ist ein gut gemachter Thriller, den ich da innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Es war ein Genuss, dieses Buch, wunderbare Unterhaltung sozusagen. Am Anfang denkt man als geneigter Leser, man hat den Fall vor sich, aber nein, ab dem ersten Drittel des Buches verändert sich die gesamte Gemengelage in der Handlung vollkommen. Perfekt gemacht und vollkommen undurchdringlich. Da ist eine spannende Handlung, da sind interessant gestaltete Charaktere, da ist eine undurchsichtige Geschichte und da ist viel Crime. Zwar etwas heftig und intensiv, aber auch heftig gut. Erzählt wird in zwei Erzählebenen, aus zwei Sichten. Was die Spannung noch extrem steigert. Einmal erzählt Camille, der Kommissar und die zweite Erzählstimme ist der Killer. Und die Spannung steigt …. !

    Unbedingt Lesen !

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 13. Feb 2019 

    Rezension zu "Wie man die Zeit anhält"

    Ein Mensch, der nicht wie andere altert, sondern eine viel größere Lebensspanne hat, mehrere Jahrhunderte, der zusehen muss, wie seine Umwelt altert und stirbt. Es wird die Geschichte von Tom erzählt, sein Leben in den verschiedenen Jahrhunderten, sein Leiden in dieser Zeit, sein Versuch, mit dieser Veranlagung klarzukommen. Sein Verzweifeln darüber und sein Verstecken vor dem Leben und vor den Gefühlen. Seine Suche nach seiner Tochter, die die gleiche Veranlagung hat, und sein Aufeinandertreffen mit anderen Menschen mit dieser Veranlagung, und ein Sinnieren darüber. Ein sehr interessantes Thema. Hier aber irgendwie nicht so interessant umgesetzt. Ich fand dieses Buch schon spannend, aber nicht besonders, auch irgendwie manchmal etwas plätschernd und am Ende fast etwas dröge, vorhersehbar und langweilig. Es ist eine Geschichte, die nicht besonders lange im Hirn bleibt, aber trotzdem unterhält, die aber deutlich spannender und mitreißender hätte ausfallen können, und auch viel interessanter hätte aufgebaut sein können. Ich habe schon Besseres zum Thema länger leben gelesen.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Nov 2018 

    Gewaltig, atemlos, großartig.

    Es ist kein guter Tag für Anne Forestier. Unvermittelt wird sie Zeugin der Vorbereitungen zu einem Raubüberfall und dadurch zum Opfer, äußerst brutal zusammengeschlagen. Es ist aber auch kein guter Tag für Kommissar Camille Verhoeven, als er erkennen muss, dass das Opfer seine Lebensgefährtin ist. Unter diesen sehr persönlichen Voraussetzungen gestalten sich die Ermittlungen kompliziert.
    Protokollartig, sprachlich sehr verkürzt schildert Pierre Lemaitre den gewaltsamen Angriff auf Anne und das weitere Geschehen. Die Schreibart ändert sich nur dann, wenn der in die Erzählperspektive des Täters wechselt. Abgehackt, atemlos und sehr invasiv vermittelt der Autor einerseits die Brutalität der Tat. Aber auch das Dilemma des Kommissars, in das dieser mehr und mehr gerät, lässt einen nicht unberührt. So unbarmherzig wie das Schicksal ist dieses Buch. Es ist mit Sicherheit keine anspruchslose Durchschnittsware. Der Fokus liegt nicht in einer rasanten Handlung, viel spielt sich in Gedanken der Protagonisten ab. Wer aber Freude an literarisch ungewöhnlichen Thrillern hat, ist mit diesem Buch aller bestens bedient.