Nicht weg und nicht da: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Nicht weg und nicht da: Roman' von Anne Freytag
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Nicht weg und nicht da: Roman"

Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ...

Diskussionen zu "Nicht weg und nicht da: Roman"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:480
Verlag: Heyne Verlag
EAN:9783453271593

Rezensionen zu "Nicht weg und nicht da: Roman"

  1. Eine wunderschöne Geschichte

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 04. Mai 2018 

    Inhalt:
    Luise hat vor kurzem erst ihren Bruder durch Selbstmord verloren und muss seit einem Vorfall in der Schule zum Therapeut. Doch dieser kann ihr doch sowieso nicht helfen, denn ihren Bruder bringt er nicht zurück.
    Jakob beobachtet Luise schon eine Weile, das ruhige Mädchen das ihm immer wieder über den Weg läuft und ihn fasziniert.
    Kristopher hat sich etwas ganz besonderes ausgedacht um seiner Schwester die Zeit nach seinem Tod etwas leichter zu machen, denn wie immer ist er nicht weg aber auch nicht da.

    Meine Meinung:
    Drei Menschen die in dieser Geschichte untrennbar miteinander verbunden sind. Drei Figuren die hier ihre Geschichte schreiben.

    Das erste Buch, dass ich von Anne Freytag gelesen habe war Mein bester letzter Sommer und schon da konnte sie mich durch ihren Schreibstil und vor allem ihre Gefühlvolle Erzählweise überzeugen. So war es auch hier. Ich habe das Buch begonnen und wollte es gar nicht zur Seite legen. Jakob & Luise haben mich direkt rein gezogen in ihre Geschichte und ließen mich nicht mehr los. Es ist eine Geschichte über manische Depressionen und die Folgen für den Betroffenen aber auch für die Familie. Eine Geschichte die so einfühlsam erzählt wurde und so die Krankheit auch näher bringt. Es ist aber auch die Geschichte eine Selbstmords und des Trauerns.

    Es gibt hier in der Geschichte drei ganz wichtige Personen.
    Luise ist die die trauert. Um ihren Bruder und das Leben mit ihm. Sie hat eine Mauer um sich herum aufgebaut und wird es alleine auch nicht mehr heraus schaffen. Als sie an ihrem 16. Geburtstag die erste Email von ihrem Bruder bekommt ist die Trauer noch größer, aber auch Freude ihn noch nicht ganz verloren zu haben und die Hoffnung dass das was er schreibt wirklich wahr ist und sie ihn irgendwann wieder sehen kann.
    Jakob ist der Junge der Luise zunächst nur beobachtet und sich dann aber irgendwie für sie verantwortlich fühlt. Es entsteht eine ganz besondere Freundschaft die auch ihm hilft über seine Vergangenheit hinweg zu kommen.
    Kristopher ist immer Präsent. In den Erzählungen von Luise, in seinen Emails und auch wenn er eigentlich gerade gar nicht Thema ist. Es muss so ähnlich sein, wie zu Lebzeiten, als er immer der Mittelpunkt war. Doch durch seine Emails hilft er Luise zu verarbeiten.

    Am Ende bleibt nicht viel zu sagen. Mann kann schon vorher ahnen wie alles ausgeht, doch der Weg dorthin ist eine wunderschöne Geschichte, bei der man die Taschentücher nicht zu weit weg legen sollte.

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