Nebelmord

Buchseite und Rezensionen zu 'Nebelmord' von Yrsa Sigurdardottir
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Plötzlich fiel ihm wieder ein, wie der Traum endete. Sie waren ursprünglich vier Reisende gewesen. Aber nur zwei kehrten an Land zurück. Nur dumm, dass er sich nicht erinnern konnte, ob er selbst einer von ihnen gewesen war.



Die Leuchtturminsel war ein winziger Punkt in den eiskalten und aufgewühlten Wellen des Atlantiks. Hier, auf dieser winzigen Schäre vor Islands Südküste, würden sie eineni Tag und eine Nacht verbringen. Doch in dieser ersten Nacht tobt ein Unwetter, und am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zur gleichen Zeit verschwindet in Reykjaviík eine Familie…

Der neue Island-Thriller von Yrsa Sigurdardóttir hat alles, was eine nervenzerreißende Lektüre braucht: typisches Island-Flair, spektakuläre Kulisse und eine aufwühlende Geschichte.

Format:Taschenbuch
Seiten:400
EAN:9783596030651

Rezensionen zu "Nebelmord"

  1. Nordisch-düsterer Spannungsroman aus Island

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Feb 2020 

    Wie bereits bei "Geisterfjord" und "Seelen im Eis" baut die Autorin ihre Story mittels verschiedener Handlungsstränge auf (in diesem Fall waren es drei) die für den Leser vordergründig erst mal nichts miteinander zu tun haben. Erst im Laufe der Geschichte, die von Kapitel zu Kapitel zwischen den einzelnen Strängen hin und her springt, erschließen sich dem Hörer die Verbindungen der einzelnen Personen zueinander und der ganze Sinn dahinter.

    Zum einen haben wir den Fotografen Helgi, der zusammen mit drei weiteren Personen auf einer winzigen, Sturm umpeitschten Leuchturminsel aufgrund widriger Umstände gezwungen ist, dort länger Zeit zu verbringen, als dies ursprünglich geplant war. Am Ende werden weniger Menschen die Insel wieder verlassen, als sie ursprünglich betreten haben....

    Dann gibt es die Polizistin Nína, die den versuchten Selbstmord ihres Mannes verarbeiten muss.

    Und zu guter Letzt noch Nói und seine Familie, bei denen sowohl in ihrem Stadt-, als auch im Sommerhaus seltsame und unheimliche Dinge vor sich zu gehen scheinen.

    Spannend war es und die etwas mehr als sieben Stunden Hörzeit (gekürzte Fassung) flogen scheinbar nur so dahin. Zwar könnte man zu dem Schluß kommen, dass alles ein klein wenig zu konstruiert wirkt, aber ich finde gerade das - in Verbindung mit dem offenen, bzw nicht fertig erzählten Ende - verleiht der Geschichte erst ihre richtige Note. Leider kam diesmal die isländische Mystik deutlich zu kurz. Zwar spielte die düstere und nebelverhangene isländische Landschaft auch hier eine gewisse Rolle, aber es geht leider nicht so schauerlich und übersinnlich zu, wie im "Geisterfjord".

    Dennoch hat es mir Spaß gemacht Daniel Drewes zuzuhören und ich kann diesen Roman allen empfehlen, die gerne nordisch-düstere Geschichten mögen.