Narbenherz

Buchseite und Rezensionen zu 'Narbenherz' von Anne Mette Hancock
4.35
4.4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Narbenherz"

Kopenhagen: Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan hat gerade eine Recherche zu traumatisierten Soldaten begonnen, als sie eine persönliche Entscheidung treffen muss über Leben und Zukunft. Noch bevor sie irgendetwas tun kann, erfährt sie vom Verschwinden eines zehnjährigen Jungen. Vor Ort trifft Heloise ihren guten Freund Kommissar Erik Schäfer, der in dem Fall ermittelt. Die Spuren zu dem Jungen sind verwirrend, nichts passt zusammen. Heloise versucht, Erik Schäfer zu helfen, das entscheidende Muster zu erkennen. Und begegnet ihren innersten Dämonen. »Kein Wunder, dass Anne Mette Hancock die internationale Krimiszene begeistert. Mit ›Narbenherz‹ zeigt sie erneut, dass sie zu den besten Crime-Autor*innen Skandinaviens gehört.« Litteratursiden Der zweite Fall für Heloise Kaldan und Erik Schäfer.

Format:Broschiert
Seiten:384
Verlag:
EAN:9783651000940

Rezensionen zu "Narbenherz"

  1. Der Mensch, ein zerbrechliches Geschöpf

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Okt 2021 

    Nachdem ich ja schon von "Leichenblume" so begeistert war, musste natürlich die Fortsetzung auch vor meine Augen. Und ich habe es nicht bereut. Auch dieses Buch bekommt wieder die volle Punktzahl von mir!

    Dieses Buch ist wieder richtig spannend und ein interessanter Fall für die Journalistin Heloise Kaldan und den Kommissar Erik Schäfer in Kopenhagen. Ein zehnjähriger Junge verschwindet und beide Hauptprotagonisten der Reihe stellen ihre eigenen Ermittlungen zu diesem Fall an und nehmen die Leserschaft auf eine wendungsreiche und verstörende Reise in die Abgründe menschlicher Sicht- und Denkweisen mit. Spannend geschrieben ist dieser Thriller und voller interessanter, teilweise schon bekannter Charaktere. Anne Mette Hancock schaffte es mit "Narbenherz" mich wieder zu begeistern und zaubert einen spannenden und abgründigen Thriller um Gewalt und deren Folgen herbei, den ich wieder absolut empfehlen kann und der mich hervorragend unterhalten hat.

    Dieser Reihe werde ich definitiv treu bleiben! Am 26. 01. 2022 erscheint ja der dritte Teil der Reihe um Heloise Kaldan und Erik Schäfer, "Grabesstern", auch auf dieses Buch freue ich mich jetzt schon!

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  1. Verwirrend viele Spuren...

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 27. Sep 2021 

    Kopenhagen: Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan hat gerade eine Recherche zu traumatisierten Soldaten begonnen, als sie eine persönliche Entscheidung treffen muss über Leben und Zukunft. Noch bevor sie irgendetwas tun kann, erfährt sie vom Verschwinden eines zehnjährigen Jungen. Vor Ort trifft Heloise ihren guten Freund Kommissar Erik Schäfer, der in dem Fall ermittelt. Die Spuren zu dem Jungen sind verwirrend, nichts passt zusammen. Heloise versucht, Erik Schäfer zu helfen, das entscheidende Muster zu erkennen. Und begegnet ihren innersten Dämonen.

    Erster Satz: "Der Mann bewegte sich schnell, huschte an den kahlen Bäumen und Büschen vorbei." (S. 7)

    Dies ist der zweite Band der Reihe um die Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan und den erfahrenen Kommissar Erik Schäfer. Nachdem ich die erste Folge "Leichenblume" als soliden Einstieg erlebt hatte, war ich nun neugierig darauf, mehr von den beiden so unterschiedlichen Charakteren zu lesen.

    Auch diesmal besteht die Handlung nicht allein aus den Ermittlungen (hier: im Fall des verschwundenen 10jährigen Lukas Bjerre), sondern bietet auch Einblicke in das Privatleben von Heloise sowie von Erik. Diese Mischung empfand ich wieder als gut ausbalanciert, und die Charaktere der beiden gewannen dadurch etwas mehr an Profil als zuvor im ersten Band.

    Heloise arbeitet gerade an einem Artikel über traumatisierte Soldaten, wird dann aber von ihrer Chefin auf den Fall des verschwundenen Jungen angesetzt. Dennoch lassen die traumatisierten Soldaten Heloise nicht los, und tatsächlich taucht der Begriff der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) hier mehr als einmal auf, nicht nur bezogen auf die aus Afghanistan heimgekehrten Soldaten...

    Im eigentlichen Fall treten die Ermittler gefühlt lange Zeit auf der Stelle. Immer neue Anhaltspunkte und Spuren ergeben sich, doch nichts davon will zusammenpassen. Selbst der erfahrene Ermittler Erik Schäfer verzweifelt allmählich, es will sich einfach kein Muster ergeben. Ist Lukas entführt worden, ermordet oder was? Immer wieder spielt die Autorin mit den Ängsten des Lesers / der Leserin, wenn sich etwas Neues abzeichnet - und gleichzeitig schürt sie dann wieder die Hoffnung, dass Lukas noch leben könnte...

    Die Spannung in diesem Fall entsteht tatsächlich v.a. durch die Frage, was hinter dem Verschwinden von Lukas steckt, ob er noch lebt und wie die einzelnen Fakten letztlich zusammen passen. Die Ermittlungen selbst sind dagegen eher weniger spannend, laufen den Ereignissen eher hinterher und zeigen sich auch durchaus von Zufällen abhängig. Das muss an sich nichts Störendes sein, doch passt diese Entwicklung für mich nicht zur Sparte "Thriller", wie vom Verlag angegeben, sondern eher zu einem Krimi.

    Auch der zweite Band der dänischen Thriller-Reihe weist einen angenehmen, unkomplizierten Schreibstil auf, und der Wechsel der Perspektiven zwischen der Journalistin Heloise Kaldan und dem Hauptkommissar Erik Schäfer sorgt dabei noch für einen ganz eigenen Sog. Insgesamt hat mich der "Thriller" wieder gut unterhalten, wenn auch diesmal Heloise eher weniger in die Ermittlungen eingriff als ich mir gewünscht hätte...

    Auf Band drei freue ich mich aber trotzdem - im Januar 2022 soll "Grabesstern" erscheinen...

    © Parden

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  1. Narbenherz

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Aug 2021 

    Auch der zweite Teil hat mich wieder überzeugt. Die Autorin hat einen sehr lebendigen, emotionalen Schreibstil, der den Leser nicht mehr loslässt.

    Heloise ist eh schon ein kantiger Charakter und jetzt kommen noch persönliche Probleme hinzu, die ihr Leben durcheinanderbringen. Auch im weiteren Umfeld gibt es Probleme, so ist der Leser froh Erik an Heloises Freundes - Seite zu wissen. Jemand, der ihr auch mal einen persönlichen Ratschlag geben kann und darf.

    Der Titel Narbenherz passt perfekt zur Thematik, geht es doch bei allen Beteiligten genau darum, sowohl bei Heloise persönlich, als auch in ihrem ursprünglich angedachten Thema über PTBS.
    Die Autorin führt eine Menge Nebencharaktere ein, die aber alle sehr gut beschrieben sind, und sie lockt den Leser damit auf viele falsche Fährten. Klasse fand ich auch, dass an diesem Fall nichts so ist, wie es scheint, oder die Ermittlungsergebnisse vermuten lassen.

    Erik und Heloise spielen sich trotz grundverschiedener Kompetenzen geschickt die Bälle, Gedanken und Ermittlungsergebnisse zu und sind ein Ermittlerteam, mit dem der Leser etwas anfangen kann. Die Geschichte hat das ganze Buch über ein hohes Spannungspotential und ist über die verschiedenen Ermittlungsansätze sehr vielschichtig. Auch emotional punktet das Buch mit Heloises Selbstzweifeln, aus denen die besten Ermittlungsergebnisse erwachsen.

    Fazit:

    Ein rundum gelungenes Buch und eine absolute Leseempfehlung für alle die gerne Skandinavien - Krimis lesen.

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