Nachthauch (Licht & Schatten 3)

Buchseite und Rezensionen zu 'Nachthauch (Licht & Schatten 3)' von Lexy v. Golden
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Inhaltsangabe zu "Nachthauch (Licht & Schatten 3)"

Sie - Reja - ist eine Diwata, ein Wesen des Lichts, und verkörpert den Tag.
Er - Titus - ist ein Aswang, der über die Schatten herrscht und sie nachts den Menschen raubt.
Unterschiedlicher könnten beide Wesen nicht sein und sind dennoch aufeinander angewiesen.


Nachdem Titus und Rejadine den Angriff von Vitos und seinen Anhängern auf der Insel Crescina überlebt haben, beginnt Reja umzudenken. Ständig ertappt sie sich bei dem Gedanken nicht doch freiwillig auf dem Anwesen Trerice bleiben zu wollen, bis der Ball naht. Der Ball, auf dem Titus zweiunddreißigster Geburtstag gefeiert wird.
Wird Rejadine ihre Gefühle Titus gegenüber eingestehen, oder das Anwesen verlassen? Oder wird der Diwata die Entscheidung abgenommen, weil Vitos hinterhältige Pläne, die beiden auseinander zu bringen, dazwischenkommen?


(Geeignet ab 16 Jahre)

TEIL I: SILBERLICHT
TEIL II: SCHATTENKUSS
TEIL III: NACHTHAUCH

LESEPROBE
Verdammt, ich kann nicht so gut in der Dunkelheit sehen wie
er. Ich habe das Tier nicht mal entdeckt, als er mich gewarnt hat.
Jetzt reiß dich zusammen und gib ihm dein Blut. Aber wenn er
mich genauso abschlachtet wie die Menschen … Du hast dein
Licht. Er wird dir nichts tun.

Sie biss sich auf die Zähne und drehte ihre Handinnenseite zu
ihm hin.
»Ich hoffe, du brauchst nicht zu lange, denn ich fahre
ungern über hundertvierzig mit nur einer Hand.«
»Es geht schnell.« Während sie weiter auf die Fahrbahn blickte
und ihre rechte Hand auf dem Lenkrad ablegte, versuchte sie
sich nicht vorzustellen, was er machte.
Der Aswang nahm ihre Hand und strich sanft über ihre Haut,
um die Stelle zu spüren, an der er den Schnitt ansetzen wollte.
Plötzlich spürte sie ein leichtes Brennen, verbiss es sich aber
weiterhin, hinzusehen. Mit seinem Zeigefinger fuhr er ruhig über
die Haut ihrer Innenhand, bis ein roter sauberer Schnitt zu erkennen
war. Er war nicht tief, aber es quoll anscheinend so viel Blut
hervor, wie er brauchte. Als sie einen Blick aus den Augenwinkeln
auf ihre Hand warf, zuckte sie zusammen. Sie sah, dass sein
Mund über ihrer Hand lag, wie er über ihre Haut leckte, ohne
dass sie es fühlte. Sie spürte nichts, nicht mal ein Kitzeln.
»Was machst du? Du leckst meinen Schatten …«
»Schhh … Nein, Aswangs können keine Schatten auflecken,
sondern sie nur mit ihren eigenen rauben. Vertraue mir.«
Vertrauen? Das sprach er schon so oft … »Du trinkst mein
Blut!« Ihre Stimme klang aufgebracht.
Er antwortete nicht, sondern verschmolz mit der Finsternis.

Format:Kindle Edition
Seiten:136
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