Morgentau

Buchseite und Rezensionen zu 'Morgentau' von Jennifer Wolf
4.65
4.7 von 5 (3 Bewertungen)

Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

Format:Taschenbuch
Seiten:272
Verlag: Carlsen
EAN:9783551314963

Rezensionen zu "Morgentau"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Jan 2017 

    Eine fesselnde Geschichte!!!

    „Morgentau – Auserwählte der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf ist der Auftakt einer Fantasy – Reihe.

    Alle einhundert Jahre wird eine Erwählte ausgesucht von der Göttin Gaia um einen ihrer vier Söhne zu heiraten. Maya gehört zu dem Kreis der ausgesuchten Mädchen, die Gaia vorgestellt werden und wird tatsächlich auch die Erwählte. Für wen entscheidet sie sich?

    Maya wächst behütet mit ihrer Mutter, ihrer besten Freundin Iria und allen anderen Hüterinnen zusammen. Sie und sämtlich anere Mädchen werden unterrichtet und später die Ehefrau für eine der Jahreszeiten zu sein. Sie hat selbst noch keine Erfahrungen mit Jungs gesammelt und ist deswegen sehr nervös. Sonst ist Maya sehr taff.

    Die vier Jungs Aviv, Sol, Jesien und Nevis passen richtig gut zu den vier Jahreszeiten, die sie verkörpern. Da findet m an schnell seinen Liebling. Aber auch die Göttermutter Gaia und die anderen Charaktere sind toll gestaltet und wirken sehr real.

    Die Geschichte spielt auf der Erde im Jahre 3013. Die Welt an sich ist zerstört und es gibt nur eine kleine Ecke, wo Menschen wohnen. Die Hüterinnen haben dort das Sagen. Denn Gaia vertraut den Frauen und somit herrschen sie über die Erde. Die Hüterinnen leben unter sich, aber es gibt auch Bereiche, wo die Menschen normal zusammen leben. Es gibt nur ein geringes Maß an Technologie und es wird sehr auf die Umwelt geachtet.
    Dann gibt es noch die Welt in der Gaia und ihre Söhne wohnen. Diese ist ganz anders ist, als die Erde.

    Wenn man jetzt etwas Casting-Mäßiges erwartet, liegt man falsch. Sicher schaut sich Maya die Jungs genau an, geht aber sehr bedacht an die Sache. Die Jungs müssen sich nicht beweisen, Maya muss „einfach“ nur ihre Liebe finden.
    Zusammen mit ihr lernt man nicht nur die Jungs sondern auch die Welten kennen. Man fragt sich wie das ein oder andere Funktioniert und staunt über die Wunder dort. Auch erfährt man immer mehr Hintergrundinfos über die Situation auf der Erde, was ziemlich interessant ist.

    Spannung kommt durch die Welt von Gaia und Mayas Entscheidung auf. Man fragt sich was wird sie tun, fiebert mit ihr und leidet auch mit ihr mit. Das ist ein toller Prozess, der einen regelrecht an das Buch fesselt.

    Das Cover zeigt ein junges Mädchen mit roten Haaren in einem weißen Kleid. Das passt perfekt zu Maya. Im Hintergrund ist ein Kirschbaum und sonst ist auch alles in Rosa-Tönen gehalten. Der Baum passt übrigens auch super!

    Als ich das Cover gesehen habe, musste ich das Buch unbedingt haben. Ich habe es damals in der Sonderausgabe ergattert. Dann lag es (Schande über mein Haupt) lange auf meinem SuB rum und das ärgert ein wenig. Denn das Buch ist echt genial. Es lässt sich locker lesen und schwups ist man mitten drin. Ich konnte nicht aufhören. Maya war mir sofort sympathisch und ehe ich richtig gucken konnte, war ich am Ende.

    Es gibt 5 von 5 Wölfen!

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Nov 2015 

    Wunderschön, magisch einfach genial

    Klappentext
    **Absoluter Leserliebling** Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben? Dies ist der erste Roman der Jahreszeiten-Geschichten. Ein weiterer Roman erscheint als E-Book am 2. Juli 2015.

    Die Autorin
    Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

    Meine Meinung

    Story
    Ich muss im Vorfeld sagen, das ich es nicht für möglich gehalten hätte, dass man in einem Buch, das gerade mal 270 Seiten hat, so ein zauberhafte und wunderschöne Story erschaffen kam, die meiner Meinung nach einfach perfekt war. Das Buch hat alles was ein gutes Buch braucht, einen tollen Schreibstil, tolle Charaktere und eine noch viel tollere Handlung. Das Buch ist eine geniale Mischung aus fantastischem Märchen und Dystopie. Die Handlung ist sehr kompakt. Die Welt in der, der Roman spielt ist sehr gut ausgearbeitet nahezu ohne Fehler und Makel. Alles wurde liebevoll bis ins kleinste Detail durchdacht und umgesetzt. Mir hat das Buch besser gefallen wie mancher groß angepriesener Roman, wie zb die Selection Reihe. Am Schluss des Buches musste ich heulen wie ein Schlosshund, weil das Ende einfach grandios war. Danke liebe Jennifer Wolf für dieses tolle Abenteuer auf das du mich mit diesem Buch geschickt hast.

    Schreibstil
    Das Buch wird immer aus der Sicht von Maya erzählt. Der Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen. Jennifer Wolf hat mich mit ihren Worten so berührt und überzeugt, dass ich die Welt, in der das Buch handelt, förmlich vor mir sehen konnte.
    Einaml begonnen, konnte und wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.

    Charaktere
    Das Buch weist nicht allzu viele Charaktere auf, was es dem Leser leicht macht, sich für jeden genügend Zeit zu nehmen, um ihn oder sie an sich heran lassen kann. Maya und ihre vier Prinzen, die vier Jahreszeiten und die Göttemutte Gaia sind mir schnell ans Herz gewachsen. Jeder war auf seine Art und Weise sehr schön erschaffen und ausgedacht. Sie konnten mich alle berühren. Besonders Jesien der Herbst war sehr liebevoll und hat mir mit seiner rührenden Fürsoge für Maya sehr gut gefallen. Der Winter, Nevis, war zwar kein leichter Charakter, doch er hat mich einfach genauso fasziniert und umgehauen wie Maya. Alle waren sehr authentisch und wiesen die nötige Tiefe auf, die Protagonisten für mich haben müssen.

    Mein Fazit

    Ein absolutes Lesehighlight für mich. Eine sehr gut ausgearbeitete und bis ins Kleinste durchdachte Geschichte. Tolle Charaktere die das Herz des Lesers sofort erobern. Für mich bisher eins der besten Bücher was ich bis jetzt so in dieser Richtung gelesen habe. Die Autorin hat so viel Herzblut in die Handlung und deren Charaktere einfließen lassen, wie ich es selten erlebt habe. Ein Buch das in 270 Seite alles aufweist, was ein Top Buch für mich haben muss. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen mit einem dicken Plus dahinter und ein absolute Leseempfehlung.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 12. Okt 2015 

    Zauberhaftes Fantasymärchen

    Am Anfang wurde ich für mein Empfinden erstmal ein wenig mit schnell heruntergerasselten Informationen erschlagen! Auch der Schreibstil kam mir dadurch erst ein bisschen holprig vor. Da hätte ich mir gewünscht, dass das Buch 50 Seiten mehr hat und der Leser dafür viele dieser Informationen selber entdecken kann, eingebunden in die eigentliche Handlung.

    Aber genug gemeckert, denn dieser erste Eindruck verflüchtigte sich schnell, als ich in die bezaubernde, märchenhafte Geschichte eintauchte! Denn das ist sie für mich wirklich: ein modernes Märchen, das klassische Märchenelemente mit moderner Fantasy verbindet. Zwar kann man schon ganz zu Beginn erahnen, wer sich in wen verlieben wird, und vielleicht auch, wo die Schwierigkeiten liegen werden, aber dennoch baut die Autorin genug Stolperfallen, Gefahren und unerwartete Wendungen ein, dass das Buch spannend bleibt.

    Ich muss sagen, ich war sehr überrascht, wie sich am Schluss alles auflöst! Damit hatte ich nicht gerechnet, und ich kann mir vorstellen, dass das Ende die Gemüter ein wenig spaltet - ich fand es sehr gut, schlüssig und auch mutig von der Autorin. Mir ist so ein Ende viel lieber als ein Ende nach Schema F!

    Meist gefiel mir der Schreibstil sehr gut. Er liest sich durchweg flüssig, angenehm leicht und sehr unterhaltsam. Wenn man einmal im Buch drin ist, liest es sich in Nullkommanix runter!

    Nur manchmal störte mich, dass die Halbgötter sich öfter benehmen und sprechen wie menschliche Teenager. Sie leben seit Menschengedenken, haben unzählige Kulturen kommen und gehen sehen - tragen aber Jeans, schauen "Spiderman" und sagen Dinge wie "Okay" und "Nee, ist klar". Das würde ich noch verstehen, wenn die Geschichte in unserer heutigen Zeit spielen würde und die Halbgötter sich demnach einfach an die momentan herrschenden Begebenheiten anpassen, aber das Buch spielt weit in der Zukunft und die Welt ist eine ganz andere geworden. Da fehlte mir einfach das Gespür dafür, dass es hier um Wesen mit einem enormen Alter und dadurch sicher auch einer enormen Lebensweisheit geht.

    Aber wie gesagt, das störte mich nur gelegentlich, und im Großen und Ganzen hat mir der Schreibstil wunderbar gefallen.

    Abgesehen von ihrer in meinen Augen zu modernen Ausdrucksweise gefielen mir auch die Charaktere sehr gut. Maya ist eine sympathische, sanftmütige Heldin mit einem großen Herzen, und die vier Göttersöhne haben alle sehr viel Persönlichkeit, so dass man schnell ein Gefühl für ihre Stärken, Schwächen und Marotten bekommt. Wenn ich mal raten dürfte, würde ich sagen, dass es bestimmt vier Bände geben wird, in denen jeweils ein anderer Göttersohn im Mittelpunkt steht? Das würde mich sehr freuen, denn ich fand sie alle sehr interessant.

    Die Liebesgeschichte fand ich wunderschön und sehr berührend. Ich habe von Anfang an mit den beiden mitgefiebert, denn natürlich stellen sich ihnen ungeahnte Hindernisse in den Weg!

    Fazit:
    "Morgentau" ist für mich eine Mischung aus klassischem Märchen und moderner Fantasy, mit einem Hauch Endzeit und viel Romantik. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, die Charaktere interessant und lebendig und die Geschichte spannend und überraschend. Besonders das Ende hat es mir sehr angetan - obwohl oder gerade weil es ganz anders war, als ich erwartet oder erhofft hatte.