Morgen kommt ein neuer Himmel: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Morgen kommt ein neuer Himmel: Roman' von Lori Nelson Spielman
4.4
4.4 von 5 (5 Bewertungen)

Können Träume glücklich machen? Eine Mutter zeigt ihrer Tochter den Weg, ihre wahren Träume zu verwirklichen.

Ein berührender Roman über die eine Liebe, die uns ein Leben lang nicht verlässt.



Wer verscheucht die Monster aus unseren Albträumen?

Wer tröstet uns bei Liebeskummer?

Und wer kennt uns besser, als wir uns selber kennen?



Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.

Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält – und zwar innerhalb von 12 Monaten.



Aber Brett ist nicht mehr das Mädchen von damals. Ein Baby bekommen? Das hat sie schon lange ad acta gelegt. Ein Pferd kaufen? In ihrer Wohnung sind nicht mal Haustiere erlaubt. Eine gute Beziehung zu ihrem Vater aufbauen? Ha – der ist seit sieben Jahren tot. Sich verlieben? Die einzig wahre, große Liebe gibt es doch nur im Film.



Um sie bei der Erfüllung ihrer Ziele zu unterstützen, hat ihre Mutter Brett mehrere Briefe hinterlassen. Wütend, enttäuscht und verletzt liest Brett den ersten Brief – und ist überwältigt von der liebevollen und fürsorglichen Nachricht ihrer Mutter, die gespürt hat, dass Brett in ihrem Leben nicht glücklich ist. Die Briefe ihrer Mutter rufen Brett dazu auf, ihre Träume nicht aufzugeben und ihr Leben in die Hand zu nehmen – denn nur sie selbst kann es ändern …

Kann Elizabeth ihrer Tochter dabei helfen, sich selbst wiederzufinden?

Format:Broschiert
Seiten:368
EAN:9783810513304

Rezensionen zu "Morgen kommt ein neuer Himmel: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Mai 2016 

    Wenn die Mutter einen besser kennt, als man sich selbst ...

    Das würden vermutlich nicht viele von uns behaupten: dass die eigene Mutter einen besser kennt, als man sich selbst. In der Geschichte von Brett Bohlinger scheint dies aber so zu sein ...
    Als ich gelesen habe, dass sich die kürzlich verstorbene Elizabeth von ihrer Tochter Brett wünscht, dass diese eine Liste voller Lebensziele, die sie vor 20 Jahren (mit 14) verfasst hat, abarbeiten soll, damit sie an ihr Erbe kommt, ist mir gleich mal die Spucke weggeblieben. Ich habe mir gedacht: »Wie kann man denn von seiner Tochter nur erwarten, irgendwelche Wünsche, die vor 20 Jahren mal aktuell waren, heute abzuarbeiten?« Und das Ganze dann auch noch innerhalb nur eines Jahres!
    Auf dieser Liste stand zum Beispiel: ein Pferd und ein Haus kaufen, einen Hund haben, sich in den Richtigen verlieben, ein Kind bekommen, usw. - In meinen Augen sind das Wünsche, die Zeit brauchen und nicht so mir nichts dir nichts aus dem Ärmel gezaubert sind. Ich war ja sehr skeptisch, ob das alles innerhalb eines Jahres (ohne Druck!) zu bewerkstelligen ist. Hinzu kommt meiner Meinung nach, dass man als 14-jähriges Mädchen andere Träume und Wünsche hat, als mit 34, es sei denn, man verändert sich in 20 Jahren überhaupt nicht, dann würde das natürlich schon noch passen. Und erst empfand ich Elizabeths Bedingungen wirklich als Frechheit, na gut, auch Brett war ja dementsprechend sauer, dass sich Elizabeth so in ihr Leben drängt und es scheinbar auf eine merkwürdige Art und Weise zerstören will. Akzeptabel wäre das für mich nur, wenn annehmbar gewesen wäre, dass Elizabeth ihre Tochter besser kennt, als die sich selbst.

    ~ Wer soll jetzt mein Selbstbewusstsein stärken, da meine Mutter nicht mehr ist? ~
    (S. 13)

    Ich muss gestehen, dass ich ziemlich lang empört über die Abarbeitung der Lebensziel-Liste war und mir auch Bretts Mutter Elizabeth mit ihrer fast schon unheimlichen Fähigkeit, ihre Tochter so gut zu kennen, dass sie beinahe schon ihre Gedanken lesen kann, nicht ganz geheuer war. Aber wie die Handlung dann so vorangeschritten ist, habe ich mehr und mehr Freude beim Mitfiebern mit Brett gehabt, wie sie nach und nach (oft auch durch Zufall oder im Zuge eines anderen Ziels) ihre alten Träume wahrgemacht hat.

    Den Schreibstil der Autorin fand ich von Anfang an fantastisch: schön flüssig zu lesen, einfach zum Eintauchen und sehr angenehm, ohne zu stolpern.
    Ganz zu Beginn, als ich zum ersten Mal die Zielliste gesehen habe und darauf ja doch sehr (viele) einschneidende Lebensereignisse zu finden sind, habe ich schon befürchtet, dass das nicht sehr in die Tiefe gehen kann. Die Taschenbuchausgabe hat 363 Seiten und es hat natürlich auch ein paar Seiten gedauert, bis Brett überhaupt erst von dieser Liste erfahren hat, weswegen dann noch weniger Seiten zur Verfügung waren, um die Erfüllung von Lebenszielen, die einen derartigen Stellenwert haben, ausreichend, in die Tiefe gehend und für den Leser zufriedenstellend darzustellen.

    ~ Werde ich je damit leben können, den Menschen in meinem Leben zu vermissen, der mich bedingungslos geliebt hat? ~
    (S. 15)

    Also die Oberflächlichkeit habe ich leider etwas zu bekritteln, hinzu kommt, dass die Geschichte an manchen Stellen schon absehbar war und das Ende war mir einen Touch zu kitschig und auch zu schnell abgehandelt.
    Mein Gesamteindruck ist trotzdem nicht so schlecht, wie man jetzt vielleicht vermuten würde. Aufgrund des herrlichen Schreibstils, der wirklich viel wieder gut gemacht hat, weil mir die Charaktere unheimlich gefallen haben und weil ich das eine oder andere Mal doch sehr gebannt und gerührt von den Geschehnissen war, fällt meine Bewertung doch noch überdurchschnittlich aus.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 26. Feb 2016 

    Tomorrow is another day

    Die 34jährige Brett Bohlinger ist untröstlich, ihre geliebte Mutter ist an Krebs gestorben. Bis zum Schluss hat Brett gehofft, es könnte eine Heilung geben. Doch alles Hoffen war vergebens. Brett muss stark sein, sie muss nun die Geschäfte ihrer Mutter weiterführen. Die Testamentseröffnung bringt allerdings eine Überraschung. Brett erbt nicht. Ihre Mutter hat lange Jahre die Liste mit ihren Lebenszielen sorgsam gehütet und nun nach ihrem Tod stellt sie ihrer Tochter die Aufgabe, die Ziele auf dieser Liste zu erreichen. Zunächst wehrt sich Brett gegen den letzten Willen ihrer Mutter. Aber nach und nach öffnet sie sich der Aufgabe und verändert ihr Leben.

    Etwas unreif und fremdbestimmt scheint Brett zu sein, abhängig von den Meinungen anderer, bestrebt, es allen recht zu machen. Dabei hat sie sich selbst aus den Augen verloren. Ihre Mutter hat dies mit Sorge betrachtet und sich gewünscht, sie könne ihrer Tochter auf die Sprünge helfen. So wie sie sich in ihre Tochter hineinversetzen kann, kann sie anhand der Liste und mit Briefen, die fast wie Zwiegespräche wirken, eine große Hilfe für Brett sein. Nach und nach überwindet Brett die Trauer und nimmt ihr Leben wieder selbst in die Hand.

    Welches Gefühl hinterlässt dieser Roman? Anheimelnd möchte man sagen, eine sympathische Hauptfigur für ihr Alter etwas unreif vielleicht, aber freundlich und intelligent, eine ausgeklügelte Geschichte, in der eine Mutter viel Liebe hinterlässt, in der eine Tochter auf dem Weg der Überwindung des Schmerzes, zwar weiteren Schmerz erfährt, aber gleichzeitig reift und auch viel Liebe gibt und empfängt. Schön und berührend beschreibt die Autorin die Ereignisse. Zwar vermag sie keine Begeisterung auszulösen, weil manche Wendungen doch ein wenig konstruiert wirken und man nicht an diese Form der Vorhersehung glauben mag. Trotzdem berührt Bretts Geschichte und man möchte diese Leseerfahrung nicht mehr missen.

    3,5 Sterne

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Nov 2015 

    Die To-Do Liste

    Brett bekommt nach dem Tod der Mutter bei der Testamentseröffnung einen Umschlag in dem eine Liste enthalten ist mit 10 Dingen die sie erledigen sollte, bevor sie ihr Erbe bekommen wird.
    Die 10 Lebensaufgaben hat sie vor vielen Jahren als junges Mädchen aufgeschrieben und den Zettel dann weggeworfen. Allerdings ihre Mutter hat diese Liste gefunden und aufgehoben. In der jetzigen Situation in der Brett steht passen diese Lebensaufgaben jedoch überhaupt nicht und so sträubt sie sich anfänglich auch sehr diese Liste abzuarbeiten.
    Aber irgenwann bekommt sie dann doch den Elan diese abzuarbeiten und sie findet dann auch immer mehr Freude und Spaß an den einzelnen Aufgaben und der Umstellung ihres Lebens.

    Meine Meinung:
    Ich fand es ein wunderschönes Buch für alle die noch träumen und Träüme haben. Ich konnte es dann auch auf den letzten 150 Seiten fast nicht mehr weglegen weil ich zu neugierig war wie es weiter geht.
    Der Schluss war dann einerseits überraschend anderseits dachte ich irgendwann mal beim lesen das es vielleicht so kommen könnte.
    Natürlich glaube ich nicht das es so eine Geschichte gibt oder geben wird, aber es war einfach ein schönes modernes Märchen mit Happy End.

    Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr berührt und gefesselt.
    Auch war ich über manche Ausgänge der einzelnen Momente doch erstaunt weil ich damit nicht rechnete und somit das Buch interessant gehalten wurde.
    Also ich kann nicht nachvollziehen warum Leute dieses Buch zur Seite legen, das wäre mir nie in den Sinn gekommen.
    Das Cover fand ich jetzt nicht gerade spektakulär aber es passt doch ganz gut.
    Auf jeden Fall werde ich das neue Buch von Lori Nelson Spielman lesen und hoffe das es mich genauso verzaubert wie dieses !!!!

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Okt 2014 

    wünderschönes emotionales Buch

    Morgen kommt ein neuer Himmel

    zum einen ist die Geschichte einfach nur wundervoll voller Lebensweisheit ,Liebe und Rührung ,zum anderen Liest sich der Schreibstill von Lori Nelson Spielman ist einfach ans Herz gehend ,sie schreibt warmherzig sie macht die Figuren lebendig und sie schreibt der Leserin einfach direkt ins Herz

    Brad war der Typ zum verlieben der den die Leserinnen natürlich sofort ins Herzschließen Man Fiebert die ganze zeit mit und denkt immer das Brad und Brett sich doch wohl kriegen müssen.

    Brad ist bei allem Luxus den sie bislang gewöhnt war eigentlich eine Bodenständige , warmherzig Frau .Manchmal kommt schon das versnobte "Kind" hervor, aber sie entwickelt sich über die Geschichte toll weiter und man muss sie einfach gern haben.

    Ich erwähne es gerne Nochmal 5 Sterne für das tolle Buch

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Jun 2014 

    Klasse!

    Brett, deren Mutter stirbt und ihr ein Erbe hinterlässt, dessen Umsetzung sich die Tochter so gar nicht vorzustellen vermag, fesselt von der ersten bis zur letzten Zeile.
    Bretts Mutter hat eine Liste mit Bretts Lebenszielen aufgehoben und wünscht nun, dass Brett diese Ziele innerhalb eines Jahres erreicht, ehe sie das eigentliche Erbe bekommt. Brett ist davon so gar nicht begeistert und macht sich eher widerwillig ans Werk. Ein Pferd kaufen? In Chicago? Unmöglich. Ein Baby bekommen? Ha! Brett ist fassungslos, dass nur sie in ihrer Familie einen derartigen Auftrag von ihrer Mutter erhält. Das Buch verführt den Leser sogleich dazu, selbst eine Liste mit Lebenszielen anzufertigen. *lol* Daneben jedenfalls begegnet Brett einigen Männern in ihrem Leben. Doch wer von ihnen ist der Richtige? Spannend, überraschend, witzig. Ein klasse Roman, dessen Kauf ich in keiner Weise bereue. :)