Mordnacht: Oberbayern-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Mordnacht: Oberbayern-Krimi' von Dieter Weißbach
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Nichts deutet im Leben von Erwin Zimmerl, Joseph Neuner, Karl-Friedrich Häusler, Oscar Vincenti und Wolfram Summer darauf hin, dass sie irgendetwas anderes sind als alteingesessene, honorige Bürger ihrer Heimatorte Garmisch-Partenkirchen und Farchant. Sie haben Karriere gemacht als internationaler Vertreter für Skibekleidung, Polizeidirektor, Sägewerksbesitzer, Notar und DSV-Mannschaftsarzt und führen jeweils ein solides Leben zwischen Arbeit, Stammtisch und Gebirgsschützen. Doch als eines Tages zwei der engen Freunde ermordet im Schnee aufgefunden werden, kurz darauf ein dritter verschwindet und eine Fremde im Ort auftaucht, ist klar: Jemand hat noch eine Rechnung mit ihnen offen. Etwa wegen ihrer zwielichtigen Geschäfte in Sachen Schneekanonen? Oder wegen eines Vorfalls aus der Vergangenheit, über den nicht nur die fünf Freunde seit Jahrzehnten schweigen? Hauptkommissarin Paulig aus München tappt lange im Dunkeln, bis sich ihr das ganze Ausmaß einer Tragödie zeigt …

Format:Kindle Edition
Seiten:225
EAN:

Rezensionen zu "Mordnacht: Oberbayern-Krimi"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Apr 2017 

    Fünf Freunde bis in den Tod

    Alles Glück dieser Welt entsteht aus dem Wunsch, dass andere glücklich sind. Und alles Leiden dieser Welt aus dem Wunsch, dass wir selbst glücklich sind. (Sinnspruch von Shantideva, 8. Jahrhundert)
    Winter in Farchant bei Garmisch Partenkirchen, hier treffen sich bei einem Kreuz immer fünf Freunde, seit Kindheitstagen. Der Neuner Polizeidirektor, Vincenti Notar, Summer Orthopäde, Häusler Sägewerksbesitzer und der Zimmerl Vertreter. Doch an diesem Abend wird es für die Freunde Summer und Zimmerl das letzte Treffen werden. Den als sich die fünf an dem Abend verabschieden, werden die beiden kurz danach erschlagen. Das Team um Christine Paulig ermittelt, die engagierte Kommissarin mit der guten Aufklärungsrate wird extra von München ins malerische Farchant beordert. Das einer der Freunde der Opfer, ausgerechnet der Polizeidirektor ist, macht den Fall nicht einfacher. Und so kommen die Beamten auch nicht wirklich vorwärts, zumal einige Tage danach auch noch die Köchin Martha Bruckmeier ermordet wird. Auf einmal ist die Ausgangslage eine ganz andere. Was hat Martha mit den Toten zu tun, hat sie irgendetwas gehört oder beobachtet? Sind die anderen Freunde nun ebenfalls in Gefahr ermordet zu werden oder ist einer von ihnen der Mörder? Christine Paulig läuft die Zeit davon, sie will den Täter finden, bevor es das nächste Opfer gibt.

    Meine Meinung:
    Dieter Weißbach ist es in diesem Regionalkrimi gelungen dem Leser einen Fall zu schildern, der auf wahren Begebenheiten beruht. Das ganze macht einen dadurch noch sprachloser und ergriffener, wenn man weiß, das es so oder so ähnlich sich zugetragen hat. Als ich mir dieses Buch herausgesucht hatte, habe ich nicht mit so einem spannenden und fesselnden Plot gerechnet. Mich hat allein das ansprechende Cover mit dem Kreuz und die Kurzinfo neugierig gemacht, doch ich hätte nie vermutet das sich ein solch interessanter Krimi dahinter verbirgt. Schon nach wenigen Seiten war ich total in die Geschichte eingetaucht. Die Ermittler sind sehr professionell, korrekt und an vielen Stellen auch humorvoll, was mich jeden einzelnen sehr sympathisch wirken lässt. Auch die ganze Geschichte war durch seine gelegten falschen Fährten des Autors, wirklich spannend bis zum Ende. So war ich dann auch am Schluss absolut sprachlos, da ich mit dem Täter nicht gerechnet hätte. Ich kann diesen Krimi den lesern nur wärmstens empfehlen, den es ist einer meiner grandiosesten Regionalkrimis aus Bayern. Ich jedenfalls werde mir diesen Autor merken und würde mich sehr freuen, wieder einen neuen Fall von dem Ermittlerteam zu lesen.