Mord ist schlecht fürs Geschäft

Rezensionen zu "Mord ist schlecht fürs Geschäft"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 05. Okt 2019 

    Mord ist schlecht fürs Geschäft (Befrieidigend)

    Jean G. Goodhind
    Mord ist schlecht fürs Geschäft
    Aufbau Taschenbuch

    Autor: Jean G. Goodhind wurde in Bristol geboren und lebt teilweise in ihrem Haus im Wye Valley in England oder ist mit Ihrer Yacht unterwegs, die im Grand Harbour von Malta ihren Liegeplatz hat. Sie hat bei der Bewährungshilfe gearbeitet und Hotels in Bath und den Welsh Borders geleitet. Im Aufbau Taschenbuch liegt ihre Serie um die Hotelbesitzerin Honey Driver vor: „Mord ist schlecht fürs Geschäft“, „Dinner für eine Leiche“, „Mord zur Geisterstunde“, „Mord nach Drehbuch“, „Mord ist auch eine Lösung“, „In Schönheit sterben“, „Der Tod ist kein Gourmet“, „Mord zur Bescherung“, “Mord zur besten Sendezeit“, „Mord zu Halloween“, „Mord in Weiß“, „Mord im Anzug“ und „Mord unter Brüdern“. (Quelle: Aufbau Verlag)

    Hannah Driver, die von allen nur Honey genannt wird und selbst ein eigenes Hotel leitet, soll nun auch noch Mittelsmann zwischen Hotelverband und Polizei werden. Ihr erster Fall in dieser Position, lässt auch nicht lange auf sich warten. Ein amerikanischer Tourist, der in einem Bed and Breakfast abgestiegen ist, ist verschwunden. Bei den Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass einige Angaben des Vermissten, nicht ganz stimmen. Auch sein Beruf gibt Grund zur Vorsicht.

    Die Story von “Mord ist schlecht fürs Geschäft” umfasst insgesamt 37 Kapitel, wobei die Kapitelüberschriften recht einfach gehalten sind.
    Das Buch beginnt recht ruhig und ohne Rätsel/Fragen, wie es oftmals in Krimis der Fall ist. Hierdurch lässt sich der Story von Beginn an gut folgen, auch wenn diese anfangs etwas aufgesetzt wirkt (besonders wie genau Honey zu ihrer Arbeit als Detektivin gekommen ist), allerdings fehlt so auch die Anfangsspannung. Leider stellt sich diese Spannung auch im Laufe des Buches, zumindest bei mir, nicht recht ein. Hier könnten besonders die Anspruchsvollen Krimifans eine Enttäuschung erleben. Außerdem ist der Mordfall und die Ermittlung dazu, etwas langatmig. Außerdem lässt sich dem Krimi nur schwer folgen, was daran liegt, dass es doch recht viele Personen gibt, die im Laufe der Handlung auftauchen. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei “Mord ist schlecht fürs Geschäft” eher um einen locker, leichter Krimi, der sich bestens für die anspruchslose Unterhaltung zwischendurch eignet. Hierfür sorgt ebenfalls, der wirklich leicht und flüssig zu lesende Schreibstil von Jean G. Goodhind. Außerdem überzeugt dieser Schreibstil auch dadurch, dass er sehr detailliert ist und so ein wirklich tolles Bild erlaubt, dass sich nach und nach im Kopf der Leser bildet.
    Neben dem Mordfall, geht es in dem Buch ebenfalls um die völlig verschiedenen Charaktere der Geschichte, die wirklich gut zueinander passen. Die Charaktere haben alle ihre eigene, typische Art an sich, die im ganzen Buch über immer wieder zu erkennen ist. Besonders im Verhalten der Charaktere untereinander, fand ich das Buch gut. Hier lassen sich besonders die Szenen der Mutter und ihrer Tochter Honey nennen. Man kann dort recht gut nachvollziehen, wieso Honey nicht sonderlich gerne in der Nähe ihrer Mutter ist. Auch die lockere und humorvolle Art der Protagonistin, überzeugt im Verlauf der Handlung immer wieder. Von der britischen Lebensart, die auf dem Klappentext versprochen wird, ist für mich nicht wirklich gut eingefangen worden, dass habe ich schon deutlich besser gesehen.

    Cover: Das mintgrüne Cover von “Mord ist schlecht fürs Geschäft” enthält einige kleine Details, die deutlich an eine britische Lebensart erinnern lassen. So findet sich vorne auf dem Cover, eine rote Teekanne mit passender Tasse und einem Teebeutel. Hier bildet man wohl die bekannte Teatime ab. Außerdem sieht man ein Messer, dass sich über dem Wort “Mord” befindet. Dieses Wörtchen “Mord” sticht auch dadurch heraus, dass es deutlich größer als der Rest des Titels gedruckt ist. Insgesamt schaut der Titel elegant aus, was an der gewählten Schriftart liegt.
    Das Cover macht insgesamt einen tollen und passenden Eindruck. Es bildet einige Details ab, die zum Buch passen.

    Fazit: Mord ist schlecht fürs Geschäft ist kein sonderlich spannender und aufreibender Krimi. Leser/-innen die das an einem Krimi bevorzugen, kommen hier also nicht auf ihre Kosten. Für Freunde der locker, leichten Unterhaltung, eignet sich das Buch von Jean G. Goodhind da schon eher. Es überzeugt nicht über die gesamte Länge des Buches, allerdings handelt es sich auch nicht um eine totale Katastrophe. Für mich reiht sich “Mord ist schlecht fürs Geschäft” im guten Mittelfeld ein und bekommt daher auch 3/5 Sterne.

    Klappentext: Hier geht's um Mord, Mylord!
    Honey Driver, verwitwet und mit 18jähriger Tochter, leitet ihr eigenes kleines Hotel in Bath. Zudem ist sie die neue Verbindungsfrau des Hotelverbands zur Polizei.
    Da verschwindet ein amerikanischer Tourist spurlos. Honey nimmt die Ermittlungen auf, die sie bald auf einen Adelssitz führen, auf dem recht befremdliche Dinge vor sich gehen. Spannend, witzig und very British. (Quelle: Aufbau Verlag)

    Autor: Jean G. Goodhind
    Titel: Mord ist schlecht fürs Geschäft
    Verlag: Aufbau Taschenbuch
    Genre: Krimi
    Seiten: 311
    Preis: Taschenbuch: 9,99
    Erstveröffentlichung: 2009
    ISBN: 978-3746625157

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 13. Mai 2015 

    Mich hat es nicht überzeugt

    Keine Ahnung wie lange ich schon um diese Reihe herumschleiche....
    Während in Deutschland schon 10 Bände der Honey Driver-Reihe in den Läden sind, habe ich es endlich geschafft Band 1 zu lesen.
    Ich finde die Bücher sind ein Eyecatcher, wo durch sie mir auch aufgefallen sind und ich nach dem Durchlesen des Klappentext mit die Autorin auf die Möchte-ich-mal-Lesen-Liste packte.
    Wie gesagt, es sollte lange dauern, wie ich es dann schaffte und dann auch noch zu falschen Zeitpunkt.
    Oder ich nehme zumindest an, dass es der falsche Zeitpunkt war.
    Ich hatte mir das Buch in der Bibliothek ausgeliehen und das Leihfristende rückte näher als nahm ich es schnell zu Hand und fing an zu lesen mit der Vorstellung es handle sich um leichte unterhaltsam Cozy-Kost.
    Tut es im Prinzip auch, ABER man muß trotzdem den Kopf frei haben um sich auf die Charakter einzulassen, gerade die sehr anstrengende Mutter von Honey Driver, mag liebenswert sein, ging mir aber ziemlich auf den Keks.
    Honey Driver erinnerte mich etwas an Theodosia-BrowningTheodosia-Browning aus der Tee-Reihe von Laura Childs die ich im übrigens sehr gerne mag, vorallem gerne im Herbst bei nebligen, nasskalten Wetter, eingehüllt in eine kuschelige Lesedecke in meinem beheizbaren Massage-Lesesessel lesen.
    Okay, aber zurück zum Thema:
    Das Buch war nicht schlecht, es gibt eine etwas zähe -zumindest empfand ich sie zu dem Zeitpunktso- zähe Krimihandlung, sehr außergewöhnliche Charaktere, die sich auf wenige Personen beschränken und somit überschaubar bleiben. Der Humor ist gewöhnungsbedürftig. Ich bin nicht recht warm geworden, ABER ich werde dieser Reihe eine zweite Chance geben, denn ich denke ich habe das Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen.
    Nett fand ich im Übrigen den Schauplatz. Denn die Bücher spielen in Bath, dort wo auch Jane Austen ihre wundervollen Liebesromane spielen läßt

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 18. Mai 2014 

    Sagen Sie ihm, er hat den Falschen...

    "Sagen Sie ihm, er hat den Falschen..."

    ..dieser Satz charakterisiert bereits das Verhältnis der Hobbydetektivin Honey Driver gegenüber der örtlichen Polizei: immer mit der Nase ein wenig voraus...

    Honey Driver ist eigentlich eine verwitwete Mittvierzigerin, die in Bath, einem bekannten Ort in England, der zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ein Hotel in viktorianischem Stil leitet. Doch auch in Bath kommt es zu Verbrechen, und um negative Auswirkungen auf den Tourismus und die Belegzahlen der Hotels zu vermeiden, wird Honey Driver kurzerhand zur Verbindungsfrau zwischen dem Hotelfachverband und der Polizei erklärt.
    Als ein amerikanischer Tourist verschwindet, begibt sich Honey anfangs zögerlich an die Ermittlungen, doch das arrogante und eingleisige Auftreten des ermittelnden Kommissars Steve Doherty wecken ihren Ehrgeiz und ihre detektivischen Neigungen, von denen nicht näher erläutert wird, woher diese eigentlich stammen. Zwischen skurrilen Gästen, ihrer Aufgabe als alleinerziehender Mutter, Querelen mit ihrer eigenen, recht exzentrischen Mutter und ihrem Job als Leiterin eines Hotels verfolgt Honey nebenher und oft durch Zufall Spuren im Fall des verschwundenen Amerikaners - und später im Fall zweier Leichenfunde. Auch das Gefühlsleben kommt nicht zu kurz, oftmals zu nachtschlafender Zeit, so dass man als Leser zwangsläufig zu der Erkenntnis kommt: Schlafen wird eindeutig überbewertet...

    Ernstnehmen kann und muss man dieses Buch, den ersten Band der Reihe um Honey Driver, wahrlich nicht. Die von ihrer Intuition beseelte Amateurdetektivin ist der professionellen Polizei stets mindestens einen Schritt voraus und löst schließlich quasi nebenher und fast im Alleingang den Fall.

    "Wenn man will, dass ein Mann eine Aufgabe gut erledigt, sollte man sie lieber gleich einer Frau übertragen."

    Angesiedelt ist das Geschehen in einem klischeehaft malerischen Ort mit ebenfalls klischeehaften und noch recht flachen, obgleich liebevoll gezeichneten, Bewohnern und Charakteren. Sie bieten jedenfalls viel Raum, um in den Folgebänden noch an Profil zu gewinnen.
    Laut Klappentext ist dieser Krimi spannend, witzig und very british. Einige amüsante Wortwechsel gibt es durchaus, und das Buch ließ sich flüssig lesen. Aber die Handlung selbst fand ich nicht sonderlich spannend, auch wenn die Auflösung durchaus Überraschungen barg. Eine Mischung aus Krimi mit viel Lokalkolorit und unterhaltsamer Chick-Lit würde ich dem Buch attestieren. Kein Highlight, aber eine nette und nicht sonderlich anspruchsvolle Unterhaltung für ein paar Stunden.

    Störend empfand ich manche Ausdrücke, die mir einfach zu platt oder merkwürdig waren, von denen ich aber nicht weiß, ob sie ggf. der Übersetzung geschuldet sind - so z.B.

    "...mit einem Busen wie ein Bücherregal und dazu passendem Bauch."

    Da dies der erste Band der Reihe um Honey Driver ist, werde ich zumindest noch den zweiten Band lesen, um zu schauen, ob und wie sich die Figuren entwickeln. Die allgemeine Tendenz in den Bewertungen geht ab Band 2 jedenfalls nach oben. Ich bleibe neugierig!

    © Parden

    Reihenfolge der Bände um Honey Driver ermittelt:

    1. Mord ist schlecht fürs Geschäft
    2. Dinner für eine Leiche
    3. Mord zur Geisterstunde
    4. Mord nach Drehbuch
    5. Mord ist auch eine Lösung
    6. In Schönheit sterben
    7. Der Tod ist kein Gourmet
    8. Mord zur Bescherung