Mord in der Provence: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Mord in der Provence: Kriminalroman' von Sandra Åslund
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Atmosphärisch und spannend zugleich: Hannah Richter ermittelt in ihrem ersten Fall


Die junge Kommissarin Hannah Richter wird im Rahmen eines Austauschprogramms nach Vaison-la-Romaine, in ein idyllisches Touristenstädtchen in der Provence, versetzt. Damit geht ein Traum für sie in Erfüllung, denn hier kann Hannah neben der Arbeit ihrer Leidenschaft für die römische Geschichte nachgehen. Als ein Toter im römischen Theater in Orange gefunden wird, ist ihr Fachwissen gefragt. Allem Anschein nach handelt es sich um einen Selbstmord, doch Hannah entdeckt Hinweise, die auf einen Mord hindeuten. Da ihre ortsansässigen Kollegen, allen voran ihr Vorgesetzter Claude-Jean Bernard, ihre Beobachtungen jedoch als Hirngespinste abtun, beginnt Hannah, auf eigene Faust zu ermitteln. Und macht schon bald eine grausige Entdeckung …


Von Vorablesern empfohlen:


Ein atmosphärisch perfekt inszenierter Krimi, der ganz nebenbei noch Geschichtswissen vermittelt und Lust auf eine Reise in die Provence macht. (jehe)


Spannend zu lesen, mit vielen kulturellen Eindrücken und gut beschriebenen Personen. (lealesemaus)


Bildreich geschriebener Krimi in toller Umgebung! (r.blume)

Format:Kindle Edition
Seiten:352
Verlag: Midnight
EAN:

Rezensionen zu "Mord in der Provence: Kriminalroman"

  1. Arbeitsurlaub

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Okt 2016 

    Die Kölner Polizistin Hannah Richter wird über die EU in ein kleines Örtchen in Süd-Frankreich namens Vaison-la-Romaine entsandt. Sie soll im Rahmen eines Austauschprogramms für einige Monate die dortige Polizei unterstützen. Hannah ist begeistert, kann sie hier doch ihre Arbeit mit dem Studium der römischen Vergangenheit des Ortes kombinieren. Eine Art Arbeitsurlaub, was könnte sich Hannah besseres wünschen. Ein kleiner Tropfen nur trübt das Glück, ihr Chef Bernard scheint nicht viel von Frauen im Polizeidienst zu halten und lässt auch keine Gelegenheit aus, dass klar zu machen. Als im nahegelegenen Amphitheater eine Leiche entdeckt gelangt Hannah eher zufällig an den Tatort und findet einige Indizien, die vermuten lassen, dass hier nachgeholfen wurde. Für ihren Chef ist jedoch klar, der Mann hat Selbstmord begangen, und Hannah soll sich wie ihr aufgetragen wurde gefälligst den Taschendieben widmen.

    Eingebettet in wunderbar beschriebene Landschaftsbilder und Darstellungen alltäglicher Szenen auf Märkten und Gassen im Süden Frankreichs, entwickelt sich vor des Lesers Augen ein oder gar mehrere Mordfälle. Und Hannas darf zum einen in ihrer Position zum anderen aber auch, weil es der strenge Chef verboten hat, nicht wirklich in die Ermittlungen einsteigen. Es lässt ihr keine Ruhe und so beginnt sie in ihrer Freizeit Nachforschungen anzustellen und Leute zu befragen. Eher zufällig schließt sie dabei Bekanntschaften, die sie als hilfreich erweisen könnten. Und sei es nur, dass sie ab und zu einen Ratschlag des fortschrittlicheren aber leider pensionierten ehemaligen Polizeichefs einholen kann.

    Bei der Lektüre bekommt man wahrlich Lust auf eine Reise in die Provence, die Beschreibungen von Land und Leuten sind so lebhaft und Sympathie erweckend, dass der Gedanke an einen künftigen Sommerurlaub wirklich nicht mehr fern ist. Vielleicht durfte oder darf man selbst einmal erleben, wie es ist in einer Urlaubsgegend zu arbeiten. Tatsächlich fühlt man sich in schöner Umgebung und bei bestem Wetter ein wenig so als seien Urlaub und Arbeit gleichzeitig zu haben. Und so beflügelt geht auch Hannah an ihren Job heran, ein Todesfall, der ihr keine Ruhe lässt, dessen Geheimnis sie unbedingt lüften will. Gleichzeitig beschwingt erkundet sie auch die Umgebung nach Sehenswürdigkeiten und trifft Menschen, die ihr gewogen sind. Ein kniffliger Fall, der nichts wünschen übrig lässt, angesiedelt in einer liebevoll beschriebenen Umgebung, die zum Verweilen einlädt.

    Hoffentlich kann Hannah Richter auf ihrer nächsten Station in Frankreich einen ähnlich fesselnden Fall lösen und gleichzeitig den Kontakt zu den lieb gewonnenen Freunden behalten.