Monday Club

Rezensionen zu "Monday Club"

  1. bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 16. Sep 2016 

    Enttäuschend

    Zuerst eine Bewertung...
    Den ersten Teil fand ich sehr faszinierend, spannend und war wirklich auf die Fortsetzung gespannt, die mich jedoch ziemlich enttäuscht hat. Einerseits hat sich mein Leseverhalten im letzten halben Jahr sehr verändert, hin zur Gegenwartsliteratur und zu Romanen gegen das Vergessen. Zwar bleibe ich den Krimis und der Fantasy treu, aber sie sind etwas in den Hintergrund gerückt. Andererseits liegt es auch am Roman selbst, in dem sich die Protagonistin, die aus der Ich-Perspektive erzählt, vorwiegend um sich selbst dreht und die Handlung auf der Stelle zu treten scheint. Den dritten Teil der Trilogie werde ich sicherlich nicht mehr lesen. Dabei ist die grundlegende Idee, dass ein Mädchen die seltene Gabe besitzt, sich mit den Toten in Verbindung zu setzen, interessant und auch der Schreibstil der Autorin flüssig und sprachlich ansprechend.

    ...und ganz kurz der Inhalt
    Aber der Handlungsbogen wird überspannt, der zweite Band bringt lediglich die Erkenntnis, dass Faye seit Jahren von der Psychologin Erica Meyers und dem Monday Club als kostbarstes Gut gesehen wird. Sie findet heraus, worin ihre besondere Gabe besteht, kann sich nicht zwischen den attraktiven jungen Männern Josh (ihrem Jugendfreund) und Luke (der die Nachforschungen angestoßen hat) entscheiden und weiß aber ihre Freunde, deren Eltern dem ominösen Monday Club angehören, hinter sich.
    Ihr Großvater, ein renommierter Arzt hat anscheinend die Forschungen im Bereich der Nahtoderlebnisse angestoßen und seine Tochter Liz, Fayes Tante, hat diese fortgesetzt. Im Roman bleibt lange unklar, ob Liz Faye all die Jahre benutzt hat oder ob sie sie beschützen möchte.
    Sicher ist, dass der Monday Club nicht davor zurückschreckt, Kinder zu opfern, wie Fayes Freundin Amy, um die Grenze zwischen Leben und Tod zu überschreiten.

    Fazit
    Schade um die gute Idee!

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Mai 2016 

    Faye schlaflos in Bluehaven 2

    Faye Mason leidet unter der mysteriösen Krankheit Idiopathische Insomnie. Dabei sieht und hört sie Dinge, die nicht wirklich existieren. Zudem begibt sie sich des nachts auf Wanderschaft durch ihr beschauliches Heimatstädtchen Bluehaven. Außerdem hat Faye schlimmes durchgemacht in letzter Zeit, sie hat ihre beste Freundin Amy bei einem Autounfall verloren. Dieser Tod wirft noch immer einige Rätsel auf, die Faye zusammen mit Luke Salerno lösen möchte, schließlich sagte ihr die Ärztin Virginia Donnelly kurz vor deren Selbstmord, dass sie die nächste sei. Was hat der Monday Club, der die Hafenstadt quasi regiert, mit all dem zu tun? Und was sind das für Experimente, die der Club durchführt? Und vor allem, wem kann Faye noch trauen? Fakt ist, dass erneut eine Frau verschwunden ist – Paige. Doch deren Tochter Lucy sucht bereits nach ihr.

    Schön finde ich, dass der erste Band vorab des Buches auf sechs Seiten zusammengefasst wird, so komme ich auch schnell in die Geschichte hinein, wenn ich zu den neuen Lesern der Trilogie gehöre. Ich liebe den Schreibstil der Autorin Krystyna Kuhn, ihre Sprache ist wunderschön, sie kann mich sofort mitnehmen in ihre Phantasiewelt, sie läßt mich direkt eintauchen in Fayes Schicksal und die Geschehnisse in Bluehaven. Ihr verwendeter Spannungsbogen sowie das schnelle Tempo machen dieses Buch zu einem wahren Pageturner und ich bin geneigt, eine Nachtschicht einzulegen, so sehr interessiert es mich, das Ende zu erfahren. Anmerken möchte ich, dass mich zum einen das grandiose Cover des Buches, gestaltet von Carolin Liepins, beeindruckt hat und zum anderen, dass ich den Einband des Buches mit dem Stadtplan Bluehavens auf den Innenseiten als außerordentlich geschmackvoll empfinde.

    Diesem Jugendbuch möchte ich wohlverdiente fünf Sterne von fünf möglichen Sternen vergeben und es sehr gerne weiter empfehlen an junge und junggebliebene Leser, die mystische Fantasy gepaart mit einer Spannungsgeschichte lieben, wie ich sie zuletzt in Teri Terrys Buch „MindGames“ lesen durfte. Nun heißt es hibbelig warten, dass der dritte und letzte Band der Reihe um Faye „Monday Club. Die letzte Rache“ im Oktober 2016 aus dem Verlagshaus Oetinger erscheint.