Mörderische Insel

Buchseite und Rezensionen zu 'Mörderische Insel' von Marsali Taylor
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Die Shetland-Inseln – ein wilder, mörderischer Schauplatz.
Cass Lynch unterrichtet Jugendliche im Segeln. Als fremde Segler von einem Landgang zum Elfenhügel nicht zurückkehren, wird sie misstrauisch und begibt sich selbst dorthin. Auf dem Rückweg sieht sie in dem unbewohnten Haus neben dem Hügel ein seltsames Licht. Und in der Nähe schreit ein Baby. Dann wird einer ihrer Segelschüler tot aufgefunden. War es ein Verkehrsunfall oder wurde er ermordet? Es ist wohl besser, Detective Inspector Macrae aus Inverness um Hilfe zu bitten.
»Eine großartige Lektüre.« Shetland Times

Format:Kindle Edition
Seiten:384
EAN:

Rezensionen zu "Mörderische Insel"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Mär 2017 

    Klassischer Krimi

    Cass Lynch, eine leidenschaftliche Seglerin, lebt auf ihrem Boot, das im Hafen von Brae auf den Shetland Inseln liegt. Natürlich entgeht ihr nichts, was sich Hafen und an der Küste abspielt. Als zwei Luxusboote im Hafen anlegen, kann sie es nicht lassen, das seltsame Verhalten der beiden Paare zu beobachten und ihr seltsames heimliches Verschwinden. Als dann einer ihrer Segelschüler ums Leben kommt, will sie nicht an einen Unfall glauben und beginnt zu auf eigene Faust zu schnüffeln. Dabei begibt sie sich in große Gefahr. Gut, dass sie den zuständigen Kriminalbeamten vom schottischen Festland kennt, denn die Sache beginnt größere Kreise zu ziehen.
    Bei diesem Krimi hat mir von Anfang an alles gefallen. Die raue Landschaft der Shetlands, wind- und sturmumtost, ist ein toller Hintergrund. Man erfährt sehr viel über der Geschichte der Inseln, über die frühere Armut und das raue Leben der Fischer , das inzwischen einem durch die Ölförderung entstandenem Wohlstand gewichen ist. Aber die Ölvorkommen sind nicht unendlich und diese ökonomische Delle ist auch in Brae zu spüren. Gut fand ich auch die Fußnoten, die bestimmte Ausdrücke oder Dialekte erklären. Dadurch war ich noch mehr mitten im Geschehen. Cass ist sympathisch und ihre Segelleidenschaft ist richtig ansteckend. Obwohl sie aus einer wohlhabenden Familie stammt, zieht sie ein ungebundenes Leben an Bord ihres kleinen Seglers vor. Das wirkt sicher deshalb so authentisch, weil die Autorin selbst segelt und ihre Törns sicher das Vorbild für Cass‘ Fahrten waren.
    Die Handlung beginnt verhalten und steigert sich dann zunehmend. Bald führen die Beobachtungen von Cass und dem Hafenmeister Magnie, einer urig gezeichneten Nebenfigur, zu einem verwickelten Krimi und Familiendrama, in das Cass tiefer hineingezogen wird, als ihr lieb ist. Die Charakterisierung der Insulaner und die gelungene Landschaftsbeschreibung geben dem Krimi noch ein ganz besonderes Flair.
    Ein klassischer, typisch englischer Krimi mit einer großartigen Landschaft und einer stimmigen Atmosphäre. Überzeugend!