Mission: Weisse Weihnachten: Ein Rentner-Roadtrip in die Berge

Buchseite und Rezensionen zu 'Mission: Weisse Weihnachten: Ein Rentner-Roadtrip in die Berge' von Andreas Benz
4.35
4.4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mission: Weisse Weihnachten: Ein Rentner-Roadtrip in die Berge"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:204
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Mission: Weisse Weihnachten: Ein Rentner-Roadtrip in die Berge"

  1. Mission erfüllt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 22. Dez 2020 

    Maria Gerber ist sterbenskrank und hat nur noch den einen Wunsch: weiße Weihnachten in den Bergen zu verbringen. Ihre Mitbewohner im Altenheim Abendrot, Luky, Hans, Frida und Inge, setzen alles daran, Maria diesen Wunsch zu erfüllen. Da ihnen aber das nötige Geld fehlt, kommt Hans auf die wahnwitzige Idee, einen Juwelierladen zu überfallen. Ihr Plan geht auf, nicht ganz so wie erwartet und die bunte Gruppe der Senioren macht sich - verfolgt von Polizei und einem in seiner Ehre zutiefst gekränkten Wachmann - auf eine abenteuerliche Tour quer durch die Schweiz.

    „Was denkt ihr, fragte sie, nachdem der Wodka ihre Kehle hinuntergeflossen war, sperren die so alte Knacker wie uns überhaupt noch ins Gefängnis? Frida nahm auch einen Schluck aus der kleinen Pulle und antwortete: »Ob ›Abendrot‹ oder Knast, was ist der Unterschied?“

    Sie sind alt, aber noch lang nicht vom alten Eisen. Die wackelige, aber wackere Rentnergruppe setzt sich mit Mut und Verve über alles hinweg, was von so alten Leutchen sonst erwartet wird. So geraten sie von einer skurrilen Situation in die nächste. Auch wenn es lustiger Klamauk ist und mancher Witz wegen einer bestimmten „Kleinigkeit“ überstrapaziert wird, zeigt die Geschichte mit sehr großem Augenzwinkern, dass es für Freundschaft, Zusammenhalt und sogar ein bisschen Romantik keine Altersgrenzen gibt. Mission erfüllt.

  1. Weisse Weihnacht mit Hindernissen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Nov 2020 

    Das Seniorenheim „Abendrot“ ist längst nicht so idyllisch, wie der Name suggeriert. Es ist keine edle Residenz für betuchte Silberköpfe, sondern ein kommunales Haus für Menschen deren Rente nicht ganz so üppig ausfällt.

    Hans, Inge, Frida und Luky wollen ihrer todkranken Freundin Maria den letzten Wunsch erfüllen. Noch einmal Weihnachten in den verschneiten Bergen feiern, wie früher, als es noch Familie gab. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht, auch ein Überfall bei einem Juwelier um das nötige Geld zu bekommen.
    Natürlich geht alles schief, was schiefgehen kann, aber dafür gelingt etwas viel Wichtigeres: Zusammenhalt und Freundschaft zu zeigen und Maria noch ein wenig Glück schenken.

    Diese kleine Geschichte von Andreas Benz hat alles, was in die Weihnachtszeit passt: stille, besinnliche Augenblicke, verschmitztes Schmunzeln und hin und wieder ein befreites Lachen. Ich habe diesen Roman um die „Seniorengang“ mit großes Vergnügen gelesen und beim Schluss – ich gebe es gern zu – auch einige Tränen wegwischen müssen. Aber es ist nicht nur eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art, sondern auch ein Denkanstoß für mich. Sprechen wir alten Menschen nicht zu schnell ihre Mündigkeit ab? Bestimmen ihr Leben mit der Begründung, dass alles nur zur ihrem Wohl ist? Darüber sollten wir uns auch Gedanken machen.

    Aber vor allem kann man sich mit dieser warmherzigen und turbulenten Geschichte so richtig wohlfühlen.

  1. Ein Roadtrip der besonderen Art

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 31. Okt 2020 

    Luky , Hans , Maria , Inge und Frida wohnen im Seniorenheim "Abendrot " . Als die fünf Freunde erfahren dass Maria nicht mehr lange zu leben hat , möchten sie ihr einen letzten Wunsch erfüllen : Ein letztes Weihnachtsfest in den Bergen . Und weil so ein gemietetes Chalet sehr teuer ist , beschließen die Freunde die Bijouterie Klein in Küsnacht auszurauben . Aber es geht schief und mit Maria im Schlepptau fliehen sie mit dem alten VW-Käfer von der Seniorenresidenz ... und ein Roadtrip der besonderen Art nimmt seinen Lauf .

    Die Protagonisten sind alle sehr sympathisch und die "Rentnergang" liebenswert . Der Schreibstil ist flüssig und ruhig geschrieben . Ich bin recht zügig durch das Buch gekommen . Der Spannungsbogen ist perfekt . Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen .

    Fazit : Dieser Roman ist gerade zum Schluss traurig , ohne zu emotional zu werden , er ist sehr schön und dazwischen gibt es immer mal wieder etwas zum schmunzeln . Es ist ein weihnachtlicher , fast schon chaotischer Roadmovie der mich überzeugt hat . Über jedem Kapitel ist ein Campingbus gezeichnet der ja auch auf dem Cover zu sehen ist . Da es kurz vor Weihnachten ist , passt es auch ausgezeichnet zur Geschichte . Die Handlung spielt sich in der Schweiz ab . Die Geschichte ist zwar abgeschlossen , aber in meinen Augen lässt der Schluss vielleicht doch zu , dass es eventuell einen zweiten Teil gibt . Ich wäre auf jeden Fall begeistert . Dieses schöne Buch ist eine klare Leseempfehlung von mir . Gerade auch in der Weihnachtszeit bei einer Tasse Kakao ist dieses Buch genau richtig .