Magisterium: Der Weg ins Labyrinth

Rezensionen zu "Magisterium: Der Weg ins Labyrinth"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Feb 2015 

    Zauberlehrling wider Willen

    HINWEIS: Ich habe das Buch auf englisch gelesen, zum Zeitpunkt dieser Rezension war es auf deutsch noch nicht erschienen.

    Die Grundidee kommt einem bekannt vor: ein kleiner Junge wird an einer magischen Schule angenommen, findet Freunde und Feinde und gerät mitten in einen epischen Konflikt zwischen den guten Magiern und den Anhängern eines Mannes, der sich "Feind des Todes" nennt.

    Man sollte das Buch aber nicht vorschnell als Harry-Potter-Klon verschreien - das Einzigartige liegt hier im Detail, angefangen bei Callum Hunt, der eben *nicht* der Auserwählte ist und auch kein strahlender Held. Die beiden Autorinnen spielen mit den Erwartungen des Lesers und stellen sie immer wieder augenzwinkernd auf den Kopf.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht natürlich Callum, dem sein Vater eine tiefsitzende Angst vor Magie eingetrichtert hat, der aber schnell (und widerwillig) feststellt, dass er Magie trotzdem unheimlich *cool* findet. Er bringt sich immer wieder in Schwierigkeiten, weil er einfach nicht die Klappe halten kann, und da ist es gut, dass er schnell zwei loyale Freunde findet: Aaron, der scheinbar einfach alles kann und deswegen viel eher in die Rolle des Helden passt, und Tamara, deren Familie Großes von ihr erwartet und sie dabei gar nicht wirklich als eigenständige Person sieht. Zusammen sind die drei ein ähnlich sympathisches Trio wie Harry, Hermione und Ron - und dabei doch ganz anders.

    Das Buch bietet viel Zauber und Magie und jede Menge Spannung, bleibt dabei aber immer kindgerecht. Das Buch wird für Kinder im Alter zwischen 10 und 12 empfohlen, und meiner Meinung nach kann man es junge Leser auch wirklich bedenkenlos lesen lassen. Allerdings fand ich das Buch auch als erwachsene Leseratte sehr unterhaltsam!

    Den Autorinnen ist es gut gelungen, die Kapitel zwar abwechselnd zu schreiben, ihren Schreibstil aber nahtlos ineinander übergehen zu lassen. Sie erzählen beide voller Wortwitz und voll liebevoller Details, die das Buch zu einem richtigen Lesevergnügen machen. Seit Harry Potter hat mich kaum ein Kinder-Fantasybuch so begeistert! Ich freue mich schon richtig auf Band 2, der aber leider erst im September 2015 erscheinen soll...

    Fazit:
    Die wunderbare Geschichte eines widerwilligen jungen Magiers, die bezaubernd, spannend und witzig unterhält, und die ich sowohl Kindern als auch Erwachsenen empfehlen würde. Besonders Fans von Harry Potter sollten mal reinlesen, denn das Buch bietet meiner Meinung nach eine ähnliche Atmosphäre und einen vergleichbaren Schreibstil, ist dabei aber kein Abklatsch sondern etwas ganz Eigenes.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Jan 2015 

    Bitte nicht mit HP vergleichen!!! - Ihr verpasst sonst was.

    Ich denke, die Menschen, die an dieses Buch herangehen mit einer Haltung die einen neuen HP-Band erwartet, werden sie enttäuscht sein.... - wenn nicht, ist es wirklich sehr schön zu lesen.

    Callum Hunt ist 12 Jahre alt, als er durch eine magische Prüfung ans 'Magisterium' muss.

    Sein Vater Alastair hasst die Magier scheinbar und hat alles dafür getan, dass Call keine Magie zeigt,...aber umsonst.

    Der oberste Magier an der Schule, Master Rufus nimmt Call in seine Lerngruppe und ab da folgt ein Problem dem nächsten...

    Call ist nicht sehr beweglich, da er ein kaputtes Bein hat, Call will ja zu Beginn überhaupt nicht lernen, und als er dann anfängt sich mit dem Gedanken doch auseinander zu setzen und sich wohl zu fühlen, findet er auch noch einen Brief seines Vater an Master Rufus und ein merkwürdiges Armband,...

    Was es damit auf sich hat? - Na, um das zu erfahren müsst ihr wohl das Buch lesen...

    'Magisterium' ist sehr flüssig und spannend geschrieben.

    Gerade als Auftakt zu einer Reihe gefällt mir das Buch ausgesprochen gut, da es dem Leser zwar ein oder zwei der brisanten und am meisten auf den Nägeln brennenden Fragen beantwortet, aber gleichzeitig auch noch viele Fragen für die kommenden Bücher übrig lässt.

    Ich persönlich muss sagen, sehe zwar die Parallelen zu HP, aber es gibt schließlich auch unter Liebesromanen immer Parallelen, oder unter SF, oder,oder,oder,... - es ist unnötig, die Geschichte so zu betrachten, da man selbst sich sonst eine ganz falsche Erwartungshaltung aufbaut und ein wirklich tolles Buch verpasst.