Lügenpfad: Ein Odenwald-Krimi (Frank Liebknecht ermittelt 5)

Buchseite und Rezensionen zu 'Lügenpfad: Ein Odenwald-Krimi (Frank Liebknecht ermittelt 5)' von Brigitte Pons
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3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Lügenpfad: Ein Odenwald-Krimi (Frank Liebknecht ermittelt 5)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:337
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Rezensionen zu "Lügenpfad: Ein Odenwald-Krimi (Frank Liebknecht ermittelt 5)"

  1. Krimi mit Zeitgeschichte

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 04. Dez 2020 

    Frank Liebknecht fühlt sich recht wohl in seiner kleiner Polizeiwache in Vielbrunn im Odenwald. Er hat ein Haus gekauft und will sich dort richtig niederlassen. Eher aus Zufall stößt er auf ein Ereignis aus den 80iger. Damals geriet der Ort im Zuge der RAF Fahndung kurz ins Blickfeld der Polizei. Seit dieser Zeit ist auch eine junge Frau spurlos verschwunden. Er hört sich ein wenig bei den älteren Dorfbewohnern um ahnt nicht, welche Lawine er damit lostritt und wie sehr er persönlich betroffen wird.

    Schon im Klappentext erfährt man vom geschichtlichen Hintergrund des Krimis. Es war der „Deutsche Herbst“ – die RAF war aktiv und der Odenwald durch die Nähe zum amerikanischen Militär und ganz besonders zu einem Munitionsdepot interessant. Ich lese sehr gerne Kriminalromane, die einen zeitgeschichtlichen Hintergrund haben. Auch hier wechseln sie die Handlungsstränge ab und allmählich werden die damaligen Ereignisse im Ort deutlicher.

    Der Erzählstrang der Gegenwart (hier 2013) ist ebenfalls sehr spannend, aber hier merkte ich, dass mir als Einsteigerin in die Serie etwas fehlte. Die Mitarbeiter des nächstgrößeren Kommissariats, die wohl mit Frank schon lange zusammenarbeiten, blieben mir fremd. Wie war die Vorgeschichte zur Freundschaft mit Marcel? Natürlich konnte ich mir einiges zusammenreimen und für den aktuellen Fall war es auch kein Manko, aber trotzdem fiel mir der Einstieg deshalb ein wenig schwer.

    Auch brauchte ich einige Zeit bis ich mich mit dem Erzählton der Autorin anfreunden konnte. Viele Andeutungen, viel zwischen den Zeilen und alles ein wenig stockend erzählt, das ergab für mich gefühlte Längen im Text. Da das Thema mich sehr interessierte und auf mich auch einen sehr gut recherchierten Eindruck machte, konnte mich der Krimi im Großen und Ganzen doch überzeugen.