Lindbergh: Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus

Rezensionen zu "Lindbergh: Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Apr 2014 

    Jaja, die Menschen und die

    Jaja, die Menschen und die Mäuse. Der Mensch erfand eines Tages die Mausefallen. Alle Mäuse verschwanden außer einer kleinen Maus, welche in Hamburg zurück blieb. Die Geschichte wiederholt sich; wie immer, Katzen, Katzen, Katzen: So ist auf kein Schiff zu kommen, da Anfang des 20. Jahrhunderts. Aber unsere kleine Maus ist erfinderisch und nicht nur das, ingenieurtechnisch auch. Katzen können nämlich nicht fliegen. So fängt sie an zu bauen. So ähnlich wie der Schneider, von dem schon mal die Rede war. Dann besinnt sie sich auf Geräte, die unser Otto Lilienthal benutzte.

    Viele Versuche braucht unser Mäuschen und als die ersten Flugversuche anstehen und dies auch noch bekannt wird, da werden Nachtjäger auf das Tierchen mit dem Flugapparat aufmerksam: die Eulen. Nun lauern die Gefahren am Boden - die Katzen und in der Luft - die Eulen. Die Fluggeräte, angefangen wie beim Schneider oder wie beim Otto Lilienthal nähern sich immer mehr dem Modell eines gewissen ► Charles Lindbergh.

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    Wenn ich auch gelegentlich behaupte, dass Kinderbücher nicht mehr das wären, was sie einmal waren, dann ist diese Erklärung natürlich subjektiv. Ich stehe dazu. Aber umso mehr freut es mich, hier ein Kinderbuch zu beschreiben, welches sicherlich zu den den sehr guten gehört. Nicht nur, weil der kleine Leser, vielleicht auch das Mädchen oder der Junge, welchen dieses Buch noch vorgelesen wird, etwas lernt. Das Buch ist durchaus etwas für zukünftige kleine - große Flugzeugbauer oder gar Flieger. Nicht nur die Entstehung der Fliegerei kann man den Kindern so sehr schön nahe bringen, auch das Thema Auswanderung nach Amerika im 19. und 20. Jahrhundert ist gut zu erklären. Ein kurze, eine ganz kurze Geschichte der Luftfahrt schließt das Buch ab.

    Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Bilderbuch. Der ebenso ansprechende und leicht verständliche Text verschwindet förmlich unter den ganzseitigen Bildern, die in der Art eines Sepia - Fotos gemalt wurden. Die Bilder stammen von Torben Kuhlmann. Das Buch ist eine so genannte ► Graphic Novel, "eine aus den Vereinigten Staaten übernommene Bezeichnung für Comics im Buchformatdie sich aufgrund ihres thematischen Anspruches und ihrer erzählerischen Komplexität vom normalen Heftcomic unterscheiden und sich dadurch an erwachsene Leser richten, was auch durch den ausschließlichen Verkauf im Buchladen zum Ausdruck kommen soll." (wiki) In ihnen wird eine epische, auch komplexe Geschichte erzählt, es muss keine Fortsetzung geben.

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    ►Torben Kuhlmann hat hier nicht nur ein wunderschönes Kinderbuch vorgelegt, er hat es sogar im wahrsten Sinne des Wortes vorgelegt, denn es ist seine Diplomarbeit im Studiengang Illustration und Kommunikationsdesign. Dieses schloss der 1882 geborene Niedersachse im Jahre 2012 ab.

    Wie immer ist hier noch etwas mehr zu finden: LITT-ART

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