Lincoln Highway: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Lincoln Highway: Roman' von Amor Towles
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Inhaltsangabe zu "Lincoln Highway: Roman"

Im Juni 1954 wird der achtzehnjährige Emmett aus dem Gefängnis entlassen. Zuhause in Nebraska wartet sein kleiner Bruder Billy auf ihn. Nach dem Tod des Vaters möchten sie einen Neuanfang in Kalifornien wagen, wo sie ihre verschwundene Mutter vermuten. Alles ist bereit für die Fahrt mit dem 48 Studebaker, doch plötzlich tauchen zwei Freunde aus dem Gefängnis auf. Sie haben allerdings ein anderes Ziel, New York City. So beginnt eine Reise mit den witzigsten und unglaublichsten Begegnungen – Clowns, Landstreicher, arbeitslose Schauspieler, Bettler und besonders gefährliche Pastoren. ‚Lincoln Highway‘ erzählt die ergreifende Odyssee von vier vaterlosen Jungen entlang der ersten Autobahn Amerikas.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:576
EAN:9783446274006

Rezensionen zu "Lincoln Highway: Roman"

  1. Wenn alles anders kommt als gedacht...

    Ehrlich gesagt kann ich kaum in Worte fassen wie sehr ich dieses Buch genossen habe, weil es einfach komplett anders war als das was ich erwartet hatte.

    In der Geschichte geht es um die Brüder Emmett und Billy, die nach dem Tod ihres Vaters einen Neuanfang wagen wollen. Es soll nach Kalifornien gehen, doch als unverhoffter Besuch kommt und das Auto plötzlich fehlt, müssen die Geschwister umplanen. Wohin wird sie das Schicksal führen?

    Von der dargestellten Zeit 1954 bekommt man recht wenig mit, da der Fokus auf den zahlreichen agierenden Figuren liegt. Spürbar ist die Zeit eher durch die Art der Autos, die Wege der Kommunikation und Schilderungen von Umgebung und Ereignissen.

    Die aufgezeigten Figuren sind so zahlreich, dass wohl jeder Leser jemanden finden wird, in dem er sich widererkennt. Meine beiden Lieblinge waren eindeutig der 8 jährige Billy und Ulysses. Billy mag ich so sehr, weil er den Menschen in seiner Umgebung durch seine Art und sein cleveres Verhalten wieder neuen Lebensmut gibt und dass die Erwachsenen nicht alles so verbissen sehen, sondern sich an alte Tage erinnern. Er ist einfach ein gewitztes Kerlchen, den ich gern zum Freund hätte.

    Bei Ulysses mag ich den Vergleich zwischen dem Protagonisten im Buch und der Figur aus Homers Irrfahrten des Odysseus, da die Geschichte neue Hoffnung gibt. Zudem ist Ulysses ein Sinnbild dafür, dass nicht alles so ist wie es auf den ersten Blick erscheint.

    Die Irrungen und Wirrungen im Roman sind einfach nur herrlich, denn glaubt man endlich zu wissen welche Richtung die Handlung einschlägt, kommt es wieder einmal ganz anders.

    Die Geschehnisse erleben wir aus den unterschiedlichsten Perspektiven und wir begleiten zahlreiche Figuren, deren Kapitel jeweils mit ihrem Namen überschrieben sind.

    Ich kann dieses Buch nur als Lesehighlight ansehen, da es Figuren hat, deren Schicksal einen als Leser enorm ergreift. Zudem kann man trotz der vielen Wendungen immer folgen und alles Erzählte ist enorm schlüssig und nachvollziehbar. Zudem bietet der Roman Einblicke in unterschiedliche Charaktere, die je nach ihrem Handeln ihr Leben und das von anderen beeinflussen.

    Fazit: Ein kraftvoller Roman mit tollen Figuren, den ich so schnell nicht vergessen werde. Klare Leseempfehlung, ein Must- Read!

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