Leilani: Wohin das Herz gehört

Buchseite und Rezensionen zu 'Leilani: Wohin das Herz gehört' von Sabine Schäfers
4.65
4.7 von 5 (3 Bewertungen)

Normalpreis: 2,99 Euro
Sommeranfang-Spezial-Preis: 0,99 Euro

Jugendroman ab 12


240 Taschenbuch-Seiten

Ein spannender Jugendroman über Familie und Freundschaft, erste Liebe und Erwachsenwerden auf Hawaii – dem Paradies auf Erden.


Sommer, Sonne, Surfen! Die fünfzehnjährige Deutsch–Hawaiianerin Lela begleitet ihren Vater zum ersten Mal in seine alte Heimat. Überwältigt vom hawaiianischen Lebensgefühl, erkundet sie die Insel und ihre eigenen Wurzeln und verliebt sich in Daniel ...

Es wäre das perfekte Paradies, doch so einfach ist das nicht mit der Liebe. Wer liebt hier wen, und manchmal wäre es vielleicht besser, es wäre nie geschehen. Für Lela beginnen turbulente zwei Wochen, die ihr Leben auf den Kopf stellen und am Ende eine Entscheidung von ihr verlangen: wohin ihr Herz gehört.

Format:Taschenbuch
Seiten:240
EAN:9781500865528

Rezensionen zu "Leilani: Wohin das Herz gehört"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Nov 2014 

    Sonnenschein mit Denkanstoß

    „Leilani“ gefällt mir aus den nachstehenden Gründen sehr:
    Es ist die Geschichte einer Fünfzehnjährigen, erzählt in der Ich-Perspektive und nach meinem Empfinden mit dem Wortschatz einer Fünfzehnjährigen.
    Die Erzählerin erscheint etwas reifer als ihre Altersgenossinnen, da sie offenbar wegen der Militärzugehörigkeit ihres Vaters viel herumgekommen ist und sich oft in eine neue Umgebung eingewöhnen musste.
    Die nicht harmonische Familiensituation ist unmissverständlich ein wichtiges Thema für Leilani. Sie liebt ihre Mutter ebenso wie ihren Vater und leidet unter deren Problemen .Doch ihrem Alter gemäß tut sie das, was Teenager tun: Sie lebt im Jetzt und Hier. Ihre unermüdliche Unbeschwertheit ist für mich authentisch und liebenswert. Ich wähle absichtlich das Adjektiv „unermüdlich“, da ihr die Familiensituation sehr wohl zusetzt und sie darüber nachdenkt.
    Als sie ihren Vater nach Hawaii, dem Inbegriff paradiesischen Lebens, begleiten darf, zeigt sich etwas, was für mich das Leben an sich verkörpert: Wo Sonne scheint, da ist auch Schatten. Je stärker die Sonne, desto schwärzer ein Schatten. So auch in Leilanis Fall. Die Sonne ist eine zart aufkeimende erste Liebe, die Schatten der sich ankündigende Tod eines Menschen, der eine Familie zu zerreißen droht.
    Lange hilft ihr die Unbekümmertheit der Jugend, aber Alter, Tod und die damit verbundenen schwierigen Entscheidungen werfen ihre Schatten voraus. Als sich die Lage drastisch zuspitzt, reagiert auch Leilani auf sehr drastische Art. Denn die Erwachsenen übersehen, wie viel Druck sie dem Mädchen unbewusst aufbürden.
    Zur Sprache:
    Wie bereits eingangs angesprochen, findet Sabine Schäfers die richtigen Worte. Die aufkeimende Liebe malt sie mit der Zielgruppe angemessenen gefühlvollen Worten. Angst und Ärger, Verzweiflung und Hoffnung drückt sie ebenso im jeweils passenden Register aus.
    Meines Erachtens ein rundum gelungenes Jugendbuch, das zudem einen wichtigen Denkanstoß über das Erwachsenwerden gibt. Auch ältere Leser(innen ) werden das Buch mögen, insbesondere wenn sie es mit ihren Töchtern gemeinsam lesen.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 16. Okt 2014 

    Konflikte und Gefühle sorgen für Spannung

    „Leilani“ von Sabine Schäfers ist ein Jugendbuch.

    Von ihren Verwandten auf Hawaii weiß Leilani nicht. Denn ihr Vater hat den Kontakt abgebrochen und spricht nicht drüber. Erst als Lelas Großvater im Sterben liegt, darf sie mit ihre Vater nach Hawaii und diesen Teil der Familie kennen lernen. Doch ist dies alles nicht so leicht und dann verliebt sie sich auch noch.

    Lela hat es nicht leicht zu Hause. Ihre Eltern streiten sich oft und ihre Mutter hat einen starken Beschützerinstinkt. Doch findet sie bei Michi, ihrer Freundin, Halt und unternimmt viel mit ihr. Auf der einen Seite freut sich Lela auf Hawaii, aber auf der anderen weiß sie nicht so recht wie sie ihrer Familie gegenüber auftreten soll. Ihr Vater ist ihr da kein Vorbild.

    Die meisten Charaktere sind einfach gehalten, strahlen aber ihre Persönlichkeit heraus. So weiß man schnell mit wem man es zu tun hat. Gerade Lela entwickelt sich im Laufe der Handlung und auch der ein oder andere muss über seinen Schatten springen.

    Der Großteil der Geschichte spielt auf Hawaii. Das richtige Feeling kommt direkt auf durch die Blumenketten und die Sprache. Man fühlt sich als Leser selbst willkommen dort. Man lernt etwas über die Gebräuche, aber vor allem Lelas Familie kennen.

    Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Alles was wichtig ist, wird gut beschrieben. Dabei wird auf große Umschweife verzichtet. Lelas Gefühle kommen gut rüber und sich nachvollziehbar. So kann man sich mit ihr identifizieren.
    Die entstandene Liebe glänzt damit, dass sie sehr unschuldig beschrieben wird. Lela und Daniel lassen sich viel Zeit und genießen es.
    Durch den ganzen Familienkonflikt und Lelas Liebe zu Daniel wird Spannung in die Handlung gebracht. Es gibt immer wieder Wendungen, die vieles über den Haufen werfen. Deswegen fiebert man einfach mit Lela mit.

    Das Cover ist grün und in der Mitte ist ein Mädchen mit einem Surfboard zu sehen. So stellt man sich Lela vor. Zusammen mit dem Blumenherz wird ein Hawaii-Feeling vermittelt.

    Nach dem ich das Cover gesehen hatte, wollte ich wissen ob es mich wirklich mit nach Hawaii entführen kann. Dies hat es getan und mir hat es gut gefallen. Lela Familiendrama ist mir dabei sehr nahe gegangen und hat mich tief berührt. Das Gegenstück dazu war für mich die Liebe zu Daniel. Da gab es die schönen Seiten des Lebens zu lesen.
    Es gibt 5 von 5 Wölfen.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Okt 2014 

    Schönes Jugendbuch

    Zum Inhalt:

    Die fünfzehnjährige Deutsch–Hawaiianerin Lela wünscht sich sehnlich, die Heimat ihres Vaters und seine Familie kennenzulernen. Als die traurige Nachricht aus Übersee eintrifft, ihr Opa sei schwer erkrankt, darf sie ihren Vater endlich dorthin begleiten.

    Überwältigt vom hawaiianischen Lebensgefühl, freundet sie sich mit dem gleichaltrigen Daniel an und verliebt sich. Es wäre ein perfektes Paradies, wenn nicht der Opa krank wäre und in der Familie alte Konflikte aufbrächen. Als der Streit seinen Höhepunkt erreicht, soll Lela eine Seite wählen: die ihres Vaters oder die ihrer ersten großen Liebe. Aber da haben die anderen nicht mit ihrer Willenskraft gerechnet!

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, der Schreibstil war sehr flüssig, man konnte so durchfliegen. Ich habe die Charaktere schnell ins Herz geschlossen.

    Es würde auch deutlich, mit welchen Ängsten Jugendliche konfrontiert werden können.

    Ich kann hier guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen, mich hat es gut unterhalten.