Klammroth: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Klammroth: Roman' von Isa Grimm
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Klammroth: Roman"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:336
EAN:9783785761076

Rezensionen zu "Klammroth: Roman"

  1. Vielleicht zu viel erwartet

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 19. Mai 2014 

    Die bekannte Schriftstellerin Anais ist nicht gerade begeistert, dass sie in ihr Heimatdorf Klammroth zurückkehren muss um den Nachlass ihrer Stiefmutter zu regeln, die bei einem Brand ums Leben kam. Anais hat keine gute Erinnerungen an den Ort in dem damals ein fürchterliches Unglück geschah und den sie vor 17 Jahren fast schon fluchtartig verließ. 4 Schulbusse krachten in einem Tunnel zusammen und fingen an zu brennen. Anais hatte überlebt, viele andere hatte nicht dieses Glück und sind verbrannt oder wurden sehr schwer verletzt. Zum Glück wird sie von ihrer Tochter Lily begleitet und muss sich ihren Ängsten nicht alleine stellen. Doch kaum im Heimatdorf angekommen wirkt der Tunnel wie ein Magnet auf sie und in dessen Tiefe hört sie ein Wispern und Raunen. Unheimliche Dinge geschehen und alle haben sie irgendwie mit dem Brand im Tunnel zu tun.Will der Tunnel Anais irgendetwas mitteilen?

    Ich hatte, aufgrund des Klappentextes, sehr hohe Erwartungen an das Buch, die sich leider nicht erfüllten. Ich erwartete viel Gänsehaut, eine unheimliche Stimmung und kalte Schauer, die mir beim Lesen über den Rücken laufen. Aber davon war kaum etwas zu spüren. Klar, gibt es auch spannende Stellen, aber überwiegend fand ich den Roman doch etwas langatmig. Ich weiß nicht ob das an mir lag und ich das Buch vielleicht zur falschen Zeit las, oder ob er wirklich so langatmig geschrieben ist.

    Auch die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Anais, die wohl den sympathischen Hauptcharakter darstellen soll, blieb mir ziemlich fremd und eigentlich interessierte es mich nicht sonderlich was mit ihr passierte. Obwohl sie sehr viel durchgemacht hat, konnte ich kein Mitleid mit ihr empfinden. Einzig ihre Tochter Lily mochte ich. Eine nette 14-jährige die ihrer Mutter immer mal wider den Kopf zurecht rückt. Alle anderen Personen waren, bis auf den Polizisten, einfach nur unsympathisch und austauschbar.

    Das Buch ließ sich aber flott lesen, dafür sorgten auch die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil. Schade, dass die Spannung die es versprach, nicht wirklich umgesetzt werden konnte aber vielleicht erwartete ich auch einfach zu viel. Ich vergebe 3 von 5 Punkte und bitte interessierte Leser das Buch selbst zu lesen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

    © Beate Senft

  1. Ein Roman der an die Psyche geht

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Mai 2014 

    Inhalt:
    Vor 17 Jahren geschieht ein schlimmer Unfall im Tunnel von Klammroth 89 Kinder sterben. Anais ist eine derjenigen die überlebt haben. Sie muss nach Klammroth weil ihr Elternhaus abgebrannt ist. Der Tunnel sorgt bei ihr immernoch für Unbehagen und sie möchte so schnell wie möglich wieder weg aus dem kleinen Örtchen, doch es gibt Mächte die sie nicht lassen....

    Meine Meinung:
    Klammroth kam durch eine PR Aktion zu mir und ich vermute ich wäre sonst auch kaum auf dieses Buch aufmerksam geworden.

    Es beginnt sehr unscheinbar. Man erfährt von dem Unfall im Prolog und danach geht es darum das Anais nach Klammroth fährt und im Fall des Brandes ihres Elternhauses alles regelt. Sie fährt nicht alleine, ihre Tochter ist bei ihr. In Klammroth angekommen ist ihr unbehaglich.

    Geschrieben ist das Buch aus der Erzählerperspektive und doch ist man ganz nah an Anais. Sie begleitet man als Leser, ihre Gefühle erlebt man und was anfangs noch reicht langweilig anmutet entwickelt sich immer mehr zu einer Geschichte die an die Psyche geht. Langweilig wurde es mir nie beim lesen, alles wurde interessant beschrieben ohne Längen. Die Spannung steigerte sich zum Ende hin ins unermessliche.

    Die Prtagonisten sind dabei recht unscheinbar.
    Anais, selber Opfer des Brandes ist die Hauptfigur. Sie ist aus Pflichtgefühl in Klammroth und möchte so schnell wie möglich wieder weg. Auch wenn der Unfall 17 Jahre her ist ist er ihr so Präsent wie damals. Sie fühlt sich nicht wohl in dem Örtchen wo sie jeder anschaut als ob sie daran Schuld wäre. Erst nach und nach merkt man eigentlich was wirklich mit ihr los ist. Was sie bedrückt.
    Andere Figuren sind damalige Schulkameraden, ihr Vater und Kollegen ihrer Stiefmutter die beim Brand im Elternhaus ums Leben kam. Alle Figuren haben ihre Berechtigung in dieser Geschichte. Es gibt nichts Überflüssiges.

    Isa Grimm kommt mit allem auf den Punkt. Es gibt kein Geschnörkel und Ausschmücken. Keine unnötigen Seiten, die dafür sorgen dass das Buch dicker wird.
    Es gab in der Geschichte Wendungen und einige Überraschungen. Bei einer musste ich mich erst einmal wieder zurecht finden. Es tauchten massig Fragen auf die am Ende aber alle aufgelöst wurden. Dieses war dann auch sehr überraschend.

    Klammroth ist ein Buch, das besonders ist und doch gab es Teile die ich so ähnlich schon gelesen habe. Doch keiner kann das Rad neu erfinden und wichtig war das es mich von Anfang bis Ende fesselte und in seinen Bann zog