Khendra - Eine Erzählung zwischen Himmel und Hölle

Buchseite und Rezensionen zu 'Khendra - Eine Erzählung zwischen Himmel und Hölle' von Pete Snyder
5
5 von 5 (6 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Khendra - Eine Erzählung zwischen Himmel und Hölle"

Lesern von "Khendra - Eine Erzählung zwischen Himmel und Hölle" gefiel auch

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:197
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Khendra - Eine Erzählung zwischen Himmel und Hölle"

  1. Erfrischend anders

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Okt 2021 

    Ich will mal eine Lanze brechen für den Autor. Neue Autoren haben es generell und per Definition schwer auf dem Buchmarkt. Sich dort zu behaupten und vor allem eine gewisse Bekanntheit zu erreichen scheint in der Vielzahl der Veröffentlichungen oft ein hoffnungsloses Unterfangen.
    Aber genau dort passt dieser Roman rein, und zwar aus folgendem Grund.
    Wenn man, wie ich, seit Kindheitstagen fleißig liest, ächzen die Bücherregale zu Hause im Laufe der Jahrzehnte immer mehr und man ist froh bei jedem Umzug, wenn man einen Teil der Bücher als Umzugsmasse in den Secondhand-Handel geben kann.
    Allerdings gibt es noch einen weiteren, ich will es mal Nachteil nennen, wenn man im Leben Tausende Erzählungen, Krimis, Fantasygeschichten, Science-Fiction-Epen, Psychogramme, Horrorstories usw. gelesen hat: irgendwann wird es langweilig.
    Selbst die x-te blutige, spannende, mitreißende Geschichte vermag es kaum noch, einem einen gewissen Aha-Effekt zu bescheren.
    Das ist in etwa so, wenn man im Radio den x-ten Nirvana-Klon hört und nur noch müde gähnt, während jemand mit Anfang zwanzig noch begeistert mit dem Kopf schüttelt.

    Deswegen möchte ich jeder Leser*in, der/die wie ich sich manchmal auf Seite 300 eines Buches fragt, ob es sich wirklich lohnt, seine Lebenszeit noch an die letzten 100 Seiten zu verschwenden, dieses Buch empfehlen.
    Khendra ist erfrischend und frech geschrieben, es ist definitiv kein Mainstream, ich müsste suchen, um ein ähnliches Buch zu finden. Khendra ist spannend, bewegend, witzig und regt zum Nachdenken an. Wer sich schwer tut mit der Erzählung, dem kann ich nur sagen, es lohnt sich, das Buch bis zum Ende zu lesen, es ist nicht überlang und selbst mich hat es mit einem Lächeln im Gesicht und einer Träne im Auge zurückgelassen.
    Die Erzählsprache des Autors ist etwas, was ich bei manchen Autoren heutzutage vermisse. Sicher, es ist ein Debüt und es gibt noch Luft nach oben, aber Snyder verwendet eine direkte, herzliche und manchmal derbe Sprache, die so manche hochtragend daherkommende Erzählung steinalt aussehen lässt.
    Über den Inhalt will ich mich hier nicht weiter auslassen, das haben meine Vorgänger*innen schon zur Genüge getan, von mir kommt an dieser Stelle nur eine klare Leseempfehlung für alle diejenigen, die ihren Lesealltag mal etwas aufbrechen wollen und Sachen außerhalb ihres normalen Fahrwassers lesen wollen.

  1. Einfach geil

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Okt 2021 

    Platte in der Endlosschleife. Wahnsinnig werden im Nichts. Ein Engelchen mit Suchlampe. Ein unsichtbarer Dämon. Eine Oma am Boden. Süßes Heroin. Ein Flugzeug stürzt ab. Eine irre Diashow. Khendra to the rescue. Ein Märchenwald. Ein himmlisches Pokerspiel. Teufel mit Bart. Keine Hölle. Dinge manifestieren sich. Heile Apfelkuchenwelt. Eine verrückte Ehefrau. Langweilige Kuschelrockhörer. Ein Gartenzwerg. Heile Bürowelt. Regnerische Montage. Teure Uhren. Ein Lebenstunnel. Strand. Meer. Gott, Elvis und Franz-Josef Strauss. Led Zeppelin.
    Was zur Hölle gibt es NICHT an diesem Buch zu mögen?
    Mal ganz ehrlich, ich wusste nicht, was mich erwartet, ich war so hin und weg von dem Buch, das kommt direkt auf meinen Stapel zum zwei Mal lesen. Was soll ich sonst noch schreiben, um die Rezension hier voll zu kriegen ohne mich zu wiederholen? Bildet euch eine Meinung und lest die Story…
    Tolle Idee abseits vom Mainstream…

  1. Kann mich nur anschließen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Sep 2021 

    Kann mich den anderen Rezensenten nur anschließen. Habe nicht viel Neues hinzuzufügen, außer vielleicht, dass ich zu Anfang etwas Schwierigkeiten mit der Erzählung hatte, ich wusste nicht so recht, wo ich die Story einordnen sollte. Muss aber gestehen, so etwas habe ich bisher noch nicht gelesen, oder zumindest nicht viel in der Richtung.
    Eigentlich bin ich ein sehr faktenbasierter Mensch, lasse mich aber gerne auf fantasiereiche Erzählungen ein, regt mich einfach an. Zunächst dachte ich, Khendra ist ähnlich, einfach nur Fantasie, man merkt aber, dass der Autor hier wohl einige persönliche Erfahrungen verarbeitet hat, die mich nicht ganz kalt gelassen haben. Die Entwicklungen im Jenseits fand ich unheimlich spannend und haben mich zum Nachdenken angeregt, eigentlich hat mich das Buch noch Tage später gedanklich beschäftigt. Ich glaube, ich lese es demnächst noch einmal komplett von vorne. Von mir gibt es dafür volle Sternenzahl.

  1. Zauberhaft

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 25. Sep 2021 

    Ein wirklich zauberhaftes Buch, ich konnte es nicht aus der Hand legen. Die Geschichte startet mit einer kurzen Beschreibung vom Tod des Protagonisten und sein Übertreten in das Jenseits, wo er sich alleine nur mit seinen Gedanken befindet. Sämtliche Versuche, aus dieser Situation scheitern, bis er schließlich in seiner Verzweiflung versucht, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen.
    Ab da wird es richtig interessant, er wird fortan von einer Hölle in die andere transportiert, immer schneller und schneller, bis Khendra in letztendlich zu sich holt. Der Dialog mit Khendra ist der Mittelpunkt der Erzählung. Ich persönlich mag die Figur Khendra sehr, die Geschichte ist geschrieben, als ob Khendra direkt zu mir spricht, oder, direkt zu etwas in mir spricht. Ich war sehr berührt von der Geschichte. Vor allen Dingen, was ich spannend finde, man weiß ja nicht genau, ob der Autor wirklich Asperger hat, wäre mal interessant, das herauszufinden. Ich finde, Menschen mit einer solchen, ich nenne es einmal ‚Gabe‘, haben etwas ganz Besonderes, sie sehen, hören und fühlen einen Tick anders als wir ‚normale‘ Menschen.
    Ich denke, das ist es letztendlich, was dieses Buch so besonders macht.
    Fünf Sterne von mir, absolut lesenswert.

  1. Aufwühlend

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 16. Sep 2021 

    Der Titel meiner Rezension ist aufwühlend, denn selten habe ich mich so sehr mit einem Charakter identifiziert wie mit der Hauptfigur in diesem Roman. Im Laufe der Erzählung geht Peter durch seinen Tod, das Nachleben, verschiedene Höllen und landet schließlich doch im Himmel, oder zumindest das, was er dafür hält.
    Die Erzählung berührt genau jene Ängste, die ich vor dem Tod und dem Nachleben immer gehabt habe. Ich schreibe das in der Vergangenheit, weil meine Ängste jetzt weniger geworden sind. Ich weiß, es ist nur eine Erzählung, aber irgendwie steckt da mehr drin, ich kann es schlecht genau beschreiben, man muss es gelesen haben.
    Eine Warnung an sehr gläubige Menschen, ihr könntet etwas upset sein, wenn ihr das Buch lest. Oder, halt, vielleicht solltet gerade ihr das lesen :)
    Von mir eine definitive Empfehlung, ich hoffe, dass die Erzählung noch viele, viele Menschen wie mich erreicht.

  1. Erst skeptisch, aber dann…..

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Sep 2021 

    Das Buch hatte ich empfohlen bekommen. Ich war erst etwas skeptisch auf Grund des Klappentextes, dachte, das Thema wäre ziemlich schwermütig. Ich bin positiv überrascht worden, die Erzählung ist flüssig, humorvoll, regt zum Nachdenken an, erschüttert manchmal und ich kann mir vorstellen, dass es an dem Weltbild mancher Leser rütteln wird.
    Sehr zu empfehlen.
    Die Geschichte handelt von dem Autor(?), der seinen Tod in der Ichform beschreibt, im Jenseits ankommt, sich aber dort nicht zurechtfindet. In seiner Verzweiflung ist er bereit, einen Pakt mit dem Teufel einzugehen, so meint er jedenfalls. Er wird daraufhin in verschiedene Höllen katapultiert, bis er schließlich von Khendra gerettet wird, ein Wesen, welches die neu Verstorbenen in ihrer neuen Umgebung anleitet und hilft, mit ihrem alten Leben abzuschließen.
    Im Laufe der Erzählung lernt der Protagonist neue Wahrheiten, die sein bisheriges Weltbild erschüttern.
    Die Erzählung traf mich ins Mark, muss ich gestehen, sie hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.