Katz und Mord: Ein Sauerlandkrimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Katz und Mord: Ein Sauerlandkrimi' von Mareike Albracht
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4 von 5 (2 Bewertungen)

Von ihrem Freund für eine Jüngere verlassen, kommt Hauptkommissarin Anne Kirsch ein Mordfall gut gelegen: In Bontkirchen im Sauerland wird Jürgen Gruber erschossen aufgefunden. Bereits wenige Wochen zuvor war im selben Dorf die Rentnerin Luise Steinmetz an einer Knollenblätterpilzvergiftung gestorben. Gibt es eine Verbindung zwischen den Mordfällen? Und wo ist Luises Katze? Anne beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und begibt sich dabei unwissentlich in Lebensgefahr...

Format:Kindle Edition
Seiten:284
Verlag: Midnight
EAN:

Rezensionen zu "Katz und Mord: Ein Sauerlandkrimi"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Dez 2015 

    Mord im Sauerland

    Katz und Mord heißt dieser Krimi, beides spielt eine Rolle, aber trotzdem führt der Titel in die Irre. Man könnte einen Regionalkrimi mit viel Humor und Slapstick vermuten, mehr Witz als Spannung. Aber das ist falsch.
    Bontkirchen im Sauerland, ein kleines Nest, Landwirte, Jäger, viele Ältere und nur wenig Touristen. Dorthin wird Thorsten Seidel zu einem Mord gerufen. Das scheint mehr als seltsam, erst kürzlich hat er zusammen mit seiner Kollegin Anne Kirsch dort bei einem ungeklärten Todesfall ermittelt. Damals starb eine alte Dame an einer Pilzvergiftung, obwohl sie als ganz erfahrene Pilzsammlerin galt. Aber es gab kaum Spuren, deshalb erkannte die Staatsanwaltschaft auf einen Unglücksfall ohne Fremdverschulden. Ist das wirklich nur ein Zufall oder hat man etwas übersehen?
    Anne Kirsch lässt das keine Ruhe und da sie im Augenblick in einen emotionalen Tief steckt, da ihr Freund sie kurz vor dem ersehnten Urlaub betrogen und dann verlassen hat, sie außerdem noch durch einen Joggingunfall dienstunfähig ist, schiesst sie alle Ratschläge in den Wind und quartiert sich als Touristin in Bontkirchen ein. Bei einer reizenden alten Dame, Thea von Linde, findet sie ein Pensionszimmer und eine gesprächige Gastgeberin.
    Der Ermordete, Jürgen Gruber, war alles andere als ein beliebter Zeitgenosse, er scheute vor keinem Nachbarschaftsstreit und zeigte jeden unerbittlich an, der irgendeine Regel übertrat. Damit macht man sich keine Freunde, vor allem nicht in einer kleinen Dorfgemeinschaft, wo man sich seit Generationen kennt und auch zusammenhält. Besonders die Jägerschaft, schon genug gebeutelt von den neuen Jagdgesetzen, hatte ihn „auf dem Kieker“. Es gibt viele Spuren, denen Thorsten Seidel ganz offiziell und Anne Kirsch zu Thorsten Ärger, undercover folgt.
    Auch der Innendienst der Kriminalpolizei mit dem Druck durch den karrierebewußten Staatsanwalt und dem wenig loyal agierenden Vorgesetzten ist gut beschrieben und passt in die Handlung.

    Die einzelnen Handlungsstränge sind sehr spannend aufgebaut und man ist auf die Verknüpfung und Auflösung sehr gespannt. Die Protagonisten sind lebensecht gezeichnet, da hat die Autorin sehr genau beobachtet. Es fehlt weder an Wortwitz, noch an komischen Szenen, wie zum Beispiel die Beerdigung des Opfers, auf der Anne Kirsch in der Manier von „Schwiegertochter gesucht“ von den Landfrauen examiniert wird, aber es nimmt nicht überhand und verstellt nie den Blick auf die eigentliche Handlung. Die Dialoge gefallen mir gut, auch hier sind Realität und Witz gut abgewogen, auch die deutsche Provinz, hier das Sauerland, ist gut getroffen und mit der richtigen Portion Ironie gezeichnet.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Nov 2015 

    Undercover Einsatz im Sauerland

    Bontkirchen im Sauerland wird Jürgen Gruber von seiner Nachbarin ermordet in seiner Wohnung aufgefunden.
    Die Kripo Dortmund wird zu diesem Leichenfund gerufen, das ist Hauptkomissar Thorsten Seidel mit dem Kollegen Anton Hellmann,der
    als Urlaubsvertretung für Anne Kirsch einspringt.
    Währendessen möchte Anne Kirsch mit ihrem Freund eine Urlaub nach Mauritius antreten, als er ihr offenbart das er sich wegen einer neuen Frau von ihr trennt.
    Als sie sich dann auch noch beim Joggen verletzt fällt sie auch noch für die Ermittlungen im Sauerland aus.
    Aber Anne Kirsch lässt sich nicht entmutigen sie plant einfach ein paar Tage in Bontkirchen auszuspannen und gleichzeitig ein bisschen über den abgeschlossenen
    Fall Steinmetz verdeckt zu ermitteln. In diesem ersten Fall starb eine älteren Frau an einer Pilzvergiftung, wo man annahm das es ein Unfall mit Eigenverschulden war.
    Aber so nach und nach verdichtet es sich immer mehr das es sehr wahrscheinlich doch kein Unfall gewesen ist, weil Fr. Steinmetz eine sehr gute Pilzkennerin war.
    Als jedoch Thorsten Seidel Anne Kirschs Undercover Einsatz auf die Schliche kommt ist dieser wenig begeistert, lässt sie aber trotzdem weiter gewehren ohne
    seine Vorgesetzten einzuweihen.
    Und so ermittelt Thorsten Seidel weiter in Fall Gruber und Anne Kirsch im Fall Steinmetz,doch dieser Einsatz soll sie noch in große Lebensgefahr bringen.
    Kann Thorsten Seidel und sein Team Anne Kirsch noch rechtzeitig retten?? Und was hat das ganze mit der Katze zu tun??
    Das erfährt man nur wenn man das Buch liest !!!!!

    Mein Fazit:
    Der Krimi fing an Anfang stark an, dann flachte er etwas ab, wahrscheinlich lag es einfach daran das die Autorin dem Leser erst das Ermittlerteam etwas bekannt machen wollte.
    Jedoch im Laufe der weiteren Seiten wird es dann immer interessanter bis dann zum Ende des Buches das dann für mich ein unverhoffte Überraschung an Licht brachte.
    Die Autorin hat einen sehr guten flüssigen Schreibstil und hat mich wirklich ab Mitte des Buches total in ihren Bann gezogen. Und so konnte ich das Buch auch fast nicht mehr
    weglegen. Auch beschreibt sie sehr gut alles detailgenau, sie scheint sehr gut recherchiert zu haben, wobei ihr wohl auch die Briloner Polizei da sehr hilfreich zur Seite stand.
    Das Cover gefällt mir gut zeigt es doch alles was den Roman inhaltlich ausfüllt.
    Ich finde für ihr Erstlingswerk hat es Mareike Albracht sehr gut hinbekommen und ich würde mich freuen weitere Abenteuer des Ermittlerteams Seidel/Kirsch (Hellmann)
    zu lesen.