Kate in Waiting: Liebe ist (nicht) nur Theater. Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Kate in Waiting: Liebe ist (nicht) nur Theater. Roman' von Becky Albertalli
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kate in Waiting: Liebe ist (nicht) nur Theater. Roman"

Format:Broschiert
Seiten:352
Verlag:
EAN:9783426527962

Diskussionen zu "Kate in Waiting: Liebe ist (nicht) nur Theater. Roman"

Rezensionen zu "Kate in Waiting: Liebe ist (nicht) nur Theater. Roman"

  1. Ein schönes, wichtiges Jugendbuch mit Schwächen

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 12. Jul 2021 

    Kate und Anderson sind seit Ewigkeiten die allerbesten Freunde. Und da Andy schwul ist, können sie sich sogar miteinander über Jungs unterhalten und gemeinsam für sie schwärmen. Denn, wenn man ehrlich ist: bisher ist bei keinem der beiden jemals eine Beziehung zustande gekommen, kein Problem also. Dann ändert sich jedoch plötzlich alles, als sie in den Ferien in ein Camp fahren, in dem sie ihrem gemeinsamen großen Hobby, den Musicals, nachgehen. Denn natürlich lernen sie im Camp Matt kennen, der nicht nur großartig aussieht und toll schauspielert, sondern auch noch wirklich nett ist. Und als wäre es Schicksal, taucht ausgerechnet Matt nach den Sommerferien als neuer Schüler an ihrer High School auf und Kate und Anderson treffen ihn beinahe täglich bei den Musical-Proben...

    Insgesamt mochte ich das Buch. Es ist unterhaltsam geschrieben und spricht, wie auch schon "Love, Simon", ein wichtiges Thema an: Homosexualität und Coming-Out Jugendicher. Diesbezüglich hat mir die Umsetzung auch gut gefallen.

    Etwas gefehlt hat mir dagegen die Ausarbeitung der Nebencharaktere. Kate und auch Andy lernt man gut kennen, aber beispielsweise über ihre Freundinnen Brandie und Reina erfährt man kaum etwas, auch wenn die vier recht viel Zeit miteinander verbringen. Die restlichen Nebenfiguren bleiben ebenso blass. Dazu kommt, das das ganze Buch ein bisschen überdreht auf mich gewirkt hat, mir war es etwas zu "hyperaktiv", etwas zu viel typisches High-School-Klischee und dafür zu wenig ernsthaft. Von daher denke ich, dass es sich eher für jüngere Leser eignet.

    Leider fand ich es auch ab einem bestimmten (recht frühen) Punkt sehr vorhersehbar, wie die Gschichte ausgeht; sowas ist immer ein bisschen schade, weil die Spannung dann weniger im WAS sondern mehr im WANN besteht und dann natürlich auch nicht mehr ganz so groß ist.

    Abgesehen von diesen Kritikpunkten habe ich "Kate in Waiting" aber gerne gelesen, wenn es für mich auch nicht an "Love, Simon" heranreicht. Das Gefühl von Freundschaft, die Probleme eines gemeinsamen Schwarms, die Angst, dabei den besten Freund zu verletzen - all das wird gut transportiert.

    Ich finde es wichtig, dass Themen wie Coming-Out und sexuelle Orientierung so auch Jüngeren zugänglich gemacht werden. Das, und auch das Verständnis dafür, sollte heutzutage ganz normal sein, ist es aber leider irgendwie immer noch nicht. Vielleicht kann dieses Buch ja ein kleines bisschen dazu beitragen?

  1. Beste Unterhaltung in sympathischer Besetzung

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 11. Jul 2021 

    Kate und Anderson verbindet eine enge Freundschaft – und der gleiche Geschmack was Jungs angeht. Leider taucht der aus der Ferne angehimmelte Sommercamp-Schwarm der beiden nach den Ferien an ihrer Highschool auf und sorgt schon bald für reichlich Spannungen.

    Oh, was für ein Spaß! Dieses Buch hat meine Erwartungen definitiv übertroffen und mich bestens unterhalten. Die Ausgangssituation war interessant, die Entwicklung immer wieder spannend und ich musste wirklich oft laut loslachen, weil der Humor bzw. die Situationskomik für mich einfach genau richtig war. Das lag insbesondere an den toll geschriebenen Dialogen, von denen es im Buch wirklich viele gibt. Diese waren immer wieder witzig, nie überflüssig und wirkten vor allem auch sprachlich immer sehr natürlich – was sicherlich auch ein Verdienst der beiden Übersetzerinnen ist.

    Die Hauptfiguren sind allesamt sympathisch, besonders gelungen fand ich aber vor allem deren Beziehungen zueinander. Matt, um den es ja eigentlich geht, bleibt etwas blass, aber das fand ich im Grunde sehr passend, weil er gar nicht wirklich im Fokus der Geschichte steht. Dieser liegt ganz klar auf der Freundschaft zwischen Kate und Anderson. Das fand ich an sich schon klasse, aber die Reaktionen und Entwicklungen der beiden, das Auf und Ab und auch die Missverständnisse, habe ich als sehr authentisch empfunden. Erwähnenswert sind auf jeden Fall auch die beiden Nebencharaktere Kates Bruder Ryan und dessen Kumpel Noah, die beide nicht in die typischen Schablonen passen und das „Ensemble“ perfekt abrunden.

    Wer gut unterhalten werden möchte und außerdem glaubwürdige Charaktere und Entwicklungen zu schätzen weiß, der ist hier genau richtig. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!