Kalli Wermaus: Das Licht der Welt

Buchseite und Rezensionen zu 'Kalli Wermaus: Das Licht der Welt' von I. L. Krauß
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Ein Junge, der sich in jeder Vollmondnacht in eine Maus verwandelt, begibt sich ins Schattenreich, um den wertvollsten Stein der Welt wiederzuholen. Bekümmert seufzte die Wermaus. "Das Schlimmste weißt du noch gar nicht: Das 'Licht der Welt' ist verschwunden!" Erschrocken schnappte Kalli nach Luft. "Der Stein wurde aus dem Tresorraum gestohlen", fuhr sie fort. "Wie, das weiß man nicht. Denn es ist eigentlich unmöglich!" Verzweifelt schüttelte sie den Kopf. "Es ist nicht zu fassen! Ein schlechteres Vorzeichen kann es gar nicht geben!" Seltsame Dinge geschehen in Kallis Welt: Schatten umwandern das Haus, Mitschüler werden gegeneinander aufgestachelt und in den Nachrichten häufen sich die Meldungen von Attentaten. Er ahnt, dass dies etwas mit den finsteren Schattenwesen, den Formidolosen, zu tun haben könnte, die das magische Reich bereits unter ihre Knechtschaft gebracht haben. Mit Hilfe seiner Freunde möchte er ins Schattenreich reisen, um das 'Licht der Welt', einen kostbaren Kristall, zurückzuholen. Doch er gerät in Schwierigkeiten, und seine Schwester Luisa bleibt hilflos zurück. Wäre da nicht dieses mysteriöse Pferd ... Ein Junge und seine Schwester stemmen sich gegen das Böse, widersetzen sich Angst und Terror, selbst dann, als sie die Grenzen der Realität überschreiten müssen.

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:416
Verlag: TWENTYSIX
EAN:9783740734176

Rezensionen zu "Kalli Wermaus: Das Licht der Welt"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 17. Apr 2019 

    Spannende Fantasy

    Okay, okay, wenn ich jemals irgendwo irgendwann irgendwem gegenüber behauptet haben sollte, ich würde keine Fantasy mehr lesen – ihr habt mich erwischt und die Behauptung wurde ad absurdum gestellt. Ich habe es dieses Jahr nämlich bereits drei Mal (3!) getan. Und – geht´s mir schlecht? Nein *lol*.

    Als ich von der Autorin I. L. Krauß zur Leserunde ihres Buches „Kalli Wermaus – Das Licht der Welt“ eingeladen wurde, habe ich mich erst mal schlau gemacht, wer oder was Kalli Wermaus ist. Nach der XXL-Leseprobe war aber recht schnell klar, dass ich die Einladung dankend annehme, konnte sie mich doch schon durch ihren Witz und ihre tollen Zeichnungen positiv überraschen.

    Jo, unnu? Habe ich (so viel sei schon verraten) eine weitere Reihe, die ich verfolgen werde. In „Kalli Wermaus – Das Licht der Welt“ muss ein stinknormaler Junge aus dem beschaulichen und schönen Allgäu (ich habe da früher als Kind selbst Urlaub gemacht – die schweißtreibenden Bergtouren im Hochsommer für ´ne wunderschöne Wanderstock-Anstecknadel *Achtung, Ironie* lösen immer noch ebensolche verursachenden Gedanken in mir aus *g*) die Welt vor dem Bösen retten.

    Stinknormaler Junge? Nein, Kalli ist alles andere als stinknormal. Nach dem Biss einer Wermaus verwandelt er sich nämlich in jeder Vollmondnacht in eben dieses possierliche Tierchen und darf sich im vorliegenden Band (es gibt bereits einen Vorgänger, den man aber nicht kennen muss, um in die Geschichte eintauchen zu können!) mit Hilfe seiner Freunde (großartig hier sein Pferd Aristo und die Krähen Tornado und Phantom, die mich in ihrer Art nicht nur einmal an Waldorf und Stadler aus der Muppet-Show erinnert haben) auf die Suche nach dem „Licht der Welt“ machen, dass die Formidolosen „entführt“ haben, um die Welt ins Chaos zu stürzen.

    Dieses Chaos zeigt sich anhand der Anschläge von 9/11 sowie der aktuellen Debatte um Flüchtlinge und politischen Parteien und Organisationen, die angeblich eine Alternative darstellen usw. Es ist also bei aller vorhandenen Fantasy ein Buch mit Anspruch, was kind- bzw. jugendgerecht hoch brisante Themen aufgreift, die uns ALLE angehen und darüber hinaus Werte wie Toleranz, Respekt, Geschwister- und Tierliebe vermittelt. Außerdem zeigt uns die Autorin mit Kalli, dass einem (fast) alles gelingen kann, auch wenn es im ersten Moment vielleicht nicht danach aussieht (hierzu sei auf das Ende verwiesen, welches ich natürlich NICHT verrate).

    Die Höchstnote zücke ich (diesmal) nur deshalb nicht, weil die Geschichte zum Schluss doch sehr rasant (ich bin kaum hinterhergekommen) und dann urplötzlich vorbei ist. Das mag aber durchaus im Sinne der Autorin liegen, die bereits dabei ist, den Nachfolger zu schreiben.

    Also, alles in allem eine (im wahrsten Sinne des Wortes) fantastische Geschichte, die Lust auf den Vorgänger und den Nachfolger macht!