Invisible

Buchseite und Rezensionen zu 'Invisible' von Ursula Poznanski
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt - obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu...


Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Buchholz und Daniel Salomon Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt...Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam.
Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem, und vor allem: wie?
Was Buchholz und Salomon schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen...

Format:Broschiert
Seiten:368
Verlag: Wunderlich
EAN:9783805200158

Rezensionen zu "Invisible"

  1. 3
    (3 von 5 *)
     - 02. Apr 2019 

    Ein aktueller, spannender Thriller mit einigen Längen

    „Jeder könnte das nächste Opfer sein und jeder der nächste Täter.“ (Zitat Seite 69)

    Inhalt:
    Ein angesehener, sehr bekannter Gefäßchirurg betritt einen OP-Raum in einem Hamburger Krankenhaus und rammt dem Patienten ein Skalpell ins Herz. Dann lässt er sich ohne Widerstand festnehmen. Dies ist nur der Auftakt zu einer Serie von weiteren brutalen Morden. Alle Täter sagen aus, dass sie das Opfer nicht kannten, von diesem aber per Email beschimpft, verfolgt und in ihrer Existenz bedroht worden seien und dies habe sie schließlich unendlich wütend gemacht. Die Ermittler Salomon und Buchholz stehen unter Zeitdruck und suchen unermüdlich nach irgendeiner Verbindung zwischen den Tätern, den Opfern und brauchen dringend Resultate, um weitere Morde verhindern zu können.

    Thema und Genre:
    In diesem Thriller geht es um die Frage, wie weit man Menschen manipulieren kann und um sehr aktuelle, reale Möglichkeiten. Ein Thema, das nachdenklich stimmt.

    Charaktere:
    Die beiden Ermittler Nina Salomon und Daniel Buchholz sind in diesem neuen Fall auch stark mit ihrem Privatleben und persönlichen Problemen beschäftigt. Dies beeinflusst das gute Einvernehmen im Team und auch ihre Tätigkeit als Ermittler.

    Handlung und Schreibstil:
    Die Geschichte spielt in Hamburg und wird abwechselnd von Salomon und Buchholz geschildert, wodurch manche Szenen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Beide Sichtweisen ergänzen einander, sodass sich für den Leser ein klarer Ablauf der Ereignisse ergibt. Leider überwiegen in der ersten Hälfte des Buches die Schilderungen der persönlichen Befindlichkeiten der Ermittler, es wird mit zahlreichen Hints gearbeitet, obwohl man als Leser ohnedies bald die Zusammenhänge vermutet. Dies nimmt der Handlung die Spannung. Erst etwa im letzten Drittel des Buches wird es richtig packend und man liest auch gerne weiter.

    Fazit:
    Ich hatte mich nach dem großartigen ersten Fall dieser Reihe um die Ermittler Salomon-Buchholz sehr auf diesen zweiten Band gefreut. Doch leider kommt dieser nicht an „Anonym“ heran. Die langatmigen Schilderungen der privaten Probleme der Ermittler, insbesondere von Daniel Buchholz, führen dazu, dass sich die Spannung nur langsam aufbaut. Ein sehr gut durchdachter, realistischer Thriller zu einem aktuellen Thema, aber mit einigen Schwächen.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Apr 2018 

    Fesselnder Thriller mit Schwächen

    Inhalt:
    In Hamburg geschieht eine Serie von grauenvollen Morden, die den Ermittlern Daniel Buchholz und Nina Salomon Rätsel aufgeben, denn ein Motiv gibt es nicht und jeder Täter, der befragt werden kann, gibt an, unfassbar wütend auf das Opfer gewesen zu sein, ohne es wirklich zu kennen. Was steckt hinter diesen Morden?

    Meine Meinung:
    Invisible ist bereits der zweite Fall für das Ermittlerteam Buchholz & Salomon und so fühlte ich mich auch direkt wohl in der Geschichte. Es war wie ein zurück kommen in eine bekannte Umgebung.

    Die Morde werden recht lange behandelt und ich empfand es schon fast als zu lange bis es mal tiefer in die Ermittlungen geht. Eine Spannung war recht schnell da, doch konnte diese sich für mich nicht immer halten. Zum Ende hin jedoch stieg sie so sehr an, das ich das Buch auch unbedingt beenden wollte.

    Wie aus dem Vorgänger gewohnt begleitet man als Leser die Kommissare im Wechsel. Ab und an taucht noch eine andere Schrift am Ende des Kapitels auf, bei der erst mit der Zeit klar wird ob es sich um Täter oder Opfer handelt. Die abwechselnde Sicht lockert die Ermittlungen auf und machen diese interessant.

    Es gibt schon zahlreiche Figuren, die man aber recht gut auseinander halten kann. Nur bei den Opfern hatte ich da meine Probleme, aber da war es auch nicht ganz so wichtig
    Nina Buchholz ist gewissenhaft aber auch impulsiv. So manches Mal dehnt sie Dienstvorschriften etwas aus, doch der Erfolg gibt ihr leider recht.
    Daniel Buchholz ist dagegen vollkommen Regelkonform und sehr vorhersehbar. Allerdings drücken ihn private Probleme und eine Gereiztheit von der er nicht weiß woher sie kommt. Das machte seine Parts zeitweise etwas anstrengend.

    Am Ende war für mich nicht vorhersehbar wer der Initiator war. Das wie war mir schon recht schnell klar und zielt auf viele Dinge im Netz über die sich viele so gar keine Gedanken machen, aber das Wer wurde erst ziemlich zum Ende hin wirklich klar. Etwas gestört hat mich jedoch die Geschichte zum Motiv, oder eher wie sie eingebracht wurde. Außerdem gab es da noch zwei drei andere Sachen wo ich den Zusammenhang oder Sinn nicht so ganz sah. Dennoch ist es ein gut geschriebener und fesselnder Thriller.